HERR, du dämpfest der Tyrannen Siegesgesang.
Jesaja 25,5
Du dämpfst, o Gott, der Tyrannen Siegesgesang.
Diese Verheißung, dieses Versprechen, dieser Glaube
lässt durchhalten, angesichts
des Mordens,
der Profitgier,
des Fanatismus,
der Falschheit,
des Elends
in dieser Welt.
Langsam kriecht die Müdigkeit in mir hoch.
das Korn gesät,
gehegt,
gewachsen,
die Ernte beinahe eingefahren.
Es drohen Herbststürme,
woher die Kraft nehmen,
ihnen zu trotzen?
Das Leben zieht sich langsam in die Muttererde zurück,
mich im Schlepptau,
gern würde ich folgen,
doch auf mein Feld blickend, weiß ich,
dass es noch nicht bereitet ist für den Winter.
Ein tiefer Seufzer entringt sich meiner Brust.
Leben ist ein hartes Stück Arbeit.
Ein paar Menschen treffen sich zu einem Gregorianik-Workshop.
Stimmbildung, Singen, Reden, gemeinsam Essen, Singen.
Zum Abschluss der Höhepunkt eines jeden Workshops: die Vesper.
Wie immer, dichte Fülle, reiche Augenblicke.
Bei dem HERRN findet man Hilfe. Dein Segen komme über dein Volk!
Psalm 3,9
Und wenn du müde bist und denkst,
du seist mit deiner Kraft am Ende,
der Mut fehlt,
keine Perspektive dich belebt,
so achte auf den Wind,
der schmeichelnd dich umfängt,
und neues Leben in dich bringt.
Wir verkündigen dem kommenden Geschlecht den Ruhm des HERRN und seine Macht und seine Wunder, die er getan hat.
Psalm 78,4
Gott will gelebt sein.
Sein Ausstrahlen
wärmt den,
der in seine Nähe kommt,
so dass er seine Anwesenheit spürt,
auch wenn er ihn nicht sieht,
nicht hört, nicht begreift.
Gott lebt und wirkt.
Durch wen,
ist sein Geheimnis.
Party zum 18.Geburtstag meines Sohnes.
50 Gäste waren erwartet worden.
Im Garten hatte er ein Zelt aufgebaut,
den Wohnraum für die Party geöffnet.
Meine Erschöpfung war gestern tatsächlich so groß,
das mich keine Erschütterung und kein Party-Lärm mehr
für ein paar Stunden vom Schlafen abhalten konnten.
Die Erde ist krank,
der Mensch ist krank,
Der Mensch krankt an sich selbst.
Wieso setzen sich die Menschen
in Massen in Bewegung?
Haben sie eine Zukunft,
dort, wo ihre Heimat ist?
Wer hat ihnen die Zukunft genommen?
Hat man sie gefragt?
Hat man sie gehört?
Hat man ihre Interessen berücksichtigt?
Wer hat verdient auf ihre Kosten?
Wer hat ihre Zukunft ruiniert?
Wer verdient immer noch auf ihre Kosten?
Wer verdient am Krieg?
Wer will seine politische
und ökonomische Macht erhalten?
Wer sät Hass?
Wer spielt sich als Gott auf?
Wer macht Menschen zum
Spielball wohl kalkulierter Interessen?
Wieso verändert sich das Klima?
Wieso wird Wasser knapp?
Wieso veröden ganze Landstriche?
Wieso schmilzt das Poleis?
Wieso steigen die Meeresspiegel?
Wieso werden viele Menschen
buchstäblich untergehen,
wenn sie sich nicht in Massen
in Bewegung setzen werden?
Wieso verschließen wir die Augen?
Wieso wiegeln wir ab?
Was denken wir, was mit den Menschen
passiert, die in Regionen wohnen,
die, dank unserer Mithilfe,
dem Untergang geweiht sind?
Viele Menschen haben keine Alternative,
auch wir haben ihnen die Alternative geraubt,
indem wir in unseren Geldbeutel schauen
und auf ihre Kosten sparen wollen.
Am Ende wird das für alle sehr teuer.
Denken wir,
die Menschen dulden einfach ihren Untergang?
Denken wir,
sie lassen sich wie Schlachtlämmer zur Schlachtbank führen?
Denken wir,
wir können Mauern bauen,
Stacheldrahtzäume errichten,
Gewehre auf sie richten,
um sie aufzuhalten?
Gewalt gegen diejenigen,
die ihre Heimat verlassen müssen,
ist keine Alternative.
Menschen ohne Perspektive lassen sich nicht aufhalten,
sie haben außer ihr Leben,
das kein Leben ist,
nichts zu verlieren.
Bewegung ist gefragt,
auch unsere Bewegung.
Wenn wir uns nicht bewegen,
werden wir bewegt –
und plötzlich sind wir diejenigen,
die in Not sind.
Wer hilft uns dann?
Dein Volk spricht: »Der HERR handelt nicht recht«, während doch sie nicht recht handeln.
Hesekiel 33,17
Der Mensch schwingt sich gern in Höhen auf,
in denen ihn der Schwindel ergreift.
Er vertraut seiner vermeintlichen Intelligenz und beweist damit,
dass IQ nichts mit Weisheit zu tun hat und
stürzt ab.
Es berührt mich immer sehr,
wenn ich Geschichten lese
von Kindern und Jugendlichen,
die einen hoffnungslosen Kampf kämpfen,
aber immer ein großes Kämpferherz haben.
Und was auch berührt ist,
dass der Glaube hilft,
das Unabänderliche zu tragen,
wenn auch nicht zu verstehen.
Den Kindern und den Eltern.
Am Ende unseres Lebens finden
wir zurück zu der inneren Weisheit,
mit der wir geboren werden,
die uns aber das Leben schnell raubt.
Das innere Wissen obsiegt am Ende,
besiegt jede Krankheit,
hilft beim Tragen.