Danken

Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.
Psalm 106,1

Danket, danket dem Herrn…
oft besungen,
wenig beachtet außerhalb
der frommen Übungen.

Gott danken heißt,
dankend jeden Tag
meinen Alltag
in seine Hand geben.

Jeden Tag ohne Zweifel
mein Vertrauen
in seine Hand legen zu können,
darin besteht seine Güte.

Einsicht

Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der HERR aber sieht das Herz an.
1.Samuel 16,7

Der Mensch sieht, was er sieht.
Mancher sieht viel,
mancher hat eine Ahnung,
mancher sieht nichts.

Vor Gott macht das keinen Unterschied,
wir sehen,
was er uns sehen lässt.

Gott sieht in unser Herz,
sieht unser Wesen,
unabhängig davon,
was wir sehen.

Dein Wort

Meine Worte, die ich in deinen Mund gelegt habe, sollen von deinem Mund nicht weichen noch von dem Mund deiner Kinder und Kindeskinder.
Jesaja 59,21

Dein Wort in meinem Mund,
dein Wort aus meinem Mund,
dein Wort an mich.

Etwas besseres kann mir nicht passieren.

Entscheidung

Der Mensch wirft das Los; aber es fällt, wie der HERR will.
Sprüche 16,33

Oder nach Elberfelder, den Blick von der Äußerlichkeit in das Innere wendend:

Das Los wird in dem Busen geworfen, aber all seine Entscheidung kommt von Jahwe.

Bei allem Abwägen und
Denken in Alternative und Szenarien,
bei allem Gedankenschmalz,
das wir investieren:
Die beste Entscheidung ist,
sich in allem, was man tut,
auf Gott zu verlassen.

Erkenntnis

Das Land wird voll Erkenntnis des HERRN sein, wie Wasser das Meer bedeckt.
Jesaja 11,9

Alle Dummheit wird versiegt sein,
alles Morden ertrunken,
kein Wassergott überleben.

Wir werden baden in der Erkenntnis,
uns suhlen im Frieden,
uns umfangen lassen von Liebeswogen.

Wer will,
kann sich vom Wasser des Lebens
schon jetzt taufen lassen.

Unfassbar

 

Du sollst anbeten vor dem HERRN, deinem Gott, und sollst fröhlich sein über alles Gut, das der HERR, dein Gott, dir und deinem Hause gegeben hat.
5.Mose 26,10.11

Jeden Tag
danken
für das Gute,
das Gott
für mich tut,
unfassbar
und ein Geschenk,
jeden Tag.

Alternativlos

Ich habe mein Angesicht im Augenblick des Zorns ein wenig vor dir verborgen, aber mit ewiger Gnade will ich mich deiner erbarmen, spricht der HERR, dein Erlöser.
Jesaja 54,8

Gott können wir nur schauen,
wenn wir bereit sind,
in unser eigenes Angesicht zu schauen,
ungeschminkt,
ungeschönt,
so, wie es ist.

Was wir sehen,
lässt uns umkehren,
weil wir erkennen,
dass es dazu
keine Alternative gibt.

Grenzen

Wie köstlich ist deine Güte, Gott, dass Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben!
Psalm 36,8

In der Elberfelder heißt es:

Wie köstlich ist deine Güte, o Gott! Und Menschenkinder nehmen Zuflucht zu deiner Flügel Schatten.

Zwischen Elberfelder Übersetzung und Lutherübersetzung liegen Welten des Gottesverständnisses:

Gott gewährt Zuflucht versus
Mensch sucht Zuflucht.

Gnadengott gegen selbstverantwortlicher Mensch.

Gott in seiner Unbegrenztheit,
Mensch in der Begrenztheit
seiner Ausdrucksform und
seines Gottesverständnisses.

Zuflucht

Meine Hand hat alles gemacht, was da ist, spricht der HERR. Ich sehe aber auf den Elenden und auf den, der zerbrochenen Geistes ist und der erzittert vor meinem Wort.
Jesaja 66,2

Gott ist mit dem,
den das Leben zerbrochen hat
und er ist mit dem,
der Ehrfurcht vor seinem Wort hat.
Gott nimmt diejenigen auf,
die ihn suchen.

Gotteslob

Ich will den HERRN loben allezeit; sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein.
Psalm 34,2

Das größte Gotteslob ist,
jeden Tag zu bitten:
Herr, lass dich aus mir scheinen.

Himmlisches Gericht

Der HERR schafft Recht seinem Volk und wird seinen Knechten gnädig sein.
Psalm 135,14

Und eine ganz andere Übersetzung in der Elberfelder Bibel:

Denn Jahwe wird sein Volk richten, und er wird sich’s gereuen lassen über seine Knechte.

Gottes  Gericht
verschafft uns Recht und
macht uns gerecht.
Es verschafft den Himmel,
nicht die Hölle.

Das Innerste

Ehre den HERRN mit deinem Gut.
Sprüche 3,9

Die Ehrlichkeit deines Seins
ist in dein Innerstes geschrieben.
Wenn du diese Ehrlichkeit vor Gott bringst,
ehrst du ihn mit deinem Gut.

Beherrschung

Ein Geduldiger ist besser als ein Starker und wer sich selbst beherrscht, besser als einer, der Städte gewinnt.
Sprüche 16,32

In der Elberfelder heißt dieser Spruch:

Besser ein Langmütiger als ein Held, und wer seinen Geist beherrscht, als wer eine Stadt erobert.

Ein Starker ist noch kein Held,
Zwischen gewinnen und erobern
stehen Freiwilligkeit und Zwang.

Zu was werden wir gezwungen?
Zu was zwingen wir uns selbst?
Lassen wir uns freiwillig hineinzwingen
in was wir nicht wollen?

Stellen wir uns dem inneren Kampf
zwischen dem Weg des geringsten Widerstandes,
zwischen Lebenslüge und Wahrhaftigkeit?

Beherrschen wir uns,
damit andere uns beherrschen?

Meinen Geist, o Gott, befehle ich in deine Hände.
Von dir allein möge er beherrscht sein.

Leitung

Du hast geleitet durch deine Barmherzigkeit dein Volk, das du erlöst hast.
2.Mose 15,13

So übersetzt Luther, in der Elberfelder steht:

Du hast durch deine Güte geleitet das Volk, das du erlöst, hast es durch deine Stärke geführt zu deiner heiligen Wohnung.

Erlöst sein oder erlöst werden,
Sein oder Nichtsein,
das ist die Frage,
um die sich Theologen und Religionen streiten.
Muss mich das interessieren?

Du hast mich geleitet,
du leitest mich und
du wirst mich leiten,
bis ich, o Gott,
ganz bei dir angekommen bin.

Kargheit

Ihr Berge Israels, siehe, ich will mich wieder zu euch kehren und euch mein Angesicht zuwenden, dass ihr angebaut und besät werdet.

Hesekiel 36,9

An jedem kargen Ort, gibt es Leben,
in jeder Wüste findet sich etwas, das wächst,
am Felsen brütet der Adler,
im Dunkeln keimt der Samen,
unter dem dicksten Eis schwimmt ein Krill,
Wie sollte das nicht beim Menschen so sein?

Erntearbeiter

Dein Herz eifre nicht gegen die Sünder, sondern jederzeit nach der Furcht des HERRN.
Sprüche 23,17

Und wider mal mit anderem Sinn, die Elberfelder Übersetzung, äußerer Mensch in der Lutherübersetzung, innerer Mensch in der Elberfelder:

Dein Herz beneide nicht die Sünder, sondern beeifere sich jeden Tag um die Furcht Jahwes.

Mensch, gegen einen oberflächlichen Menschen
kannst du nichts ausrichten,
nur bei nach innen gerichtetem Gehõr
fällt dein Wort auf fruchtbaren Boden.
Arbeite auf dem Acker,
der Ernte verspricht.

Frieden

Ich will mit ihnen einen Bund des Friedens schließen, der soll ein ewiger Bund mit ihnen sein.
Hesekiel 37,26

Unfrieden,
Bedrohung,
Attentate,
Dschihad,
Krieg.
Mein Gott, wie sehne ich mich
nach deinem Frieden.

Herzensgebote

Mose sprach: Siehe, ich lege euch heute vor den Segen und den Fluch: den Segen, wenn ihr gehorcht den Geboten des HERRN, eures Gottes, die ich euch heute gebiete; den Fluch aber, wenn ihr nicht gehorchen werdet den Geboten des HERRN, eures Gottes.
5.Mose 11,26-28

Die Gebote, die Gott uns gibt,
sind keine schwarzen Buchstaben auf weißem Papier.
Was Gott uns gebietet,
steht in unserem Herzen.
Was wir dort lesen, lenkt uns mit Segen,
Warnungen vor Irrwegen inklusive.

Wege

Deine Augen stehen offen über allen Wegen der Menschenkinder.
Jeremia 32,19

Jeder muss seinen eigenen Weg gehen,
die Augen offenhalten oder wegsehen,
muss tun oder lassen,
es gibt soviele Wege, wie Menschen.
Auch zu Gott gibt es direkte Wege und Umwege,
aber immer nur den Weg über einen selbst.

Gotteslob ohne Lobeshymnen

Wohl denen, die in deinem Hause wohnen; die loben dich immerdar.
Psalm 84,5

Gott lebt in uns,
belebt unser Leben jeden Tag,
öffnet Blick und Weg für
ein in ihm gelebtes Leben.

Lebendig gelebtes Gotteslob
braucht keine Lobeshymnen.