Leben und leben lassen

Und in deinem Weinberg sollst du nicht nachlesen, und die abgefallenen Beeren deines Weinbergs sollst du nicht auflesen; für den Elenden und für den Fremden sollst du sie lassen. Ich bin der HERR, euer Gott.
3.Mose 19,10

Leben können und leben lassen.
Eine Gemeinschaft zeigt ihre Größe darin,
wie sie mit ihren Ärmsten umgeht.

Babel

Ja, erhebt nun das Banner gegen die Mauern von Babel, macht stark die Wachen, bestellt Wächter, legt einen Hinterhalt! Denn der HERR hat sich’s vorgenommen und wird’s auch tun, was er gegen die Einwohner von Babel geredet hat.
Jeremia 51,12

Die Mauern bauen,
begreifen nicht,
dass sie sich selbst einmauern.

Gott hat es geredet und wird es auch so tun.

Ich schäme mich

Mein Gott, ich schäme mich und scheue mich, meine Augen aufzuheben zu dir, mein Gott; denn unsere Missetat ist über unser Haupt gewachsen, und unsere Schuld ist groß bis an den Himmel.
Esra 9,6

Lügen sind präsidial geworden,
die Menschen laufen Unterdrückern nach,
Hassparolen und gegenseitige Missachtung in den sozialen Medien
und offiziell auf Pressekonferenzen.
Alle Schranken des Anstandes sind gefallen,
hemmungslos die Menschheit.

Mein Gott,
ich schäme mich,
dass die Menschen so abgefallen sind von dir
und dabei auf die Bibel schwören,
deinen Namen in den Mund nehmen und
rücksichtslos alle aus dem Weg räumen,
die ihren Interessen im Weg sind.
Ja, ich schäme mich, o Gott, zu dieser Spezies zu gehören.

Nacktheit

Bringt nun der Buße würdige Früchte; und beginnt nicht bei euch selbst zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater!
Lukas 3,8

Im Glauben,
in seiner Beziehung zu Gott,
kann man sich auf nichts berufen,
als sich selbst.

Man kann sich hinter
keiner Religion,
keiner Kirche,
keinen Gurus,
keinem Atheismus
verstecken.

Vor Gott steht jeder nackt.

Gräben

Und ihr werdet erkennen, dass ich der HERR bin, wenn ich eure Gräber öffne und euch aus euren Gräbern heraufkommen lasse als mein Volk. Und ich gebe meinen Geist in euch, dass ihr lebt, und werde euch in euer Land setzen. Und ihr werdet erkennen, dass ich, der HERR, geredet und es getan habe, spricht der HERR.
Hesekiel 37,13-14

Der Mensch zweifelt, hadert, bis ins Grab.
Mit Gott leben wir, auch nach dem Sterben,
sein Geist belebt unseren Geist.

Auch die Unverständigen werden das erkennen,
an dem Tag,
der nicht mehr in Menschenhand liegt.

Gott führt uns selbst aus dem Grab –
und unseren Gräben – heraus,
Jede Dunkelheit überwinden wir mit ihm.

 

 

Fehlende Einsicht

Die Weisheit nun, woher kommt sie, und wo denn ist die Fundstätte der Einsicht? Verhüllt ist sie vor den Augen alles Lebendigen, und vor den Vögeln des Himmels ist sie verborgen.
Hiob 28,20-21

Wo ist die Fundstätte der Einsicht?

Nicht bei den Menschen,
sie reißen,
was sie gebaut haben,
immer wieder ein,
weil die Einsicht fehlt,
dass sie sich selbst schaden.

Das Wehklagen wird in den Ohren gellen,
wenn sie anfangen zu spüren,
was sie getan haben.

Es

So spricht der HERR, der es tut, der HERR, der es bildet, um es festzusetzen, Jahwe ist sein Name: Rufe mich an, dann will ich dir antworten und will dir Großes und Unfassbares mitteilen, das du nicht kennst.
Jeremia 33,2-3

Gott tut „es“.
Gott bildet „es“
Gott setzt „es“ fest.

„Es“ ist das Sein allen Seins,
so, wie „es“ ist.

Wie bitte?
Rufe Gott an,
wenn er antwortet
weißt du,
was „es“ ist.

Dürrezeiten

Denn so spricht der HERR, der Gott Israels: Das Mehl im Topf soll nicht verzehrt werden, und dem Ölkrug soll nichts mangeln bis auf den Tag, an dem der HERR regnen lassen wird auf Erden.
1.Könige 17,14

Selbst in Dürrezeiten,
wenn das Wasser knapp wird
und unsere Saat austrocknet:
Gott findet einen Weg,
unsere Energiespeicher aufzufüllen.

Wir werden uns in den kommenden Jahren
immer wieder daran erinnern müssen,
wenn wir am Verzweifeln sind.

Hausbau

So sieh nun zu, denn der HERR hat dich erwählt, dass du ein Haus baust als Heiligtum. Sei getrost und mache es!
1.Chronik 28, 10

Gott erwählt jeden einzeln,
um an seinem Haus zu bauen.
Tun müssen wir es selbst.

Gestaltungsspielraum

Wenn du Gott suchst, wird er sich von dir finden lassen; wenn du ihn aber verlässt, wird er dich verwerfen für ewig.
1.Chronik 28,9 (Satz 3)

Es liegt bei jedem einzelnen,
sein Verhältnis zu Gott zu gestalten.
Zum Guten wie zum Schlechten.

Verräterische Gedanken

Denn der HERR erforscht alle Herzen, und alles Streben der Gedanken kennt er!
1.Chronik 28,9 (Satz 2)

Die Gedanken sind frei,
aber auch verräterisch.
Gott nimmt zur Kenntnis.

Halbstark

Und du, mein Sohn Salomo, erkenne den Gott deines Vaters und diene ihm mit ungeteiltem Herzen und mit williger Seele!
1.Chronik 28,9 (Satz 1)

Wenn man Gott nur halb dient, weil man andere Prioritäten setzt, ihn nur halb liebt, weil man so manches andere auch oder noch mehr liebt, ihm nur halb folgt, weil man seinem eigenen Kopf mehr traut, ihn nur halb akzeptiert, so wie er sich darstellt, ist man wie ein Halbstarker, bei dem der Schein größer ist als das Sein. Die Enttäuschung folgt bei der ersten Bewährungsprobe auf den Fuß.

Vergesslichkeit

Sie vergaßen seine Taten und Wunder, die er sie hat schauen lassen.
Psalm 78,11

Wenn es dem Menschen schlecht geht,
fleht er zu Gott um Hilfe.
Sobald es ihm besser geht,
neigt er dazu, zu vergessen,
woher die Besserung kommt.

Schuld

Auch wenn du dich mit Natron wüschest und viel Laugensalz nähmst; schmutzig bleibt deine Schuld vor mir, spricht der Herr, HERR
Jeremia 2,22

Gott sieht alles,
Gott hört alles,
man kann ihn nicht belügen,
man kann ihn nicht betrügen.
Man kann Schuld einsehen.
Man kann Schuld bekennen.
Man kann bereuen.
Der Ausgang, liegt allein in Gottes Hand.

Hirngespinste

So spricht der Herr, Herr: Wehe den törichten Propheten, die ihrem Geist nachgehen und dem, was sie nicht gesehen haben.
Hesekiel 13,3

Hirngespinste,
was Gott ist,
gibt es viele.
Geistreich sind sie nicht.

Ich bin Gott

Und ihr seid meine Zeugen, spricht der HERR; ich bin Gott.
Jesaja 46, 12

An jedem von uns zeigt Gott,
dass er Gott ist,
wir müssen das Göttliche in uns
nur zum Wirken kommen lassen.

Misserfolge

Siehe, glücklich ist der Mensch, den Gott zurechtweist! So verwirf (denn) nicht die Züchtigung des Allmächtigen!
Hiob 5, 17

Mehr als mit den Erfolgen,
wächst man mit den Misserfolgen,
am meisten wächst man,
wenn Gott unseren Weg korrigiert.

Im Sturm des Lebens

Weil ihr euch von der Nachfolge des HERRN abgewandt habt, wird der HERR nicht mit euch sein.
4.Mose 14, 43

Man kann mit Gott
seiner Wege ziehen
oder ohne.

Ohne Gott steht man
alleine im Sturm des Lebens!

Beziehungen

Der HERR sprach: Und es soll geschehen, von wem ich dir sagen werde: Dieser soll mit dir gehen! – der soll mit dir gehen. Und jeder, von dem ich dir sagen werde: Dieser soll nicht mit dir gehen! – der soll nicht gehen.
Richter 7,4

Richtige Entscheidung oder Fehlentscheidung?
Guter Arbeitgeber oder menschenverachtende Organisation?
Echte Freunde oder falsche Freunde?
Richtiger Partner oder Illusion?
Verlässlich oder untreu?
Ewig oder Zwischenspiel?

Wir begegnen vielen Menschen,
gehen jeden Tag neue Beziehungen zu ihnen ein.
Auf was setzen wir?
Auf was basiert unsere Entscheidung
für oder gegen etwas oder jemanden?

Unter allen Beziehungen sind nur wenige,
eigentlich gar keine, die ewig hält,
außer der Beziehung mit Gott,
sofern sie uns wichtig und heilig ist.

Die Menschen, meine Alltagsbeziehungen,
sind ein Widerhall des Einklangs mit Gott.
Solange ich rebelliere, innerlich oder äußerlich,
bin ich nicht im Einklang mit ihm.

Im Eifer des Gefechts

Und siehe, das Wort des Herrn (geschah) zu ihm, und er sprach zu ihm: Was tust du hier Elia? Und er sagte: Ich habe sehr geeifert für den HERRN, den Gott der Heerscharen.
1.Könige 19,9:10

Im sprichwörtlichen Eifer des Gefechts
verrennen wir uns gern,
sind unüberlegt,
nicht gerecht,
aber was gesagt ist,
ist gesagt,
was getan ist,
ist getan,
was versäumt wurde,
ist versäumt.

Die Zeit lässt sich nicht zurückdrehen.

Gott sagt:
Stelle dich
mit deiner Last vor mich,
lass dich von nichts abhalten,
bekenne dich,
sei geduldig
mit dir und mit mir,
und wenn du das Säuseln meines Windes hörst,
gehe furchtlos weiter den Weg,
den ich vor dir auftue.

(nach 1.Könige 19, 11:15)