Früher oder später

Alle Völker, die du gemacht hast, werden kommen und vor dir anbeten, Herr, und deinen Namen ehren.
Psalm 86,9

Es wird dauern,
bis alle zu dir, o Gott,
gefunden haben.
Jedoch:
Sie werden kommen,
früher oder später.

Urgrund

Himmel und Erde sind dein, du hast gegründet den Erdkreis und was darinnen ist. Nord und Süd hast du geschaffen.
Psalm 89,12-13

Gott, du Urgrund von allem, was IST,
Gott, du unbegreifbare Dimension,
hinter unserem begrenzten Horizont,
Gott, du Ausgangspunkt und Ziel,
du wirkst unsichtbar in unser Wirken,
unfassbar und doch so nah!

Güte

Fülle uns frühe mit deiner Gnade, so wollen wir rühmen und fröhlich sein unser Leben lang.
Psalm 90,14

In der Elberfelder eine völlig andere Übersetzung mit anderem Sinn:

Sättige uns früh mit deiner Güte, so werden wir jubeln und uns freuen in allen unseren Tagen.

Sättige uns HERR mit deiner Güte,
dass kein Hunger nach Güter in uns aufkommt,
sondern dass dein Gut in uns wachsen kann,
hin zu deiner Güte.

Müllentsorgung

Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich’s meine. Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege.
Psalm 139,23-24

Mein Gott,
schaue in mein zugestelltes Herz und
hilf den Müll, den ich mitschleppe,
zu entsorgen.
Amen.

Lebenslagen

Kommt, lasst uns anbeten und knien und niederfallen vor dem HERRN, der uns gemacht hat.
Psalm 95,6

Ob ich gehe oder stehe,
falle, kniee oder liege,
Gott ist in jeder Lebenslage
bei mir.

Wege ins Neue Jahr

Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
Psalm 23,3

Gehe ich mit wachen Augen?
Oder schlafwandle ich?
Gehe ich mit Magendrücken?
Oder gehe ich mit Zuversicht?
Gehe ich aufs Geratewohl?
Oder gehe ich mit Gottvertrauen?

Wie immer ich gehe,
Gott führt mich den rechten Weg.
Das Vertrauen darauf,
gibt inneren Frieden.

Güte

Danket dem Herrn aller Herren, der allein große Wunder tut, denn seine Güte währet ewiglich.
Psalm 136, 3-4

Gottes Güte sind keine Wunder,
Gottes Güte ist,
uns zu unserer Güte zu führen.

Sonne

Euch, die ihr meinen Namen fürchtet, soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit und Heil unter ihren Flügeln.
Maleachi 3,20

Gottes Sonne scheint über uns.
Seine Sonne sehen,
heißt seine Wärme spüren
und die Heilung,
die sie bringt.

Zerbrochene Herzen II

Der HERR heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden.
Psalm 147,3

Zerbrochene Herzen,
zerschellt am Anderen,
zersplittert in tausend Scherben,
zermürbt an den eigenen Erwartungen,
scheibchenweise zerlegt,
selbst mitgeholfen,
sehend zugelassen,
zu spät die Notbremse gezogen.

Der HERR heilt, die zerbrochenen Herzens sind.

Der HERR ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind.
(Psalm 34, 19)

IQ

Gott gibt den Weisen ihre Weisheit und den Verständigen ihren Verstand.
Daniel 2,21

Intelligenz hat nichts mit Weisheit zu tun,
IQ nichts mit Verständigkeit.
Das klügste ist,
Intelligenz und IQ auszuschalten und
Gott einzuschalten.

Weihnachten

Wir wollen dem HERRN, unserm Gott, dienen und seiner Stimme gehorchen.
Josua 24,24

Weihnachten wäre für Gott,
wenn jeder aus ehrlichem Herzen sagen würde:

Ich will auf die Stimme des HERRN,
meines Gottes, hören und
meine Werke in seine Hände legen.

Bereitschaft

Der HERR sprach zu Mose: Wer hat dem Menschen den Mund geschaffen? Habe ich’s nicht getan, der HERR?
2.Mose 4,11

Das ist nur der halbe Vers. Nach Elberfelder heißt er:

Da sprach Jahwe zu ihm: Wer hat dem Menschen den Mund gemacht? Oder wer macht stumm oder taub oder sehend oder blind? Nicht ich, Jahwe?

Unsere Stummheit,
unser Nichtstun,
entschuldigen wir gern
mit unseren fehlenden Talenten.

Jedoch:

Wer macht stumm oder redend?
Wer macht taub oder hörend?
Wer macht bereit für Gottes Wort?

Nest

Der Storch unter dem Himmel weiß seine Zeit, Turteltaube, Kranich und Schwalbe halten die Zeit ein, in der sie wiederkommen sollen; aber mein Volk will das Recht des HERRN nicht wissen.
Jeremia 8,7

Bei Gott ist unser natürlicher Ort,
an den wir hingehören.
Machen wir es den Schwalben nach
und finden unser Nest.

 

 

Singt

David aber und ganz Israel tanzten mit aller Macht vor Gott her, mit Liedern, mit Harfen, mit Psaltern, mit Pauken, mit Zimbeln und mit Trompeten.
1.Chronik 13,8

Das Fest des Herrn.
Jauchzet mit Zimbeln,
singt in euch,
das allein zählt.

Ehrlichkeit

Eure Sünden haben des HERRN Angesicht vor euch verdeckt, so dass er nicht hört.
Jesaja 59,2

Welch eine Losung zu Heiligabend.
Anlass zur Reflektion,
den Krippenspielzirkus zu hinterfragen.

Ehrlichkeit an Heiligabend!
Nichts verbrämen,
was nicht ist.

Weihnachtsmärchen.
Wo ist Bethlehem?
Weihnachtskirchentheater

Hochmut

Ich streckte meine Hände aus den ganzen Tag nach einem ungehorsamen Volk, das nach seinen eigenen Gedanken wandelt auf einem Wege, der nicht gut ist. 
Jesaja 65,2

Hochmut oder –
in unseren Ohren positiver klingend –
gutes Selbstbewusstsein,
ist eine unserer Stärken,
aber auch eine Schwäche.

Der hochmütige Geist,
hört allein seine Stimme,
übertönt die Stimme der Wahrheit,
verpasst den Absprung.

Haustür

Unterdrückt nicht die Fremden, die bei euch im Land leben.
3.Mose 19,33

In der Elberfelder heißt es:

Und wenn ein Fremdling bei dir weilt in eurem Lande, so sollt ihr ihn nicht bedrücken. 

Ein Fremder ist jeder,
der nicht im Hause Gottes wohnt.

Bedrückt sie nicht.
Bedrängt sie nicht.
Bekehrt sie nicht.

Jeder muss selbst die Haustür finden.

Weihnachtsmahl

Wenn du den Hungrigen dein Herz finden lässt und den Elenden sättigst, dann wird dein Licht in der Finsternis aufgehen.
Jesaja 58,10

Aktiv und passiv wieder mal vertauscht. Ich bevorzuge die Elberfelder Übersetzung:

Wenn du deine Speise dem Hungrigen darreichst und die niedergedrückte Seele sättigst: so wird dein Licht aufgehen in der Finsternis, und dein Dunkel wird sein wie der Mittag. 

Satt wird man nicht von Christstollen und Weihnachtsgans,
satt wird man nicht, wenn man zu Weihnachten ausnahmsweise in die Kirche geht,
satt wird man nicht vom Heiligen-Schein unterm Weihnachtsbaum.

Gesättigt wird man, wenn man Gott sucht,
Gesättigt wird man, wenn man auf seine Stimme hört,
Gesättigt wird man, wenn man weiterträgt, was man verstanden hat.

Wenn man seinen Quell aus Gott speist,
gewinnt man die Kraft, andere zu speisen.
Dieses Weihnachtsmahl macht satt.