Gottes Ratschluss besiegt alle Grillen im Kopf ( Sprüche 19,21 )
Erstes Gebot
Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.
2.Mose 20,3
Die stärkste und die häufigste Botschaft in der Bibel,
das erste, wichtigste und vornehmste Gebot:
Du sollst keine anderen Götter neben mir haben!
Das gilt auch noch nach 3000 Jahren.
Gibt es auch nur einen, der bestehen kann?
Meine Burg
Gott ist ein Zufluchtsort in allen Lebenslagen ( Psalm 18,2 )
Ohrenbläser
Es gibt zweierlei Ohrenbläser.
Die Kunst besteht darin,
sein Gebläse beim falschen Ohrenbläser
auf Durchzug zu stellen
(Sprüche 18, 8)
Wortgleich: Sprüche 26, 22
https://www.bible.com/de/bible/58/pro.18.elb71
Ausgepokert
Du, HERR, du kennst mich, du siehst mich und prüfst, ob mein Herz bei dir ist.
Jeremia 12,3
Versteckspiel,
Lug und Trug,
Augenwischerei,
Falschheit,
Bigotterie:
Vor Gott ist ausgepokert,
da zählt nur noch das
wahre Herz.
Erwachen
Flieg, mein weiser Bruder, flieg
Mit innerer Freude habe ich auf das Jahr geblickt,
nicht wissend,
woher sie kommt.
Bisher hat das Neue Jahr nur Nackenschläge gebracht.
Beide habe ich vorausgesehen und
doch schmerzen sie unendlich,
wenn sie eintreten.
Heute hat mich mein weiser Bruder angerufen,
mein Bruder im Geist,
mein Bruder im Glauben,
mein Bruder im Leben.
Das Telefonat musste er sich abringen.
Ich habe keine Zeit,
hat er gesagt.
Er meinte damit,
das habe ich erst später verstanden,
er habe nicht mehr lange zu Atmen.
Ich habe es kommen sehen.
Und nun, wo der Augenblick nah ist,
rinnen mir die Tränen über das Gesicht.
Er hat mich begleitet,
ich habe ihn begleitet.
Gedanken ausgetauscht,
gemeinsam Gott gesucht,
Glaubenserfahrungen bestaunt,
ohne Scheu Dogmen überwunden,
gemeinsam verstanden,
gemeinsam gesehen,
wo andere blind sind,
wie mit keinem anderen geglaubt,
tiefer und tiefer,
weiter hinein in unbekanntes Land,
weiter Gott entgegen …
Mein weiser Bruder,
der Benediktinermönch,
hat sich heute von mir verabschiedet:
Ich werde mich eine ganze Weile nicht mehr melden.
Nein, ins Krankenhaus gehe er nicht.
Er ist 87 oder 88 Jahre,
ich weiß es nicht genau.
Er hat viele Brüder beim Sterben begleitet,
er hat viele gut und nicht gut sterben sehen,
das harte Leben hat ihn weise gemacht,
er weiß, wann es soweit ist und
Gott seine Tür aufmacht.
Ich danke dir für alles, hat er gesagt,
und eine ganze Reihe aufgezählt,
ich danke dir für alles,
was du mir gegeben hast.
Ich danke dir,
dass ich dich kennen durfte.
Das wollte ich dir noch einmal
direkt gesagt haben.
Seine Liebe und Zuneigung
floss mir entgegen.
Ich habe es kommen sehen.
Und nun, wo der Augenblick nah ist,
rinnen mir die Tränen über das Gesicht.
Er hat gehört,
wie ich die Fassung verloren habe,
ich konnte ihm noch tränenerstickt zurufen:
Bis irgendwann einmal!
Ja, bis irgendwann einmal,
hat er gesagt.
Wir beide wissen,
dass es so ist.
Und wenn nicht,
dann rufe ich wieder an.
Ich glaube, wir beide wissen,
dass wir zum letzten Mal
telefoniert haben.
Dann hat er schnell aufgelegt.
Nur nicht sentimental werden.
Ich habe es kommen sehen.
Und nun, wo der Augenblick nah ist,
rinnen mir die Tränen über das Gesicht.
Er wird sich schlafen legen,
er ist vorbereitet,
wir haben oft über den Tod,
über seinen Tod gesprochen.
Und darüber, dass der Tod
der Weg ins andere Leben ist.
Da sind wir beide ganz gewiss.
Mein weiser Bruder,
wie unendlich werde ich dich vermissen.
Ich hoffe und bete und glaube,
Gott schickt dir einen Engel
auf dem Weg in sein Reich;
dorthin, wo der große Atem ist,
du wieder Atem schöpfen kannst und
der Mensch aufatmen kann.
Und du,
befreit von deinem müden Körper,
befreit von engen Klostermauern
befreit von jeglicher Begrenzung,
befreit wird deine Seele fliegen wie ein Adler,
der seinen Horst findet.
Flieg, mein weiser Bruder, flieg!
Ich habe es kommen sehen.
Und nun, wo der Augenblick nah ist,
rinnen mir die Tränen über das Gesicht.
Das Böse
Auf böser Grundlage kann das Glück nicht gedeihen. (Sprüche 17, 13)
Ende der Wanderschaft
Kein Mensch im Land wird noch klagen, er sei von Krankheit und Schwäche geplagt; denn die Schuld des Volkes ist vergeben.
Jesaja 33,24
Und die Elberfelder übersetzt mit anderem Sinn:
Und kein Einwohner wird sagen: Ich bin schwach. Dem Volke, das darin wohnt, wird die Missetat vergeben sein. –
Wenn wir im Tempel Gottes wohnen,
in seiner Heiligen Stadt,
auf seinem Zionsberg,
an dem Ort,
den wir nicht beschreiben können,
aber zu dem wir hindrängen,
ist alle Wanderschaft
und alle Missetat
vergangen.
Zu meiner Rechten
Missetaten
Jeder Mensch kann für sich tun, was in seinem Vermögen liegt (Spr 16, 6)
Herrlichkeit
Der HERR spricht: Ich bin bei ihm in der Not, ich will ihn herausreißen und zu Ehren bringen.
Psalm 91,15
Und in der Elberfelder Übersetzung wieder einmal ganz anders:
Er wird mich anrufen, und ich werde ihm antworten, ich werde bei ihm sein in der Bedrängnis; ich werde ihn befreien und ihn verherrlichen.
Gott wird uns anrufen.
Gott wird uns antworten.
Gott wird unsere Bedrängnis lösen.
Gott wird uns befreien.
Gott wird uns herrlich machen.
Bibel Zwistigkeiten
Lieber Luther,
wie du sicher bemerkt hast, befasse ich mich verstärkt mit der Weisheitsliteratur der Bibel, mit den Sprüchen und Psalmen. Beides sind Schatztruhen für den Glauben. Die Inhalte können auch heute noch bestehen, sofern man sich nicht von kirchlichen Dogmen in seinem Blickfeld begrenzen lässt. So will ich dieses Jahr schauen, wohin mich diese Weisheitsliteratur führt, das ein oder andere mit dir teilen. Womit ich mich sicher nicht befasse, sind die Predigttexte für dieses Kirchenjahr. Episteln. Jede Woche lese ich und versuche, etwas aus ihnen herauszuziehen, was nicht Dogma ist, aber es gelingt nicht. So lasse ich diese Texte links liegen, ich brauche mich nicht selbstkasteien.
Wofür hat Jesus gestanden? Weiterlesen „Bibel Zwistigkeiten“
Heiliger Berg
Gottes Augen
Gottes Augen schauen alles, die gute wie die böse Tat (Spr 15, 3)
Morgenschein der Ewigkeit
Wer gerecht herrscht unter den Menschen, wer herrscht in der Furcht Gottes, der ist wie das Licht des Morgens, wenn die Sonne aufgeht.
2.Samuel 23,3-4
Wer weiß,
was er tut und
dass vor Gott
Bestand hat,
was er tut,
der vermittelt
den Morgenschein
der Ewigkeit.
Cassandra
Ich weiß, was ich weiß,
was ich eigentlich nicht wissen kann
und doch weiß.
Es gibt Tage,
da hasse ich dieses Wissen ,
es macht mir Angst,
weil abläuft, was ich weiß,
ich nur zuschauen kann und
weiß, dass es kommen wird,
wie ich weiß.
Geboren wie Cassandra,
leidend wie Cassandra,
sterbend wie Cassandra.
Ich hasse Cassandra.
Ich wollte,
ich wäre ihr nie begegnet.
Mein Freund, der Weihnachtsbaum
Habe heute den Weihnachtsbaum abgeschmückt.
Entblößt steht er in seiner welkenden Pracht.
Mein Freund, du leidest, du stirbst,
für uns, für unsere Freude.
In den vielen Jahren vorher,
hatte ich eine sehr
liebevolle Beziehung zu dir,
stundenlang geschmückt,
wie verzaubert auf dich geblickt,
mit deinem langsamen Tod gelitten.
Es will kein Weihnachtszauber mehr in mir aufkommen,
ich denke, vergangen für immer,
zu weit vorangeschritten,
zu viel erkannt,
Entzauberung.
Du bist ein heidnisches Symbol,
von Christen, wie so viele heidnische Symbole,
vereinnahmt,
Abwerbung.
Emotions-Opium für die Massen,
seit jeher,
als Werbemaßnahme 1419
von geschäftstüchtigen
Bäckern im Breisgau wieder entdeckt.
Im Nachhinein:
Geniale Werbestrategie.
Hat sich gehalten bis jetzt.
Die Kirchen haben sich
auf den fahrenden Zug gesetzt.
Mein vergangener Freund,
ich fürchte,
unsere Beziehung
ist zerrüttet
auf ewig.
Jedoch:
Weihnachten ist – eigentlich – längst vergessen,
ein Tag zum Gedächtnis von Adam und Eva,
zum Gedächtnis an Gott,
zum Gedächtnis, dass Gott uns geboren hat,
dass er mit uns den Baum des Lebens gepflanzt hat.
Vielleicht lässt sich auf der Basis,
ja unser Verhältnis wieder kitten.
Mein Freund, du Weihnachtsbaum,
bist tot,
für dieses Jahr.
Ich hoffe,
ich finde dich eines Tages wieder,
ich habe dich sehr geliebt.
Kein Verständiger
Alle sind abgewichen, da ist keiner, der Gutes tut (Ps 14,2-3)















