Risse

Gott, der du die Erde erschüttert und zerrissen hast, heile ihre Risse; denn sie wankt.
Psalm 60,4

Risse, sind sie einmal da, teilen,
vergrößern den Abstand zwischen den Teilen.

Die Risse in unserer Gesellschaft,
die Risse in den Gesellschaftssystemen,
die Risse zwischen den Kulturen,
sie teilen und teilen.

Risse, die aufreißen
und Löcher und Instabilität hinterlassen,
Zerbrechlichkeit.

Der Abstand, der Entfremdung schafft,
der Abstand, den zu füllen
sich viele berufen fühlen,
aber nur einer schafft:

Mein Gott, heile die Risse,
die uns von dir entfernen.
Amen.

Niederlagen

Der HERR wendet sich zum Gebet der Verlassenen und verschmäht ihr Gebet nicht.
Psalm 102,18

Gott zeigt sich im Elend,
er hilft uns auf in unseren Niederlagen,
er lässt uns nicht allein,
wie groß auch immer unsere Not ist.

Kirchen – Herrschaft

Lieber Luther,

schon lange habe ich kein Buch mehr von der ersten bis zur letzten Seite gelesen, da man in der Regel nach 120 Seiten die Argumentationsketten des Autors verstanden hat und sie nicht noch in zig Wiederholungen lesen muss. Nicht so bei diesem Buch:

Bart D.Ehrman, Jesus im Zerrspiegel, Die verborgenen Widersprüche in der Bibel und warum es sie gibt. Gütersloh, 2010.

Obwohl von einem Wissenschaftler geschrieben, ist es verständlich. Es beschreibt und macht die Widersprüche im Neuen Testament dem nicht theologisch gebildeten Menschen in der führenden historisch-kritischen Sichtweise offenkundig. Alles nichts Neues, jeder Theologe, jeder Pastor, müsste den Inhalt kennen. Von den Kanzeln kommt nichtsdestotrotz die orthodoxe Lehre, nach dem Motto: Augen zu, Ohren zu, damit ich nicht all die kritischen Fragen, die daraus entstehen und auf die ich keine Antwort habe, beantworten muss. Weiterlesen „Kirchen – Herrschaft“

Anruf

Neigt eure Ohren her und kommt her zu mir! Höret, so werdet ihr leben!
Jesaja 55,3

Gottes Anruf an jeden einzelnen von uns:

Höre mein Wort, so wirst du leben!
Neige dein inneres Ohr her zu mir!
Hör, was ich sage,
was ich in dein Herz senke,
vertraue meiner Stimme,
dann kannst du jeden Tag getrost sein,
dass ich dich leite,
wo immer du hingestellt bist,
wie unüberwindbar der Berg vor dir auch scheint,
wie schwierig deine Lage auch ist.
Hör auf mich und ich leite dich sicher durchs Leben!
Hör auf mein Wort, dann wirst du leben in Ewigkeit.

Gott ist immer auf Sendung,
schalten wir auf Empfang!

Ausstrahlung

Wir verkündigen dem kommenden Geschlecht den Ruhm des HERRN und seine Macht und seine Wunder, die er getan hat.
Psalm 78,4

Gott will gelebt sein.
Sein Ausstrahlen
wärmt den,
der in seine Nähe kommt,
so dass er seine Anwesenheit spürt,
auch wenn er ihn nicht sieht,
nicht hört, nicht begreift.
Gott lebt und wirkt.
Durch wen,
ist sein Geheimnis.

Zweiklassengesellschaft

Lieber Luther,

Der Gedanke, den Jesus im heutigen Predigttext (Lk 18, 9-14) an den Mann / die Frau bringen will, ist nicht neu.

Er sagte aber zu etlichen, die sich selbst vermaßen, daß sie fromm wären, und verachteten die andern, ein solch Gleichnis: Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, zu beten, einer ein Pharisäer, der andere ein Zöllner. Der Pharisäer stand und betete bei sich selbst also: Ich danke dir, Gott, daß ich nicht bin wie die anderen Leute, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Zöllner. Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich habe. Und der Zöllner stand von ferne, wollte auch seine Augen nicht aufheben gen Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sünder gnädig! Ich sage euch: Dieser ging hinab gerechtfertigt in sein Haus vor jenem. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.

Der Gedanke, dass es bei Gott keine Zwei- oder Mehrklassengesellschaft gibt, dass vor Gott alle gleich sind und die gleichen Rahmenbedingungen haben, ist ein Gedanke, der mit dem EINEN Gott verknüpft ist, seit es den Gedanken an ihn gibt.

Ein gesellschaftliches Oben und Unten gibt es, seit Menschen sich in größeren sozialen Verbänden organisieren. Die Evangelien sind im Kern eine Kampfansage gegen soziale Ungerechtigkeit, gegen die Unterdrückung der Kranken, Schwachen und Armen durch die Mächtigen und Wohlhabenden: Weiterlesen „Zweiklassengesellschaft“

Gottesdienst

So fürchtet nun den HERRN und dient ihm treulich und rechtschaffen und lasst fahren die Götter und dient dem HERRN.

Josua 24,14

Gottesdienst
ganz ohne Kirche:
Bereitschaft für Gott,
Wahrhaftigkeit im Herzen,
Unbeirrtheit im Glauben.

Unfrieden – Jesus weint

Lieber Luther,

der Predigttext für diesen Sonntag (Lk 19, 41-48) macht mich betroffen und ich weiß nicht wirklich wieso. Weil Jesus um uns weint? Weil er mit der Bitte angegangen wird, seine Jünger zu strafen? Zu strafen, weil sie ihm bei seinem Einzug in Jerusalem zujubelten? Zu strafen, weil sie sagen: Gelobt sei, der da kommt In Gottes Namen. Friede sei im Himmel und auf Erden!

Jesus weint um Weiterlesen „Unfrieden – Jesus weint“

Menschenart

Sie kehren mir den Rücken zu und nicht das Angesicht. Aber wenn die Not über sie kommt, sprechen sie: »Auf und hilf uns!
Jeremia 2,27

Geschäftig ist die Welt,
der Mensch, in dem,
was er Leben nennt.

Selbstsicher ist Mensch.
Sich selbst in Frage stellen?
Ego einen Gang zurücknehmen?

Und dann die Not,
in die wir uns selbst hineingeritten haben.
Gott hilf!

Sie kehren mir den Rücken zu,
in der Not aber sprechen sie:
Auf, hilf uns, Gott!

Abnabelung

Lieber Luther,

nachdem ich dir über den heutigen Predigttext (Joh 3, 1-11), Jesu Belehrung des Nikodemus, schon zu Himmelfahrt geschrieben haben, finde ich Zeit, das Thema, das mich seit Wochen beschäftigt, weiter zu verfolgen. GEIST, WORT und PREDIGT, das ist die Trinität, über die heute, an Trinitatis, nachgedacht werden sollte, anstatt über Kirchenlehren, die von 3 Personen in einer Person fabulieren.

Nachdem ich mein Bibelleseprojekt abgeschlossen habe, erschließe ich nach und nach andere Schatzkästlein, apogryphe Texte. Und wie es so will kommt mir ein Text unter die Augen, der nahtlos an das anschließt, was ich dir letzte Woche geschrieben habe, es ist der „Brief des Jakobus“ aus den Texten aus Nag Hammadi (NHC, 1, 2). Was dort steht, die Botschaft, wird wohl nicht in einen Blog passen. Es lohnt sich in jedem Fall. Es ist ein ganz erstaunlicher Text mit noch erstaunlicher Botschaft. Weiterlesen „Abnabelung“

Kirchenmenschen

Der Entschluss ist gefasst. Lang hat es gedauert. Viele Jahrzehnte.

Als ich gerade auf dem Nachhauseweg an meiner heimischen Kirche vorbeigefahren bin, stand mir ein Bild der Trostlosigkeit vor Augen. Kahle Mauern, Leere, Inhaltslosigkeit, Falschheit, Scheinheiligkeit, Verkommenheit, Fassaden mit rissigem Putz, wie tot. Nirgends sind mir in meinem schon einige Jahrzehnte dauernden Leben erbärmlichere Menschen begegnet als in Kirche, katholischer wie evangelischer, aktuell in meiner Kirchengemeinde, allen voran der vermeintlich geistliche Vorsteher. Es ist tatsächlich so. Jeder Obdachlose, dem ich eine Obdachlosenzeitung abkaufe, strahlt mehr ehrliche Herzenswärme aus als jeder einzelne dieser Kirchenmenschen, die mir dort begegnet sind. An einem Bettler und seiner Freundlichkeit kann man sich wärmen, an den Kirchenmenschen erfriert man, da hilft auch keine Kirchenheizung.

Irgendwie wollte ich das all die Jahre und Jahrzehnte nicht glauben wollen, nicht loslassen, was offensichtlich ist, immer denkend, das kann doch nicht sein. Immer wieder einen Versuch startend. Immer in der Hoffnung, auch nur einen einzigen dort zu finden, bei dem das anders ist.

Kirchenmenschen sind in der Form und der Äußerlichkeit gut, aber wehe, man fragt nach Innerlichkeit. Da hört die Kompetenz schnell auf und die Sprachlosigkeit fängt an. Mit absoluter Klarheit stand mir das gerade vor Augen: ES IST SO. Kirche hat nichts mit wahrem Glauben zu tun, da geht es um etwas ganz anderes. In Kirche findet man Gott nicht, sondern nur Abgötter.

Jetzt weiß ich auch, wieso es mir schon seit vielen Wochen tatsächlich körperlich speiübel wird, wenn ich an diesem Kirchenort vorbeifahre: Weil ES SO IST und weil es nach einem Schlussstrich verlangt. Wie üblich habe ich die Dinge vorher gespürt, bevor sie sich klären. Nun weiß ich endgültig, dass ich in dieser Kirche nichts mehr verloren habe. Endlich kann ich ohne jegliches Bedauern gehen. Und ich kann aus dieser Kirche jetzt auch ohne jegliches Bedauern austreten. Alles in mir sagt, ich muss es sogar.

Ich muss daran denken, dass ich das eigentlich schon als 13jährige wusste. Schon damals konnte ich mit den Kirchenmenschen nichts anfangen. Ich weiß es noch genau. Ich dachte: Das kann doch nicht alles sein? Was ich erkenne, weiß ich, weiß ich tief in mir felsenfest und mit absoluter Wahrhaftigkeit, durch alle Selbsttäuschungsversuche hindurch.

Ich musste einen langen Weg gehen, bis ich endlich bereit bin, diese Erkenntnis zuzulassen und den letzten Schritt zu tun. Aber alles hat seinen Sinn. Ich wäre nie dorthin gekommen, wo ich bin, wenn mein Gott mich nicht auf diesem Weg geführt hätte. Er weiß viel mehr als ich und ich weiß, dass dort, wohin er mich führt, das GUT ist. Ich weiß, dass er bei mir ist. Wer denkt, das bedeute kein Leid, der hat noch nichts begriffen. Es ist gerade das Leid, das einen klärt. Im Leid ist viel mehr Gutes und wahres Leben als in jedem vermeintlichen Glück, das nichts als eine vergängliche Emotion ist. Nichts Tragendes für das Leben. So bin ich erleichtert über die Klärung und dankbar allein meinem Gott gegenüber und ihm allein verpflichtet.

Wenn Gott für mich ist, wer mag wider mich sein? (Röm 8, 31; mein Konfirmationsspruch).

Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar (Psalm 23, 6). Dafür sorgt er schon.

PS: Um wahrhaftig zu sein: Zwei Menschen habe ich in vielen Jahrzehnten in kirchlicher Organisation gefunden, an denen ich nicht erfroren bin. Auch sie leben inzwischen nicht mehr Kirche, obwohl sie beide Kirchenmänner waren, geistlichen Berufs, sondern nur noch Glauben, nur noch Berufung, mit zum Teil radikalen persönlichen Konsequenzen, die Mut verlangen. Sie leben das „Du musst alles verlassen“ mittlerweile in großer persönlicher Konsequenz und durch viel Anfechtung hindurch. Diese meine Brüder haben meine allerhöchste Hochachtung und Liebe. Sie verstehen mich und ich verstehe sie. Irgendwie gehen wir seit Jahren jeder für sich und doch Hand in Hand den gleichen Weg, auf Augenhöhe, hin und wieder einander stärkend und stützend. Ich bin dankbar, dass mir diese beiden Menschen in einer kirchlichen Organisation begegnet sind.

Herrgottsblatt

Schöllkraut

Heiliger Geist – Pfingsten

Lieber Luther,

heute ist Pfingsten, das Geistfest der Kirchen. Ich habe mich schon viele Male mit dem Geist beschäftigt. Das Wirken des Geistes Gottes ist ein zentrales Element unseres Gottesglaubens. Pfingsten ist eine Erinnerung daran. Pfingsten findet allerdings als sichtbares Ereignis nur in der Apostelgeschichte statt (Apg 2, 1-47), am 49. Tag nach Ostern, am Tag an dem die Juden Schwuot feiern, den Tag der Offenbarung der Tora an das Volk Israel. Es ist sozusagen ein zu einem christlichen Fest umgemodeltes jüdisches Fest. Anstatt Tora, betrachtet man die Aussendung des Heiligen Geistes auf die Apostel und Jünger als Initiation der Kirchengründung. Der vorhandene jüdische Feiertag wurde, wie so mancher heidnische, christlich uminterpretiert. Weiterlesen „Heiliger Geist – Pfingsten“

Vaterunser (10) – Gottes Demokratie

Lieber Luther,

ein benediktinischer Pater hat einmal vor ein paar Jahren ganz abfällig zu mir gesagt: Das ist nichts, das ist Gefasel, das ist Larifari, ganz als sei es der letzte Dreck. Die Rede war von einem Kernbestandteil des Vaterunsers: Weiterlesen „Vaterunser (10) – Gottes Demokratie“

Vaterunser (9) – Erste Liebe

Lieber Luther,

niemals kann ein Mensch seinen Bruder von seinen Sünden, seiner Bösartig- und Schlechtigkeit lösen, denn zu kostbar ist seine Seele. Es bedarf des Atemhauches Gottes. So viel kann ein Mensch nicht in die Waagschale werfen, damit es den Atemhauch Gottes aufwiegen würde. Gott allein ist es, der den Menschen von der Gewalt des Scheols, von der menschlichen Hand in ihrer Abgründigkeit, vom Menschen, der ohne Atemhauch Gottes handelt, entreißen kann. Gott allein kann lösen, kann erlösen (Ps. 49, 9-16). In Psalm 49 steht, um was es geht, wenn wir im Vaterunser beten: Weiterlesen „Vaterunser (9) – Erste Liebe“

Vaterunser (8) – Versuchungen

Lieber Luther,

… und führe uns nicht in Versuchung. Wie oft habe ich schon gehört, Jesus versucht nicht, das wollen wir von unserem guten Jesus nicht hören und nicht sehen. Er will nur das Beste für uns. Stimmt. Deshalb steht es auch im Vaterunser:

Und führe uns nicht in Versuchung.

Korrekt übersetzt heißt es: Und führe uns nicht in die Prüfung. Was meint das? Weiterlesen „Vaterunser (8) – Versuchungen“

Vaterunser (7) – Schulden (3)

Lieber Luther,

seit ein paar Wochen und Blogs schon beschäftige ich mich mit dem Vaterunser und bin hängengeblieben beim:

Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Das Thema ist voller Missverständnisse. Seit wir von Gott wissen, vergibt er uns unsere Missetaten. Bis auf Jesus hat jeder Grund zu sagen: Vater, vergib mir meine Schuld. Zu sehr lassen wir uns ablenken und unsere Aufmerksamkeit von Gott weglenken, denken in unseren rein menschlichen Kategorien, die für Jesus eine Kategorie ohne Bedeutung war. Jesus ist voll auf Gott fokussiert. Jesus dreht die Sichtrichtung wieder um. Er predigt, man muss Vater und Mutter verlassen, Jedermann auf Erden, und zum Vater, zum Lebensspender zurückkehren. Mit Jesus schließt sich der Kreis, ist die Richtung zum Leben wieder in ihren Ursprung zurückgedreht, im Wort und im Tun. Jesus ist der Wendepunkt, der uns wieder auf Gott zurückverweist, uns neu verpflichtet, im neuen Bund. Weiterlesen „Vaterunser (7) – Schulden (3)“

Vaterunser (6) – Und vergib JEDERMANNs Schuld (2)

Lieber Luther,

die Entdeckung der Bildlichkeit in 1.Mose 4, 17-25, von der ich dir gestern geschrieben habe, hat mich nicht ruhen lassen. Das was da erzählt ist, hat schon eine Vorgeschichte. Also muss ich auch die Vorgeschichte mit neuen Augen betrachten. Mein Thema gerade, das Vaterunser,

Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsren Schuldigern,

hat ihre Wurzeln ganz am Anfang. Wir müssen also noch einen Schritt zurück gehen.

Ich habe mich schon verschiedentlich mit der Schöpfungsgeschichte, mit Teilen daraus, beschäftigt. Man spricht von der 1. Schöpfungsgeschichte (den 7 Tagen an denen Gott die Welt erschuf) und der 2. Schöpfungsgeschichte, die Paradiesgeschichte. Gestern ist mir aufgegangen, dass das nicht 1. und 2. Schöpfungsgeschichte ist, sondern EINE Schöpfungsgeschichte, bis man anfängt auf der Erde den Namen des HERRN zu predigen. Weiterlesen „Vaterunser (6) – Und vergib JEDERMANNs Schuld (2)“

Vaterunser (5) – Und vergib uns unsere Schuld (1)

Lieber Luther,

zum nächsten Teil des Vaterunsers:

Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern,

musste ich einen langen Anlauf nehmen, neu Kraft schöpfen. Schon der erste Teil des Vaterunsers fordert viel, überfordert uns oft.

Der Anlauf geht ganz zurück, ganz an den Anfang der Schrift. Weiterlesen „Vaterunser (5) – Und vergib uns unsere Schuld (1)“

Vaterunser (4) – Unser täglich Brot gib uns heute

Lieber Luther,

essen muss man jeden Tag. Es fragt sich nur was. Die einen ernähren sich gut, die anderen ungesund, die einen reichlich, die anderen bewusst. Beim Essen scheiden sich die Geister. Heute, Teil 4 der kleinen Vaterunser Reihe. Es geht um das Brot:

Unser täglich Brot gib uns heute.

Ganz oberflächlich und menschlich leiblich gedacht heißt das: Lieber Gott sorge du dafür, dass ich etwas zu beißen zwischen den Zähnen habe. Ist das so einfach gemeint? Weiterlesen „Vaterunser (4) – Unser täglich Brot gib uns heute“