Bauwerk

Und nun richtet doch euer Herz auf die Zeit von diesem Tag an und darüber hinaus! Bevor Stein auf Stein gelegt wurde am Tempel des HERRN, wie erging es euch da?
Haggai 2,15

An Gottes Haus muss man bauen,
am inneren und am äußeren.
Glücklich, wer erkennt,
wie das Bauwerk gedeiht
und man mit ihm wächst.

Hilfsbedürftige

Glückselig die Armen im Geist, denn ihrer ist das Reich der Himmel.
Matthäus 5,3

Glückselig der,
der sich nicht auf sich selbst verlässt,
sondern seine Hilfsbedürftigkeit anerkennt und sich
durch den Geist Gottes leiten lässt.

Rechnung

Da sprach der HERR zu Salomo: Weil dir dies bewusst war und du meinen Bund nicht beachtet hast und meine Ordnungen, die ich dir geboten habe, werde ich das Königreich ganz bestimmt von dir wegreißen und es einem Knecht von dir geben.
1.Könige 11,11

Vom Bauchgefühl her wissen wir,
was richtig oder falsch ist.
Wie wir handeln,
steht auf einem anderen Blatt.
Wenn die Rechnung serviert wird,
dürfen wir nicht wirklich überrascht sein.

Auf eine Karte setzen

Glücklich der, dessen Hilfe der Gott Jakobs ist, dessen Hoffnung auf dem HERRN, seinem Gott, steht, der Himmel und Erde gemacht hat, das Meer und alles, was in ihnen ist; der Treue hält auf ewig.
Psalm 146, 5-6

Der schnelle Weg zum ganz persönlichen Glück:
Alles auf die Karte Gott setzen!

Das Beste? Weinachtsurlaubsüberlegungen

Das Beste:

Ich bin in den Weihnachtsurlaub eingebogen.
Mit allerletztem Atem.
Viel länger hätte das Jahr nicht mehr gehen dürfen
und mir wäre der Atem ausgegangen.
Hatte noch nicht einmal mehr die Kraft,
die obligatorische Jahresendrede
im Teammeeting zu halten,
checken, ob alle Urlauber
nichturlaubende Stellvertreter haben,
so dass wir liefern können,
was erwartet wird,
dass wir liefern.
Alles bestens.
Letzte Infos und Abstimmungen,
die Stimmung ist gelöst.

Das kommende Jahr bringt –
wieder einmal –
eine Umstrukturierung und
wir sind auch betroffen.
Halb fürchte ich es,
halb hoffe ich es.
„Warten wir ab und
tun unseren Job“ sage ich
und alle nicken.
Die meisten sind sturmerprobt,
die Jungen – noch – blauäugig,
haben noch nie die Schmerzen
von Personalabbau erfahren.
Die Weihnachtsfeier hat einen Vorgeschmack geliefert,
wir waren keine Erwähnung wert,
obwohl wir die einzigen sind,
die zuverlässig arbeiten und liefern.
Ich habe es wohl notiert
und die Zeichen gedeutet.
Wir sind Dispositionsmasse.
Der Rest ist Chaostruppe pur.
Deshalb hoffe ich auf die Veränderung,
aber werden wir als Team weiterbestehen?

Wir entscheiden uns für Professionalität,
gute Arbeit, in Mitten von Stümperei.
Die französischen Kollegen und ihre
deutsche Chefin sind zu einer
eingeschworenen Truppe geworden.
Wir halten Linie,
wir halten zusammen.
Das macht uns ganz besonders
in dieser Arbeitsumgebung
sozialer und sachlicher Minuskompetenz.
Der ein oder andere
neidet es.
Ein großer Wert.
Ein großes Geschenk,
eine große Stärke
in Mitten der Angst
vor Sozialplan und Personalabbau,
inmitten der verschiedenen Versuche,
seine Pfründe zu Lasten des anderen zu sichern.
Eine Stärke für jeden Einzelnen von uns.

Ich gebe mein Letztes
für diese Truppe.
Ich habe einen Vorteil,
ich sehe mehr als die anderen,
ich bin immer einen Schritt voraus.
Ich habe das Gefühl,
trotz all der unsicheren
Päckchen unterm Weihnachtsbaum,
dass ich das Richtige für
diese tolle Truppe,
die mich so manches Mal ärgert,
tue.

Ende für dieses Jahr!
Ich sage noch:
Wer was zu sagen hat,
sage es jetzt,
sagt nicht, ich habe dir
eine Email am 16. Dec geschrieben,
geht nicht davon aus,
dass ich sie je lesen werde.
Von meinen 500 ungelesenen Emails nach meinem Urlaub,
werde ich alle Dezember-Email ungelesen archivieren.
Das war‘s,
Merry Christmas!

Am Flughafen,
eine andere Welt.
Es steht dort ein Flügel,
an den sich jeder Berufene
und nicht Berufene setzen kann
und die Wartenden unterhalten.
Ich bin früh dran und
setze mich –
ganz gegen meine Gewohnheit –
in die Wartezone
neben den Flügel.

Mittelprächtige Darbietungen,
ein Kind,
dann schaue ich von meinem Smartphone auf
und lausche:
Ein öffentliches Konzert.
Das Notenheft liegt auf dem Klavier.
Ein grandioser Klavierspieler,
ein Bariton,
der italiensche Lieder singt,
untermalt von einem Männerchor,
der links vor mir steht,
in Mänteln und Handgepäck.
Ich versuche dies aufzunehmen,
die Größe des Augenblicks,
das Geschenk festzuhalten,
finde aber die App nicht,
die ich sonst nie brauche.
Ich spüre etwas Großes,
in diesem Augenblick.
Wie wunderbar, du Wunderbar!
Wie reich beschenkt bin ich doch
in meiner Erschöpfung
an diesem Tag!

Ich danke dir,
vertraue dir!
Du wirst mit uns sein!
Mein Email Postfach werde ich nicht mehr bearbeiten.
Ich habe das Gefühl, es ist den Einsatz nicht wert.
Weihnachtsurlaub!
Cut!

 Weihnachten