Party-Alarm

Und wieder steigt eine Party.
Gyrossuppe, wie immer,
aber erstmals auch
Veganes geordert.
Auf Nachfrage die Bestätigung:
Doch, es werden auch vegan
gepolte Gäste kommen.
Vegane Gyrossuppe?
Geht wohl schlecht.
Also zusätzlich
Kürbissuppe mit Kokosmilch gekocht.
Je 10 Liter.
Dazu selbstgemachtes Ciabatta.
Eingekauft und dann 6 Stunden
in der Küche gestanden,
trotz Hilfe beim Schnippeln.
Links von mir die eine Freundin,
rechts die andere.
War ganz nett.
Diesmal keine LAN-Party
mit Schulkameraden,
sondern Party
mit sehr gemischtem Volk:
Schulkameraden, Studienkollegen, Footballer…
Mal sehen, was das wird, sagt mein Sohn,
nicht ganz sicher, ob der Mix sich auch mischt.
Ex-Freundin und neue Freundin treffen aufeinander,
man ist tolerant,
geht sich aber trotzdem, soweit ich das sehe,
aus dem Weg.
Beste Freundinnen muss aus ihnen auch nicht werden.
Ich mag sie beide.
Der ein oder andere,
den ich seit nahezu 15 Jahre kenne,
ist ganz schön auseinandergegangen.
Die Jungs-Figur weicht so nach und nach
der Männer–Figur, an der die Ansätze
des Wohlstandsbauches schon zu erkennen sind.
Beim weiblichen Geschlecht überwiegt der Typ
groß, schlank, kurzes Röckchen, blonde lange Haare.
Bis auf die Ex-Freundin.
Die Jungs alle schwarz gekleidet,
viele lange Haare, teils Zopfträger.
Ähnliche Lebenseinstellungen.
Aus den Boxen Heavy Metall.
Viele hatten einen langen Anreiseweg,
aber auch hier dominiert die alternative Lebensweise.
Einer kam über 40 km per Rad.
Als ich sah, wie er sich mit einem Handtuch
den Schweiß abwischte,
habe ich ihm eine Dusche angeboten,
die er dankend angenommen hat.
Ein anderer kam – anstatt anzurufen –
die 4 km von der Bahnstation gelaufen.
Der Rest hat Fahrgemeinschaften organisiert.
Der halbe Flur ist gefüllt mit Schuhen,
die sie alle brav dort aufgereiht haben.
So langsam kommt die Party in Fahrt.
Es ist nicht so,
dass sie sich nichts zu sagen hätten.
Lautes und fröhliches Stimmengewirr und Gelächter.
Die ersten singen schon,
Mädchengekicher.
Einige werden übernachten.
Der harte Kern hält erfahrungsgemäß durch,
bis ich wieder aufstehe…
Mal sehen, wie es um meinen Schlaf
heute Nacht bestellt ist.
Eigentlich bin ich ja todmüde.
Eigentlich.
Nebenan tönt es „Alarm“…
… und die Musikrichtung hat gedreht:
Ich hör TORFROCK …
Ach ja…

 Demokratie-Seifenblasen

Überlebens-(Rhyt)Mus(s)

Ich will dich preisen und deinen Ruhm besingen unter den Völkern.
Psalm 18,50

In der Elberfelder Übersetzung heißt der Vers:

Darum, Jahwe, will ich dich preisen unter den Nationen, und Psalmen singen deinem Namen.

Darum, o Gott,
weil du bei mir bleibst,
wie sehr ich mich auch von dir entferne,
weil du verzeihst,
wenn ich reumütig wieder zu dir umkehre,
weil du mir den Weg zeigst,
auch in dunkelster Nacht,
weil du mir guttust und
ich ohne dich verloren wäre,
weil du aus mir scheinst
und aus mir sprichst,
darum danke ich dir und
blogge von dir.
Das ist Psalmen singen,
öffentliches Bekennen,
dir dienen, soweit ich kann,
auf heutige Art.
Jeden Tag Rückbesinnung auf dich,
jeden Tag Einkehr bei dir,
jeden Tag Verankerung in dir!
Überlebens – (Rhyt)Mus(s).

Singt

Singet dem HERRN, rühmet den HERRN, der des Armen Leben aus den Händen der Boshaften errettet!
Jeremia 20,13

Singt dem HERRN,
rühmt ihn!
Er ist eure Rettung!

Wisst ihr das nicht?
Glaubt ihr das nicht?
Vertraut ihr nicht?

Kalkül

Der HERR hat mir geholfen, darum wollen wir singen und spielen im Hause des HERRN!
Jesaja 38,20

In der Elberfelder heißt es ab weichend:

Jahwe war bereit, mich zu retten; und wir wollen mein Saitenspiel rühren alle Tage unseres Lebens im Hause Jahwes.

Gott rettet.
Retten wir uns zu Gott,
weil wir gerettet werden wollen oder
weil wir ihn wollen?

Singen wir darum sein Lied oder
singen wir es, weil es so aus unserem Herzen kommt.
Kalkül oder ehrliches Herz?