Entscheidung

Der Mensch wirft das Los; aber es fällt, wie der HERR will.
Sprüche 16,33

Oder nach Elberfelder, den Blick von der Äußerlichkeit in das Innere wendend:

Das Los wird in dem Busen geworfen, aber all seine Entscheidung kommt von Jahwe.

Bei allem Abwägen und
Denken in Alternative und Szenarien,
bei allem Gedankenschmalz,
das wir investieren:
Die beste Entscheidung ist,
sich in allem, was man tut,
auf Gott zu verlassen.

Blicke

Auf dich, HERR, sehen meine Augen; ich traue auf dich, gib mich nicht in den Tod dahin.
Psalm 141,8

Wohin richtest du den Blick,
wenn du die Augen
nach Gott verdrehst?

Was ändert das an deinem Blickwinkel?

Durchblick?

Hinter den Himmeln

Du hast vorzeiten die Erde gegründet, und die Himmel sind deiner Hände Werk.
Psalm 102,26

Die Himmel werden vergehen.
Gott ist hinter den Himmeln.
Wenn wir die Himmel auf Erden suchen,
suchen wir Vergängliches,
nicht aber Gott, der ewig ist.

Erkenntnis

Das Land wird voll Erkenntnis des HERRN sein, wie Wasser das Meer bedeckt.
Jesaja 11,9

Alle Dummheit wird versiegt sein,
alles Morden ertrunken,
kein Wassergott überleben.

Wir werden baden in der Erkenntnis,
uns suhlen im Frieden,
uns umfangen lassen von Liebeswogen.

Wer will,
kann sich vom Wasser des Lebens
schon jetzt taufen lassen.

Aufmachen

Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HERRN geht auf über dir!
Jesaja 60,1

Das A&O ist das
MACHE DICH AUF!

Nur wenn du dich bewegst,
kann Gott etwas in dir bewegen

Es kommt ein Schiff geladen

Es kommt ein Schiff geladen,
bis an sein höchstes Bord,
trägt in sich westliche Granaten,
im Zielfernrohr unsel‘gen Mord.

Das Schiff liegt tief im Kriege,
es trägt ne schwere Last,
das Segel ist der Friede,
Mitleidlosigkeit der Mast.

Der Anker geht vor Syrien
da ächzt das Volk an Land,
das Ziel ist Blutvergießen,
deshalb ist es gesandt.

Und die das Schiff beladen,
christlich in ihr‘m Verstand,
zerbrechen Recht und Frieden,
im Morden unverwandt.

Es kommt ein Schiff geladen,
bis an sein höchstes Bord,
trägt Heuchelei in Phrasen,
das Dumm-Volk folgt sofort.

Es kommt ein Schiff geladen,
voll Christen, die verraten,
Weltmeister der Fassaden,
und christlich gleich Piraten.

Der Anker hält auf Erden,
da ist das Schiff an Land,
ihr Wort will Fluch uns werden,
das Elend, das sie uns gesandt.

Es kommt ein Schiff gefahren,
Gedankenlosigkeit an Bord,
voll Schuld auf sich geladen,
Gott hilf – schwemm uns nicht fort!

Ankerlos

Unfassbar

 

Du sollst anbeten vor dem HERRN, deinem Gott, und sollst fröhlich sein über alles Gut, das der HERR, dein Gott, dir und deinem Hause gegeben hat.
5.Mose 26,10.11

Jeden Tag
danken
für das Gute,
das Gott
für mich tut,
unfassbar
und ein Geschenk,
jeden Tag.

Trümmermenschen

Es gibt Menschen,
die Frieden predigen
und Krieg führen,
die zertrümmern und
sich dann davonschleichen,
in unversehrtes Land und
auch dort wieder
Trümmer hinterlassen.

Trümmermenschen,
die Ruinen sind.

Eines Tages müssen sie
die Trümmer,
die sie geschlagen haben,
wieder zusammenlesen,
jeden einzelnen Stein.

Das ist die Zeit,
von der geschrieben steht,
„an jenem Tag“.

An diesem Tag
werden sie,
was sie zerschlagen haben,
wieder aufbauen müssen,
damit sie wieder heil werden.

Fels

Hochmut

Alle hoffärtigen Augen werden erniedrigt werden, und, die stolze Männer sind, werden sich beugen müssen; der HERR aber wird allein hoch sein an jenem Tage.
 Jesaja 2,11

Hochmut
ist ein hohes Ross,
von dem jeder fällt –
früher oder später.

Nicht mehrheitsfähig

Hilf uns, HERR, unser Gott; denn wir verlassen uns auf dich.
2.Chronik 14,10

In der Elberfelder heißt es:

Hilf uns, Jahwe, unser Gott! Denn wir stützen uns auf dich, und in deinem Namen sind wir wider diese Menge gezogen.

Wenn man auf Gottes Seite steht,
ist man nicht unbedingt mehrheitsfähig,
sofern man Gott nicht nur nach außen kehrt.

Zuhaus

Meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft.
Psalm 62,2

Ich bevorzuge die Elberfelder Übersetzung:

Nur auf Gott vertraut still meine Seele, von ihm kommt meine Rettung.

Meine Seele ist ruhig,
wenn sie Gott zugewandt ist.
Sie ruht bei ihm aus,
weil sie weiß,
bei ihm ist sie zuhaus.

Alternativlos

Ich habe mein Angesicht im Augenblick des Zorns ein wenig vor dir verborgen, aber mit ewiger Gnade will ich mich deiner erbarmen, spricht der HERR, dein Erlöser.
Jesaja 54,8

Gott können wir nur schauen,
wenn wir bereit sind,
in unser eigenes Angesicht zu schauen,
ungeschminkt,
ungeschönt,
so, wie es ist.

Was wir sehen,
lässt uns umkehren,
weil wir erkennen,
dass es dazu
keine Alternative gibt.

Grenzen

Wie köstlich ist deine Güte, Gott, dass Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben!
Psalm 36,8

In der Elberfelder heißt es:

Wie köstlich ist deine Güte, o Gott! Und Menschenkinder nehmen Zuflucht zu deiner Flügel Schatten.

Zwischen Elberfelder Übersetzung und Lutherübersetzung liegen Welten des Gottesverständnisses:

Gott gewährt Zuflucht versus
Mensch sucht Zuflucht.

Gnadengott gegen selbstverantwortlicher Mensch.

Gott in seiner Unbegrenztheit,
Mensch in der Begrenztheit
seiner Ausdrucksform und
seines Gottesverständnisses.

Zuflucht

Meine Hand hat alles gemacht, was da ist, spricht der HERR. Ich sehe aber auf den Elenden und auf den, der zerbrochenen Geistes ist und der erzittert vor meinem Wort.
Jesaja 66,2

Gott ist mit dem,
den das Leben zerbrochen hat
und er ist mit dem,
der Ehrfurcht vor seinem Wort hat.
Gott nimmt diejenigen auf,
die ihn suchen.

Gotteslob

Ich will den HERRN loben allezeit; sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein.
Psalm 34,2

Das größte Gotteslob ist,
jeden Tag zu bitten:
Herr, lass dich aus mir scheinen.

Blickwinkel

Sie sind alle abgewichen und allesamt verdorben; da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer.
Psalm 14,3

Alle sind vom rechten Weg abgewichen,
keiner kann von sich behaupten,
er tue nur Gutes.

Das „Gute“ ist relativ,
blickwinkelabhängig.

Jeder sollte das bedenken,
bevor er den anderen
in die böse Ecke stellt.

Was für mich gut ist,
kann für den anderen böse sein.

Beherrschung

Ein Geduldiger ist besser als ein Starker und wer sich selbst beherrscht, besser als einer, der Städte gewinnt.
Sprüche 16,32

In der Elberfelder heißt dieser Spruch:

Besser ein Langmütiger als ein Held, und wer seinen Geist beherrscht, als wer eine Stadt erobert.

Ein Starker ist noch kein Held,
Zwischen gewinnen und erobern
stehen Freiwilligkeit und Zwang.

Zu was werden wir gezwungen?
Zu was zwingen wir uns selbst?
Lassen wir uns freiwillig hineinzwingen
in was wir nicht wollen?

Stellen wir uns dem inneren Kampf
zwischen dem Weg des geringsten Widerstandes,
zwischen Lebenslüge und Wahrhaftigkeit?

Beherrschen wir uns,
damit andere uns beherrschen?

Meinen Geist, o Gott, befehle ich in deine Hände.
Von dir allein möge er beherrscht sein.

Leitung

Du hast geleitet durch deine Barmherzigkeit dein Volk, das du erlöst hast.
2.Mose 15,13

So übersetzt Luther, in der Elberfelder steht:

Du hast durch deine Güte geleitet das Volk, das du erlöst, hast es durch deine Stärke geführt zu deiner heiligen Wohnung.

Erlöst sein oder erlöst werden,
Sein oder Nichtsein,
das ist die Frage,
um die sich Theologen und Religionen streiten.
Muss mich das interessieren?

Du hast mich geleitet,
du leitest mich und
du wirst mich leiten,
bis ich, o Gott,
ganz bei dir angekommen bin.

Konstante

Singet dem HERRN und lobet seinen Namen, verkündet von Tag zu Tag sein Heil!
Psalm 96,2

Mensch ist wetterwendisch,
jeden Tag Opfer seiner Schwäche,
jeden Tag seinen Launen ausgeliefert,
jeden Tag voller guter Vorsätze,
jeden Abend voller Ernüchterung.

Gott, zu dir flüchte ich mich,
Gott, bei dir berge ich mich
Gott, du mein Friede.
Gott, du meine Konstante jeden Tag!

Kargheit

Ihr Berge Israels, siehe, ich will mich wieder zu euch kehren und euch mein Angesicht zuwenden, dass ihr angebaut und besät werdet.

Hesekiel 36,9

An jedem kargen Ort, gibt es Leben,
in jeder Wüste findet sich etwas, das wächst,
am Felsen brütet der Adler,
im Dunkeln keimt der Samen,
unter dem dicksten Eis schwimmt ein Krill,
Wie sollte das nicht beim Menschen so sein?