Kleine Brötchen

Der Schlaf des Arbeiters ist süß, mag er wenig oder viel essen; aber der Überfluss des Reichen lässt ihn nicht schlafen.
Prediger 5,12

Diejenigen, die den Hals nicht voll kriegen,
müssen immer davor Angst haben,
dass ihnen ein großer Bissen im Hals stecken bleibt.
Wer kleine Brötchen bäckt,
hat diese Sorge nicht.

Pfeiler

Gedenke, dass mein Leben ein Hauch ist!
Hiob 7,7

Unser Leben schwindet dahin,
mal mit mehr,
mal mit weniger Mühsal.
In Erdenzeit sind wir nicht mal ein Hauch,
in Gotteszeit ein Pfeiler.
Unsere Bedeutung definiert sich vor Gott allein.

Behüte

Nicht wird der Gerechte sich fürchten vor böser Kunde; fest ist sein Herz, vertrauend auf Jehova.
Psalm 112,7

Das Leben läuft nicht immer rund.
Die bösen Überraschungen
bleiben nicht aus.
Selbst im Schweren,
ist Gott jeden Tag da,
hilft dir, dass das Schwere
nicht noch schwerer wird,
behütet dich vor weiterem Unheil,
das, wenn es schlecht läuft,
jederzeit zusätzlich hereinbrechen kann.
Und selbst dann ist Gott da.
Herr,
behüte vor weiteren Prüfungen,
behüte meine Wege,
wohin immer sie führen!

Schafsköpfe

Eure Worte sind trotzig gegen mich gewesen, spricht Jehova. Und ihr sprechet: Was haben wir miteinander wieder dich beredet?
Maleachi 3,13

Gott täuschen wir nicht.
Unrecht zu tun,
aber sich wie Unschuldslamm darzustellen,
funktioniert bei und vor ihm nicht.
Nur Schafsköpfe glauben das.

Ausgenutztwerden

Denn wenig war, was du vor mir hattest, und es hat sich ausgebreitet zu einer Menge, und Jehova hat dich gesegnet auf jedem meiner Tritte; und nun, wann soll ich auch für mein Haus schaffen?
1.Mose 30,30

Man kann viel für andere tun,
sich zurückstellen,
sich aufopfern,
aber irgendwann
muss man auch für sich selbst sorgen,
sonst wächst das Gefühl
des Ausgenutztwerdens
und verbreitet sich als inneres Gift.

Frieden

Den festen Sinn bewahrst du in Frieden, in Frieden; denn er vertraut auf dich.
Jesaja 26,3

Nur wer in Frieden mit sich ist,
kann auf Gott vertrauen
und in Frieden bleiben,
auch wenn es um einen herum
unruhig wird.

Baustein

Und Elia nahm zwölf Steine, nach der Zahl der Stämme der Söhne Jakobs, zu welchem das Wort Jehovas geschehen war, indem er sprach: Israel soll dein Name sein! Und er baute von den Steinen einen Altar im Namen Jehovas.
1.Könige 18,31-32

Jeder,
zu dem Gott spricht und
der Gott folgt,
ist ein Stein,
auf den Gott baut.

Bruchbuden

Alles, was nach dem Befehl Gottes des Himmels ist, soll für das Haus des Gottes des Himmels sorgfältig getan werden.
Esra 7,23

Gottes Haus ist ein ewiges Haus,
fern der zeitbegrenzten Bruchbuden
unseres Lebens.
Es ist fruchtbarer am ewigen Haus zu bauen,
als in Abbruchhäuser zu investieren.

Dumme Weise

Siehst du einen Mann, der in seinen Augen weise ist, für einen Toren ist mehr Hoffnung als für ihn.
Sprüche 26,12

Der weiseste Mensch
ist vor Gott dumm.
Noch dümmer,
wer sich selbst für weise hält.

Heilen

Erhebet Jehova, unseren Gott, und fallet nieder an seinem heiligen Berge! Denn heilig ist Jehova, unser Gott.
Psalm 99,9

Unser Heil ist bei Gott.
Er heilt uns im Leben,
im Sterben und
im neuen Leben.
Viele Chancen,
unsere Wunden
verbinden zu lassen.
Wir müssen dem Arzt
nur trauen.

Vorfahrt

Was entsteht, schon längst war sein Name genannt; und es ist bekannt, was ein Mensch sein wird, und er vermag nicht mit dem zu rechten, der stärker ist als er.
Prediger 6,10

Auf Gottes Fahrbahn
fahren wir sicher,
auf unseren Abwegen
verirren wir uns.
Gottes Vorfahrt
uneingeschränkt anzuerkennen,
erfordert Demut.

Unglaube

Die Könige der Erde hätten es nicht geglaubt, noch alle Bewohner des Erdkreises, dass Bedränger und Feind in die Tore Jerusalems kommen würden.
Klagelieder 4,12

Gott sammelt am Ende alle,
unabhängig, ob wir das glauben
oder nicht.

Selbstgerechtigkeit

Jehova richte zwischen mir und dir, und Jehova räche mich an dir; aber meine Hand soll nicht wider dich sein.
1.Samuel 24,13

Der Mensch sollte sich nicht
zum Gott aufschwingen.
Selbstgerechtigkeit führt
unweigerlich zum Fall.
Gerecht ist Gott allein.

Nabelschnur

Auf dich bin ich geworfen von Mutterschoße an, von meiner Mutter Leibe an bist du mein Gott.
Psalm 22,10

Gottes Schoß birgt uns auch,
wenn wir vom Mutterschoß
entbunden sind.
Wenn wir die Nabelschnur
zu ihm nicht durchtrennen,
nährt er uns und
erhält uns am Leben.

Moralisch abgestumpft

Ein hartes Gesicht ist mir kundgetan: Der Räuber raubt, und der Verwüster verwüstet.
Jesaja 21,2

Wenn Verwüster nicht aufgehalten werden,
Räuber ungestraft rauben dürfen,
und seien es Kinder,
dann ist die Gesellschaft
moralisch abgestumpft.
Wachsen kann nur,
was man in einer Gesellschaft
gedeihen lässt.

Leere

Und Esra pries Jehova, den großen Gott, und das ganze Volk antwortete: Amen, Amen! Indem sie ihre Hände emporhoben und sich verneigten und vor Jehova niederwarfen, mit dem Anlitz zur Erde.
Nehemia 8,6

Wahre Demut ist eine Herausforderung.
Insbesondere in Zeiten der Anfechtung.
Leere Worte und leere Gesten
hinterlassen Leere.

Gefängnis

Führe aus dem Gefängnis heraus meine Seele, damit ich deinen Namen preise!
Psalm 142,7

Nicht Gott versteckt sich vor uns,
wir verstecken uns vor ihm und
flüchten in unser selbstgewähltes Gefängnis.
Mit Gottes Hilfe vermögen wir
unsere Sträflingsketten zu sprengen
und unsere Seele zu befreien.

Limit

Hast du mich nicht hingegossen wie Milch, und wie Käse hast du mich gerinnen lassen?
Hiob 10,10

Das Alter hinterlässt Spuren,
Krankheiten können uns an unser Limit bringen.
Unzufriedenheit und Unheil lässt uns mit Gott hadern.
Wie leicht sind wir doch in unserem Gottvertrauen zu erschüttern.
Gott antwortet auch dem hadernden Menschen,
ob wir ihn hören mögen, steht auf einem anderen Blatt.