Meine Lehre triefe wie der Regen, und meine Rede fließe wie Tau, wie der Regen auf das Gras und wie die Tropfen auf das Kraut. 5.Mose 32,2
Ohne Regen kein Leben, zu wenig lässt das Leben verdorren.
Und Jehova sprach zu mir: Was siehst du, Jeremia? Und ich sprach: Feigen; die guten Feigen sind sehr gut, und die schlechten sehr schlecht, so daß sie vor Schlechtigkeit nicht gegessen werden können. JEREMIA 24,3
Feigen können gut und schlecht sein, unreif oder reif, verletzt oder ohne Schrammen. Eine äußerlich schlechte Feige kann sich als süß und wohlschmeckend entpuppen, eine andere äußerlich schöne als fade oder gar nicht genießbar. Aus der Hülle kann man nicht auf das Innere schließen. Der Mensch schaut oft nur auf Äußerlichkeiten und bekommt schlechte Kost, Gott schaut nur ins Innere. Lernpotenzial für den Menschen.
Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen; denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht. MATTHAEUS 11,29-30
An Sanftmut und Demut fehlt es uns mitunter, auch wenn es nur unter der Oberfläche dampft. Die Aussicht auf Seelenruhe nimmt den Dampf aus dem Kessel. Wir müssen uns dessen nur bewusst sein, wenn wir spüren dass der Druck steigt. Dann können wir abwägen, was wir vorziehen. Dieses Joch sollten wir auf uns nehmen.
Er verwandelt den Sturm in Stille, und es legen sich die Wellen. PSALM 107,29
Das Wetter ist wechselhaft, herbstlich, Sturmböen vor Regenschauern. Ich habe meine Brille verloren. So genau will ich gar nicht mehr hinsehen und es bezieht sich nicht nur auf das Wetter.
Und im Sturm ist plötzlich Stille und es legen sich die Wellen. ER gebietet jedem Wetter.
Wenn ihr willig seid und höret, so sollt ihr das Gute des Landes essen. JESAJA 1,19
In einer Zeit, in der auf vielen Kanälen kommuniziert wird, Wahrheit von Lüge schwer zu unterscheiden ist, Schreihälse die leisen Töne überlagern, für ein Bonmot der Anstand auf der Strecke bleibt, muss man die Ohren zuklappen, um Gottes Wort noch zu hören.
Wenn ein Baum nach Süden oder nach Norden fällt: an dem Orte, wo der Baum fällt, da bleibt er liegen. PREDIGER 11,3
Es gibt Richtungsentscheidungen im Leben, die sind nicht rückgängig zu machen. Manche treffen wir bewusst, in andere stolpern wir hinein. Ob sie uns zu Fall bringen, wissen wir erst ganz am Ende. Gottvertrauen hilft, sie zu meistern.
Und es geschah, als Gott mich wandern ließ aus meines Vaters Hause, da sprach ich zu ihr: Dies sei deine Güte, die du mir erweisen mögest; an jedem Orte, wohin wir kommen werden, sage von mir: Er ist mein Bruder. 1 MOSE 20,13
Andere dazu anzustiften, die Unwahrheit zu sagen oder die Wahrheit zu verschweigen, ist nicht nur unredlich, es ist Verführung zur Lüge, die das Verhältnis zu den Brüdern und Schwestern vergiftet.
Jener war die brennende und scheinende Lampe; ihr aber wolltet für eine Zeit in seinem Lichte fröhlich sein.
JOHANNES 5,29
Charismatische Menschen ziehen andere Menschen an wie ein Magnet, werden von ihren Jüngern zu falschen Göttern erhoben. Oft entpuppen sie sich mit der Zeit als Teufel. Jegliche Art von Vergötterung ist eine Verirrung.
Und der Mensch sprach: Das Weib, das du mir beigegeben hast, sie gab mir von dem Baume, und ich aß.
1.Mose 3,12
Adam und Eva haben nicht auf Gott gehört. Danach gefragt, schiebt Adam die Schuld Eva zu und Eva der Schlange. Gott lässt sich nicht hinters Licht führen.
Wir können uns nicht hinter dem anderen verstecken, uns mit dem anderen oder den Umständen entschuldigen. Jeder steht genau für das, was er tut oder denkt. Gott lässt sich nicht hinters Licht führen.
Und die Raben brachten ihm Brot und Fleisch am Morgen, und Brot und Fleisch am Abend, und er trank aus dem Bache.
1.Könige 17,6
Das Leben spielt nicht immer nach Idealvorstellungen. Der Mensch ist anpassungsfähiger als man denkt. Das Zutrauen zu Gott lässt einen mit den Dingen zufrieden sein, so wie sie im Augenblick sind. Für manchen überraschend, sinkt damit nicht die eigene Lebensqualität, sondern sie steigt. Das Brot des Lebens versorgt uns mit dem, was lebenswichtig ist. Mehr brauchen wir nicht.
Und das Wild geht in sein Versteck und bleibt in seinen Höhlen.
Hiob 37,8
Manchmal würden wir uns gerne wie Tiere in unserem Bau verstecken. Nichts sehen, nichts hören, nur unsere Ruhe haben. Unsichtbar werden wir dadurch nicht.
Gott sieht uns in der dunkelsten Höhle und das ist gut so. Er stößt die Fensterläden auf, damit sein Licht in uns einfließen kann.
Wer Ohren hat zu hören, der höre!
Markus 4,9
Zuhören ist eine Kunst. Ohne zu unterbrechen, ohne die eigenen Gedanken nebenher abschweifen zu lassen, den anderen seine Gedanken zu Ende bringen zu lassen, die eigene Ungeduld mit dem anderen zu zügeln, weil man denkt zu wissen, was der andere sagen wird, ohne das Gehörte nicht gehört in den inneren Papierkorb wandern zu lassen, gleich im Ansatz abzuhaken.
Eine Wertschätzung und Achtsamkeit, die wir oft gerade den Nächsten nicht (mehr) entgegenbringen, weil man in jahrzehntelangem Alltags-Hören den anderen gerne überhört. Wer Ohren hat zu hören, der höre!
Und er sprach zu ihnen: Wie seid ihr so furchtsam? Wie, daß ihr keinen Glauben habt? Markus 4,40
Um im Auge des Sturms zu stehen, braucht es nicht unbedingt einen Hurrikan. Berufliche Probleme, eine schwere Krankheit bei einem selbst oder bei einem nahen Angehörigen, Verlorenheit im Sturm des Lebens lassen einen ängstlich und verzagt werden.
Fürchtet euch nicht, denn ich bin bei euch alle Tage!
Glaube hilft,
Glaube macht das Leben leichter.
Das Himmelslicht leuchtet auch im Sturm!
Der Faule stirbt über seinem Wünschen; denn seine Hände wollen nichts tun.
Sprüche 21,25
Wächst aus jeder Zucchiniblüte eine Zucchini? Sicher nicht, wenn ich in Gedanken schon am Kochtopf stehe und darüber vergesse, die Pflanze zu gießen.
So ist es mit den Wünschen. Sie sind auf ein Soll gerichtet, von dem nicht sicher ist, dass es erreicht wird. Sich in Tagträumen zu verlieren, lenkt vom Hier und Jetzt ab, vergeudete Zeit und Energie. Das Leben spielt im Augenblick.
Mein eigener Weinberg ist vor mir.
Hohelied 8,12
Ein Weinberg will gepflanzt sein, die Reben müssen wachsen, man sagt, je älter der Weinstock, desto besser der Wein. Qualität braucht das Alter. Richtig gute Rebstöcke haben manchmal über 50 Jahre auf dem Buckel. Mit der Zeit wachsen sie bedächtiger. Wachsen reicht nicht, der Weinberg und die Weinstöcke wollen gepflegt sein, damit sie nicht verunkrauten.
So der Mensch. Jeder in seinem eigenen Weinberg. Ob er Früchte trägt, liegt beim Winzer.
Guter Gott,
Ein Täufling klopft bei Dir an.
Wir bitten Dich,
lass ihn gedeihen unter Deinem Schirm,
sei ihm in den Wechselfällen seines Lebens
Stecken und Stab,
sei ihm guter Hirte,
damit er zu Dir findet,
Dich nie verliert und sich nie verirrt,
gewähre ihm Schutz und Zuflucht ein Leben lang
und lass ihn ein Segen sein,
behütet und geleitet von Deinem Segen.
Behüte mich wie einen Augapfel im Auge, beschirme mich unter dem Schatten deiner Flügel
Psalm 17, 8
Der Taufspruch meiner Enkelin.
Gott ist mit uns.
Er behütet seine Schafe,
die oft zu intellektuell sind,
um dies zu erkennen.
Er bewahrt unsere Seele,
auch wenn wir meinen,
keine Seele zu haben.
Er beschirmt uns,
wenn wir uns Regen
und Gewitter aussetzen.
Er beschützt uns,
auch wenn wir
uns über seinen Schutz
erheben.
Der Allumfassende umfasst uns umfassend.
Auch wenn wir dastehen wie ein begossener Dackel.
Darum gehet hin und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.
Matthäus 28, 19-20
Am Sonntag wird meine Enkelin getauft. Mein Sohn fragte mich, ob ich bei der Taufe das Missionsgebot lesen würde.
Seit langem habe ich wieder die Bibel aufgeschlagen. Die zwei Verse haben mich angesprungen. Sie haben mich ergriffen.
Für mich selbst völlig unerwartet schreibe ich wieder. Gott sucht sich seinen Weg, greift einen auf, wann und wo ER will.