Herzensgebote

Mose sprach: Siehe, ich lege euch heute vor den Segen und den Fluch: den Segen, wenn ihr gehorcht den Geboten des HERRN, eures Gottes, die ich euch heute gebiete; den Fluch aber, wenn ihr nicht gehorchen werdet den Geboten des HERRN, eures Gottes.
5.Mose 11,26-28

Die Gebote, die Gott uns gibt,
sind keine schwarzen Buchstaben auf weißem Papier.
Was Gott uns gebietet,
steht in unserem Herzen.
Was wir dort lesen, lenkt uns mit Segen,
Warnungen vor Irrwegen inklusive.

Wege

Deine Augen stehen offen über allen Wegen der Menschenkinder.
Jeremia 32,19

Jeder muss seinen eigenen Weg gehen,
die Augen offenhalten oder wegsehen,
muss tun oder lassen,
es gibt soviele Wege, wie Menschen.
Auch zu Gott gibt es direkte Wege und Umwege,
aber immer nur den Weg über einen selbst.

Gotteslob ohne Lobeshymnen

Wohl denen, die in deinem Hause wohnen; die loben dich immerdar.
Psalm 84,5

Gott lebt in uns,
belebt unser Leben jeden Tag,
öffnet Blick und Weg für
ein in ihm gelebtes Leben.

Lebendig gelebtes Gotteslob
braucht keine Lobeshymnen.

Glaubensgröße

Ich komme, um alle Völker und Zungen zu versammeln, dass sie kommen und meine Herrlichkeit sehen.
Jesaja 66,18

Ich sehe euch alle, spricht der HERR,
eure Gedanken und Werke,
seien sie hell oder dunkel,
klein oder groß,
treu oder untreu,
dumm oder weise.

Es kommt der Tag,
an dem ihr vor mir stehen werdet und
ihr werdet erkennen,
was ihr nicht glauben wolltet.

Wehe den Hirten

Wehe den Hirten, die sich selbst weiden! Sollen die Hirten nicht die Herde weiden?
Hesekiel 34,2

Menschensohn, sage den Hirten, so spricht der HERR:

Wehe den Hirten, die sich selbst weiden.
Wehe den Hirten, die mich zum Götzen machen.
Wehe den Hirten, die mein Volk in die Irre führen.
Wehe den Hirten, die sich über mich erhöhen.
Wehe den Hirten, die keine Hirten sind.

Hirten!

Reisegebet

Eile, mir beizustehen, Herr, du meine Hilfe!
Psalm 38,23

Verlass mich nicht, o Gott, und sei mir nah,
ebne die Gebirge, die sich vor mir auftürmen,
stütze mich, wenn ich am lahmen bin,
fang mich auf, wenn ich in Wassern versinke,
lass mich nicht von einer Klippe stürzen,
rette mich, wenn mein Kompass versagt.

Ausgespuckt

Du hast mein Leben aus dem Verderben geführt, HERR, mein Gott!
Jona 2,7

Das Leben verschlingt uns,
nur mit Gott spuckt es die Dunkelheit aus
und bringt uns ans Licht.

Segen

Der HERR behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele.
Psalm 121,7

Gott behüte deinen Morgen,
Gott behüte deinen Abend,
Gott behüte deinen Tageslauf.

Gott behüte deine Werke,
Gott behüte deine Stärke,
Gott bleibe dein Gedanke.

Von nun an, bis in Ewigkeit.

Entfremdung

Wie ein Einheimischer soll euch der Fremde gelten, der bei euch lebt.
3.Mose 19,34

Wir sind Wanderer durch die Zeit,
uns gegenseitig fremd,
und in der Entfremdung uns nah.

Fremdling

Du sollst den Fremden lieben wie dich selbst.
3.Mose 19,34

Fremdling bin ich,
im eigenen Land,
Eingeboren und doch von einem anderen Land.

Ob Fremdling oder nicht,
hat nichts mit menschlicher Geburt zu tun,
sondern mit göttlicher.

Der Mensch,
solange er menschlich lebt,
ist aus seiner Natur heraus ein Fremdling in fremden Land.

Geist

In deine Hände befehle ich meinen Geist; du hast mich erlöst, HERR, du treuer Gott.
Psalm 31,6

In deine Hände, o Gott,
lege ich meinen Geist und
du legst deinen
Geist in mich.

Herzensschrift

Diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden.
5.Mose 6,6-7

Werde nicht müde, zu erzählen,
was in dein Herz geschrieben ist.
Jedes Wort, jeder Blick, jeder Gedanke zählt.

Gedeckter Tisch

Der HERR wird dich immerdar führen und dich sättigen in der Dürre.
Jesaja 58,11

Beständig wird der HERR dich nähren,
er wird deine Seele aus seiner Quelle tränken,
er wird dich stärken, wenn dein Leib schwächelt,
er wird dich stark machen, wenn du schwach bist.
Er bereitet dir einen gedeckten Tisch,
du musst nur daran Platz nehmen.

Achterbahn der Emotionen

Sei nun wieder zufrieden, meine Seele; denn der HERR tut dir Gutes.
Psalm 116,7

Sei nun wieder zufrieden, meine Seele, den der HERR tut dir Gutes.
Die Betonung liegt auf dem „Wieder“.
Der Mensch in seinem unbeständigen Auf und Ab
ist ein Gefangener seiner Emotionen,
die mit uns Achterbahn fahren,
in schneller Bewegung,
wir immer Halt suchend.

Gottes Hand

Der HERR, unser Gott, verlasse uns nicht und ziehe die Hand nicht ab von uns.
1.Könige 8,57

Ohne Gottes Hand sind wir haltlos.

O Gott,
halte mich an deiner leitenden Hand,
berge mich in deiner schützenden Hand,
ziehe mich zu dir mit deiner rettenden Hand.
Amen.

Inneres Wort

So spricht der HERR: Ein Weiser rühme sich nicht seiner Weisheit, ein Starker rühme sich nicht seiner Stärke, ein Reicher rühme sich nicht seines Reichtums. Sondern wer sich rühmen will, der rühme sich dessen, dass er klug sei und mich kenne.
Jeremia 9,22-23

Wer sich rühmen will,
der rühme sich:

Einsicht zu haben
und mich zu erkennen.

Erkennen,
am inneren Wort.

Passt wieder einmal:
Äußeres und inneres Wort

An einem fernen Tage

Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen.
Jeremia 31,31

An jenem fernen Tage,
wenn wir den Bund des Lebens mit Gott schließen,
wird sein Wort in unser Herz geschrieben sein.

Niedrigkeit

Gott hat mein Elend und meine Mühe angesehen.
1.Mose 31,42

Gott sieht meine Niedrigkeit
und seine Hand zieht mich
aus ihr heraus,
hin zu ihm.

Finsternis

Wer in der Finsternis geht und wem kein Lichtstrahl scheint, der vertraue auf den Namen des HERRN!
Jesaja 50,10

Ich sagte zu dem Engel, der an der Pforte zum Morgen stand:
Gib mir ein Licht, damit ich sicheren Fußes in die Ungewissheit gehen kann!
Er antwortete:
Geh nur in die Dunkelheit und lege deine Hand in Gottes Hand. Das ist besser als ein Licht und sicherer als ein bekannter Weg.

(nach einer chinesischen Überlieferung)

Immer wieder wahr!
https://deborrahs.com/2013/03/06/gottes-hand-2/