Atem

Ich will meinen Odem in euch geben, dass ihr wieder leben sollt, und will euch in euer Land setzen, und ihr sollt erfahren, dass ich der HERR bin.
Hesekiel 37,14

Ich will meinen Atem in euch geben,
damit in allem, was ihr tut,
ich aus euch atme.

Advent, Advent, die Erde brennt

Advent, Advent, die Erde brennt.

In Frankreich wählen sie Front Nationale,
in Polen muss die Demokratie verteidigt werden,
in Russland herrscht wieder Diktatur.

Advent, Advent, der Mensch, der pennt.

Alle sehen zu,
alle sehen weg,
alle übersehen die Gefahr geflissentlich.

Advent, Advent, die Zeit zerrinnt.

Kein Umdenken,
kein Umsteuern,
keine Antizipation.

Advent, Advent, die Politiker sind impotent.

Sonntagsreden
von Wortkaspern und
Politikclowns,
die keiner mehr ernst nimmt.

Advent, Advent, die Gesellschaft ist der Patient.

Anstatt sich aufzulehnen,
wird schöngeredet,
wird beschwichtigt und
die Gefahr unterbelichtet.

Advent, Advent, die Lunte brennt.

Die Bomber sind betankt,
Stellvertreterkriege toben,
die Völkerwanderung ist nicht zu stoppen,
die Mitte zwischen rechts und links zerbrochen.

Advent, Advent, die Erde brennt.

Brennende Erde

Hinter den Himmeln

Du hast vorzeiten die Erde gegründet, und die Himmel sind deiner Hände Werk.
Psalm 102,26

Die Himmel werden vergehen.
Gott ist hinter den Himmeln.
Wenn wir die Himmel auf Erden suchen,
suchen wir Vergängliches,
nicht aber Gott, der ewig ist.

Lebensart

Mensch ist Teil der Natur,
findet in ihr sein Spiegelbild.

Nicht nur der Mensch lebt in einer Welt in Auflösung,
auch die übrige Kreatur.

Lebensräume die verschwinden,
Lebensarten, die den Überlebenskampf verlieren,
Idioten, die auf die bedrohte Spezies
zu ihrem Spaß auch noch schießen
oder auf ihr herumtrampeln.

Pflanzen, Bäume, Sträucher,
haben ihre eigene Überlebensstrategie.

Es gibt Vorsichtigere,
die werfen konservativ ihre Blätter zeitig ab
gehen keinerlei Risiko ein und –
begeben sich in die Eiszeit.

Und es gibt Mutigere der gleichen Art,
die gehen mit der veränderten Zeit, abwägend,
ob es wohl noch kälter wird oder nicht,
ob sie im Licht noch wachsen können oder
das Risiko eingehen, doch noch zu erfrieren.

Sie behalten ihre Blätter mutig,
setzen sie dem Wind aus,
zeigen Flagge,
sind Kämpfer
in widriger Umgebung.

Blickt man sie an,
erkennt man die verschiedene Lebensart,
kahle Äste hier, volles grünes Laub da,
die Faulen und die Fleißigen,
die Ängstlichen und die Mutigen,
die Zurückschauenden und die Vorwärtsblickenden.

Charaktersache.

Überleben werden alle,
unabhängig von der jeweiligen Lebensart.

Leben löst sich nicht im Nichts auf,
es wandelt nur in der Zeit mit der Zeit
die Form seines Daseins,
unabhängig von der jeweiligen Lebensart
des Lebens in der jeweiligen Zeit.

Lebensart in der jeweiligen Form ist
verstehens-, definitions- und zeitabhängig,
aber unabhängig in ihrem Sein.
Darin besteht das wahre Leben
und sein Fortbestand.

Der gläubige Mensch weiß, wohin er geht,
wenn seine derzeitige Lebensart zu Ende ist,
nicht aus dem Leben, sondern in eine andere ART Leben,
DIE LEBENS – ART
in ihrer vollendeten Kunst.

Lebensart

Aufmachen

Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HERRN geht auf über dir!
Jesaja 60,1

Das A&O ist das
MACHE DICH AUF!

Nur wenn du dich bewegst,
kann Gott etwas in dir bewegen

Es kommt ein Schiff geladen

Es kommt ein Schiff geladen,
bis an sein höchstes Bord,
trägt in sich westliche Granaten,
im Zielfernrohr unsel‘gen Mord.

Das Schiff liegt tief im Kriege,
es trägt ne schwere Last,
das Segel ist der Friede,
Mitleidlosigkeit der Mast.

Der Anker geht vor Syrien
da ächzt das Volk an Land,
das Ziel ist Blutvergießen,
deshalb ist es gesandt.

Und die das Schiff beladen,
christlich in ihr‘m Verstand,
zerbrechen Recht und Frieden,
im Morden unverwandt.

Es kommt ein Schiff geladen,
bis an sein höchstes Bord,
trägt Heuchelei in Phrasen,
das Dumm-Volk folgt sofort.

Es kommt ein Schiff geladen,
voll Christen, die verraten,
Weltmeister der Fassaden,
und christlich gleich Piraten.

Der Anker hält auf Erden,
da ist das Schiff an Land,
ihr Wort will Fluch uns werden,
das Elend, das sie uns gesandt.

Es kommt ein Schiff gefahren,
Gedankenlosigkeit an Bord,
voll Schuld auf sich geladen,
Gott hilf – schwemm uns nicht fort!

Ankerlos

Unfassbar

 

Du sollst anbeten vor dem HERRN, deinem Gott, und sollst fröhlich sein über alles Gut, das der HERR, dein Gott, dir und deinem Hause gegeben hat.
5.Mose 26,10.11

Jeden Tag
danken
für das Gute,
das Gott
für mich tut,
unfassbar
und ein Geschenk,
jeden Tag.

Trümmermenschen

Es gibt Menschen,
die Frieden predigen
und Krieg führen,
die zertrümmern und
sich dann davonschleichen,
in unversehrtes Land und
auch dort wieder
Trümmer hinterlassen.

Trümmermenschen,
die Ruinen sind.

Eines Tages müssen sie
die Trümmer,
die sie geschlagen haben,
wieder zusammenlesen,
jeden einzelnen Stein.

Das ist die Zeit,
von der geschrieben steht,
„an jenem Tag“.

An diesem Tag
werden sie,
was sie zerschlagen haben,
wieder aufbauen müssen,
damit sie wieder heil werden.

Fels

Alternativlos

Ich habe mein Angesicht im Augenblick des Zorns ein wenig vor dir verborgen, aber mit ewiger Gnade will ich mich deiner erbarmen, spricht der HERR, dein Erlöser.
Jesaja 54,8

Gott können wir nur schauen,
wenn wir bereit sind,
in unser eigenes Angesicht zu schauen,
ungeschminkt,
ungeschönt,
so, wie es ist.

Was wir sehen,
lässt uns umkehren,
weil wir erkennen,
dass es dazu
keine Alternative gibt.

Zuflucht

Meine Hand hat alles gemacht, was da ist, spricht der HERR. Ich sehe aber auf den Elenden und auf den, der zerbrochenen Geistes ist und der erzittert vor meinem Wort.
Jesaja 66,2

Gott ist mit dem,
den das Leben zerbrochen hat
und er ist mit dem,
der Ehrfurcht vor seinem Wort hat.
Gott nimmt diejenigen auf,
die ihn suchen.

Himmlisches Gericht

Der HERR schafft Recht seinem Volk und wird seinen Knechten gnädig sein.
Psalm 135,14

Und eine ganz andere Übersetzung in der Elberfelder Bibel:

Denn Jahwe wird sein Volk richten, und er wird sich’s gereuen lassen über seine Knechte.

Gottes  Gericht
verschafft uns Recht und
macht uns gerecht.
Es verschafft den Himmel,
nicht die Hölle.

Beherrschung

Ein Geduldiger ist besser als ein Starker und wer sich selbst beherrscht, besser als einer, der Städte gewinnt.
Sprüche 16,32

In der Elberfelder heißt dieser Spruch:

Besser ein Langmütiger als ein Held, und wer seinen Geist beherrscht, als wer eine Stadt erobert.

Ein Starker ist noch kein Held,
Zwischen gewinnen und erobern
stehen Freiwilligkeit und Zwang.

Zu was werden wir gezwungen?
Zu was zwingen wir uns selbst?
Lassen wir uns freiwillig hineinzwingen
in was wir nicht wollen?

Stellen wir uns dem inneren Kampf
zwischen dem Weg des geringsten Widerstandes,
zwischen Lebenslüge und Wahrhaftigkeit?

Beherrschen wir uns,
damit andere uns beherrschen?

Meinen Geist, o Gott, befehle ich in deine Hände.
Von dir allein möge er beherrscht sein.

Kargheit

Ihr Berge Israels, siehe, ich will mich wieder zu euch kehren und euch mein Angesicht zuwenden, dass ihr angebaut und besät werdet.

Hesekiel 36,9

An jedem kargen Ort, gibt es Leben,
in jeder Wüste findet sich etwas, das wächst,
am Felsen brütet der Adler,
im Dunkeln keimt der Samen,
unter dem dicksten Eis schwimmt ein Krill,
Wie sollte das nicht beim Menschen so sein?

Wege

Deine Augen stehen offen über allen Wegen der Menschenkinder.
Jeremia 32,19

Jeder muss seinen eigenen Weg gehen,
die Augen offenhalten oder wegsehen,
muss tun oder lassen,
es gibt soviele Wege, wie Menschen.
Auch zu Gott gibt es direkte Wege und Umwege,
aber immer nur den Weg über einen selbst.

Gotteslob ohne Lobeshymnen

Wohl denen, die in deinem Hause wohnen; die loben dich immerdar.
Psalm 84,5

Gott lebt in uns,
belebt unser Leben jeden Tag,
öffnet Blick und Weg für
ein in ihm gelebtes Leben.

Lebendig gelebtes Gotteslob
braucht keine Lobeshymnen.

Krieg in Europa – Es wird zurückgeschossen

Ich kann nicht schweigen und will mich auch nicht des Schweigens schuldig machen. Was in Paris heute Nacht passiert ist, war vorherzusehen. Erst vor wenigen Wochen habe ich schon davon und von Michel Houellebecqs Schreckensszenario geschrieben. Es ist höchst relevant und jetzt schon Wirklichkeit.

Es geht hier nicht um Terroristen, wie man uns gerne glauben macht. Es geht um einen Krieg der Wertesysteme. Immerhin fällt mittlerweile schon das Wort „Krieg“. Er hat Europa erreicht. Die westlichen Politiker befeuern auf der ganzen Welt Kriege, direkt, mit Bomben, oder indirekt mit Waffenlieferungen. Vordergründig wird das mit dem westlichen Wertesystem begründet: Freiheit und Demokratie wird beschworen, gar Liebe und Frieden haben dieselben Politiker heute im Munde geführt. Nebenbei verteilen sie – auch heute – die syrischen Felle, werfen Bomben auf syrische Städte und wenn dabei wieviel auch immer Zivilisten getötet werden, kräht kein Politiker-Hahn danach. Meinen sie dieses ihr Verhalten, wenn sie gerade von Liebe und Frieden auf Erden parlieren? Weiterlesen „Krieg in Europa – Es wird zurückgeschossen“

Freitag, der 13. Helpdesk

Wir sind ja nicht abergläubisch,
Freitag, der 13.,
was soll’s?

Wir müssen heute viel liefern,
aber wir können nicht.
Der Server, den wir brauchen,
meldet leider schon um 7.00 Fehler 500.

Höchste Alarmstufe von der Mitarbeiterin,
da bin ich kaum auf. Weiterlesen „Freitag, der 13. Helpdesk“

Schmidt Schnauze

Zum Tod von Helmut Schmidt meine Lieblingssätze:

Gegen die Oberflächlichkeit

Er wurde gefragt, ob er sich wenigstens etwas als Journalist fühle. Antwort:

„Ich fürchte nicht, und wissen Sie warum? … Weil ich es mir einfach nicht abgewöhnen kann, gründlich zu arbeiten.“

Gegen Unvernunft in der Politik

Das könnten sich insbesondere deutsche Politiker angesichts der Flüchtlingskrise hinter die Ohren schreiben:

„In der Politik hat keine Emotion und Leidenschaft Platz außer der Leidenschaft zur Vernunft.“

(zitiert aus Zeit Online)

Ich freue mich für ihn, dass er erlöst ist.

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