Durststrecken

Die Elenden und Armen suchen Wasser, und es ist nichts da, ihre Zunge verdorrt vor Durst. Aber ich, der HERR, will sie erhören.
Jesaja 41,17

Gott, das steht fest,
verlässt uns nicht,
auch wenn wir
Durststrecken durchwandern und
Wüsten durchqueren,
seine Flügel verleihen uns Schatten,
am Grund eines jeden leeren Bechers
blickt er uns an,
er lässt uns nicht verdursten,
auch wenn unsere Kehle trocken ist und
unsere Tränen das einzige Wasser ist,
das uns tränkt.

Paradies

Du wirst sein wie ein bewässerter Garten und wie eine Wasserquelle, der es nie an Wasser fehlt.
Jesaja 58,11

Du wirst sein wie ein bewässerter Garten,
wie eine Wasserquelle,
der es nie an Wasser fehlt.

Das Paradies,
das in uns wachsen wird,
das wir eines Tages
sein werden.

Die Aussicht
lässt jede Durststrecke
überstehen.

Tiefen

Psalmen und Psalter

Was war dir, du Meer, dass du flohest? Du Jordan, dass du dich zurückwandtest? ( Psalm 114,5 )

In stürmischem Meer,
wenn wir zu ertrinken drohen, oder
wenn wir von einem Ufer zum anderen unterwegs sind,
und im Übergang Angst bekommen:

In tiefen Wassern und im stürmischen Meer hilft Gott allein!

Psalm 114:5

https://www.bible.com/de/bible/58/psa.114

Tiefes Wasser

Tiefes Wasser ist der Ratschluss im Herzen des Mannes, aber ein verständiger Mann schöpft ihn heraus ( Sprüche 20,5 )

Gottes Wille
ist tief in unserer Seele verborgen.
Es ist ein Schatz,
der gehoben werden will.

Sprüche 20:5

https://www.bible.com/de/bible/58/pro20

Wasserbäche

 Gleiche Wasserbächen ist eines Königs Herz in der Hand Jehovas; wohin immer er will, neigt er es ( Sprüche 21,1 )

Bäche brauchen ein Bachbett,
in dem das Wasser gesammelt
und geleitet wird,
ansonsten werden sie
zu keinem wasserspendenden Bach.

Gottes Wort,
seine Erkenntnis,
seine Weisheit,
sammelt uns,
damit wir
zu seinem Wortstrom
werden können.

Ob wir zum stillen Wasser,
zum reißenden Fluss,
zum Wildwasser,
zum Brackwasser oder
zum wohlgeleiteten Wortfluss werden

hängt davon ob,
ob wir uns der leitenden Hand des
Kanalbauers anvertrauen.

Wie ein Bach ein Bachbett braucht,
so brauchen wir Gottes Wort und Wirken,
das uns leitet.

Sprüche 21:1

https://www.bible.com/de/bible/58/pro21

Zank

 Der Anfang eines Zankes ist, wie wenn einer Wasser entfesselt; so lass den Streit, ehe er heftig wird ( Sprüche 17,14 )

Ein Wort gibt sich dem anderen,
aus der Kleinigkeit wird eine große Welle,
und am Ende schwemmt sie die Beteiligten weg.

Sprüche 17:14

https://www.bible.com/de/bible/58/pro17

Land ohne Wasser

Psalmen und Psalter

Es dürstet nach dir meine Seele, nach dir schmachtet mein Fleisch in einem dürren und lechzenden Lande ohne Wasser ( Psalm 63,1 )

Ohne Quelle, die uns tränkt,
ohne Regen, der uns klärt,
ohne Bach, an dem wir uns pflanzen können,
herrscht Dürre.
Psalm 63:1

https://www.bible.com/de/bible/58/psa.63

Erkenntnis

Das Land wird voll Erkenntnis des HERRN sein, wie Wasser das Meer bedeckt.
Jesaja 11,9

Alle Dummheit wird versiegt sein,
alles Morden ertrunken,
kein Wassergott überleben.

Wir werden baden in der Erkenntnis,
uns suhlen im Frieden,
uns umfangen lassen von Liebeswogen.

Wer will,
kann sich vom Wasser des Lebens
schon jetzt taufen lassen.

Nimm den Eimer

Hilde Domin

Nimm den Eimer
trage dich hin
Wisse du trägst dich
zu Dürstenden

Wisse du bist nicht das Wasser
du trägst nur den Eimer
Tränke sie dennoch

Dann trage den Eimer
voll mit dir
zu dir zurück

Der Gang
hin und her
dauert ein Jahrzehnt

(Du kannst es fünf- oder sechsmal tun
vom zwanzigsten Lebensjahr an gerechnet)

in: Hilde Domin: Sämtliche Gedichte, 4.Aufl 2010, S.259

Auf der Brücke bleiben

Meine Pilgerreise ist zu Ende. Ist sie das wirklich? Ist die Kunst aller Künste nicht vielmehr, die Schätze, die man in seinen Auszeiten gefunden hat, auch im Alltag zu bewahren, sie im Alltag zu leben, so dass sie zum wirklichen, verinnerlichten Leben werden?

Eben nicht mit Arbeitsbeginn wieder im Hamsterrad durchzustarten bis man mit hängender Zuge gerade noch so die nächste Auszeit erreicht. Das kenne ich zur Genüge, das will ich diesmal nicht so halten.

Das bedarf Achtsamkeit nach innen und außen. Ein Innehalten, bevor man von der Brücke fällt. Ein Hören auf die innere Stimme, ein Sehen mit dem inneren Auge. Ein Gelassen bleiben mit der inneren Gewissheit, dass man unantastbar ist, was immer auch passieren mag.

Einfach in seinem Rhythmus auf der Lebens-Straße weitergehen, mit dem Lebens-Rucksack auf dem Rücken, Stecken und Stab als Stütze und dem inneren Kompass als einzigem Wegweiser.

Einfach?

Nein, einfach ist das nicht. Man muss sich sehr in Acht nehmen, nicht gleich wieder in eingeübte Verhaltensmuster zu verfallen.

Dennoch: Genauso entscheiden wie ich mich zu dieser Reise aufgemacht habe, genauso entschieden will ich sie fortsetzen. Der Hall soll zu keinem Nachhall werden. Auch der Blog nicht. Ich glaube er hilft mir, den Kurs nicht zu verlieren. Und der Zuspruch tut gut.

Psalm 23 kommt mir in den Sinn, den hatte ich schon während der gesamten Pilgerreise im Kopf. Er erzählt vom Pilgern durchs Leben. Eigentlich kann ich da doch gelassen bleiben. Eigentlich.

Brücke über Wasser