Predigerwort

Mein Volk soll meiner Gaben die Fülle haben, spricht der HERR.
Jeremia 31,14

In der Elberfelder Übersetzung heißt es:

Und ich will die Seele der Priester laben mit Fett, und mein Volk wird sich an meinen Gütern sättigen, spricht Jahwe.

Die Prediger tragen das Wort weiter,
wenn sie wahres Wort weitergeben,
sättigen sie diejenigen,
die zuhören,
mit Gottes Gut.

Erstes Gebot

Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.
2.Mose 20,3

Die stärkste und die häufigste Botschaft in der Bibel,
das erste, wichtigste und vornehmste Gebot:

Du sollst keine anderen Götter neben mir haben!

Das gilt auch noch nach 3000 Jahren.
Gibt es auch nur einen, der bestehen kann?

Ende der Wanderschaft

Kein Mensch im Land wird noch klagen, er sei von Krankheit und Schwäche geplagt; denn die Schuld des Volkes ist vergeben.
Jesaja 33,24

Und die Elberfelder übersetzt mit anderem Sinn:

Und kein Einwohner wird sagen: Ich bin schwach. Dem Volke, das darin wohnt, wird die Missetat vergeben sein. –

Wenn wir im Tempel Gottes wohnen,
in seiner Heiligen Stadt,
auf seinem Zionsberg,
an dem Ort,
den wir nicht beschreiben können,
aber zu dem wir hindrängen,
ist alle Wanderschaft
und alle Missetat
vergangen.

Herrlichkeit

Der HERR spricht: Ich bin bei ihm in der Not, ich will ihn herausreißen und zu Ehren bringen.
Psalm 91,15

Und in der Elberfelder Übersetzung wieder einmal ganz anders:

Er wird mich anrufen, und ich werde ihm antworten, ich werde bei ihm sein in der Bedrängnis; ich werde ihn befreien und ihn verherrlichen.

Gott wird uns anrufen.
Gott wird uns antworten.
Gott wird unsere Bedrängnis lösen.
Gott wird uns befreien.
Gott wird uns herrlich machen.

Nest

Der Storch unter dem Himmel weiß seine Zeit, Turteltaube, Kranich und Schwalbe halten die Zeit ein, in der sie wiederkommen sollen; aber mein Volk will das Recht des HERRN nicht wissen.
Jeremia 8,7

Bei Gott ist unser natürlicher Ort,
an den wir hingehören.
Machen wir es den Schwalben nach
und finden unser Nest.

 

 

Singt

David aber und ganz Israel tanzten mit aller Macht vor Gott her, mit Liedern, mit Harfen, mit Psaltern, mit Pauken, mit Zimbeln und mit Trompeten.
1.Chronik 13,8

Das Fest des Herrn.
Jauchzet mit Zimbeln,
singt in euch,
das allein zählt.

Zuhaus

Meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft.
Psalm 62,2

Ich bevorzuge die Elberfelder Übersetzung:

Nur auf Gott vertraut still meine Seele, von ihm kommt meine Rettung.

Meine Seele ist ruhig,
wenn sie Gott zugewandt ist.
Sie ruht bei ihm aus,
weil sie weiß,
bei ihm ist sie zuhaus.

Das Innerste

Ehre den HERRN mit deinem Gut.
Sprüche 3,9

Die Ehrlichkeit deines Seins
ist in dein Innerstes geschrieben.
Wenn du diese Ehrlichkeit vor Gott bringst,
ehrst du ihn mit deinem Gut.

Beherrschung

Ein Geduldiger ist besser als ein Starker und wer sich selbst beherrscht, besser als einer, der Städte gewinnt.
Sprüche 16,32

In der Elberfelder heißt dieser Spruch:

Besser ein Langmütiger als ein Held, und wer seinen Geist beherrscht, als wer eine Stadt erobert.

Ein Starker ist noch kein Held,
Zwischen gewinnen und erobern
stehen Freiwilligkeit und Zwang.

Zu was werden wir gezwungen?
Zu was zwingen wir uns selbst?
Lassen wir uns freiwillig hineinzwingen
in was wir nicht wollen?

Stellen wir uns dem inneren Kampf
zwischen dem Weg des geringsten Widerstandes,
zwischen Lebenslüge und Wahrhaftigkeit?

Beherrschen wir uns,
damit andere uns beherrschen?

Meinen Geist, o Gott, befehle ich in deine Hände.
Von dir allein möge er beherrscht sein.

Leitung

Du hast geleitet durch deine Barmherzigkeit dein Volk, das du erlöst hast.
2.Mose 15,13

So übersetzt Luther, in der Elberfelder steht:

Du hast durch deine Güte geleitet das Volk, das du erlöst, hast es durch deine Stärke geführt zu deiner heiligen Wohnung.

Erlöst sein oder erlöst werden,
Sein oder Nichtsein,
das ist die Frage,
um die sich Theologen und Religionen streiten.
Muss mich das interessieren?

Du hast mich geleitet,
du leitest mich und
du wirst mich leiten,
bis ich, o Gott,
ganz bei dir angekommen bin.

Herzensgebote

Mose sprach: Siehe, ich lege euch heute vor den Segen und den Fluch: den Segen, wenn ihr gehorcht den Geboten des HERRN, eures Gottes, die ich euch heute gebiete; den Fluch aber, wenn ihr nicht gehorchen werdet den Geboten des HERRN, eures Gottes.
5.Mose 11,26-28

Die Gebote, die Gott uns gibt,
sind keine schwarzen Buchstaben auf weißem Papier.
Was Gott uns gebietet,
steht in unserem Herzen.
Was wir dort lesen, lenkt uns mit Segen,
Warnungen vor Irrwegen inklusive.

Wege

Deine Augen stehen offen über allen Wegen der Menschenkinder.
Jeremia 32,19

Jeder muss seinen eigenen Weg gehen,
die Augen offenhalten oder wegsehen,
muss tun oder lassen,
es gibt soviele Wege, wie Menschen.
Auch zu Gott gibt es direkte Wege und Umwege,
aber immer nur den Weg über einen selbst.

Gotteslob ohne Lobeshymnen

Wohl denen, die in deinem Hause wohnen; die loben dich immerdar.
Psalm 84,5

Gott lebt in uns,
belebt unser Leben jeden Tag,
öffnet Blick und Weg für
ein in ihm gelebtes Leben.

Lebendig gelebtes Gotteslob
braucht keine Lobeshymnen.

Glaubensgröße

Ich komme, um alle Völker und Zungen zu versammeln, dass sie kommen und meine Herrlichkeit sehen.
Jesaja 66,18

Ich sehe euch alle, spricht der HERR,
eure Gedanken und Werke,
seien sie hell oder dunkel,
klein oder groß,
treu oder untreu,
dumm oder weise.

Es kommt der Tag,
an dem ihr vor mir stehen werdet und
ihr werdet erkennen,
was ihr nicht glauben wolltet.

Wehe den Hirten

Wehe den Hirten, die sich selbst weiden! Sollen die Hirten nicht die Herde weiden?
Hesekiel 34,2

Menschensohn, sage den Hirten, so spricht der HERR:

Wehe den Hirten, die sich selbst weiden.
Wehe den Hirten, die mich zum Götzen machen.
Wehe den Hirten, die mein Volk in die Irre führen.
Wehe den Hirten, die sich über mich erhöhen.
Wehe den Hirten, die keine Hirten sind.

Hirten!

Reisegebet

Eile, mir beizustehen, Herr, du meine Hilfe!
Psalm 38,23

Verlass mich nicht, o Gott, und sei mir nah,
ebne die Gebirge, die sich vor mir auftürmen,
stütze mich, wenn ich am lahmen bin,
fang mich auf, wenn ich in Wassern versinke,
lass mich nicht von einer Klippe stürzen,
rette mich, wenn mein Kompass versagt.

Ausgespuckt

Du hast mein Leben aus dem Verderben geführt, HERR, mein Gott!
Jona 2,7

Das Leben verschlingt uns,
nur mit Gott spuckt es die Dunkelheit aus
und bringt uns ans Licht.

Segen

Der HERR behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele.
Psalm 121,7

Gott behüte deinen Morgen,
Gott behüte deinen Abend,
Gott behüte deinen Tageslauf.

Gott behüte deine Werke,
Gott behüte deine Stärke,
Gott bleibe dein Gedanke.

Von nun an, bis in Ewigkeit.

Entfremdung

Wie ein Einheimischer soll euch der Fremde gelten, der bei euch lebt.
3.Mose 19,34

Wir sind Wanderer durch die Zeit,
uns gegenseitig fremd,
und in der Entfremdung uns nah.