Falsche Propheten

Hütet euch vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen! Inwendig aber sind sie reißende Wölfe.
Matthäus 7,15

Wenn einfache Rezepte
auf vereinfachende Erwartungen treffen,
Menschen bereit sind,
Demagogen und Diktatoren zu vertrauen,
ihren falschen Heilsbotschaften
wie Schafe hinterherlaufen,
offensichtliche Lügen für Wahrheit nehmen,
sich nicht von den falschen Göttern abkehren,
ist der Tag nicht fern,
an dem der Blutzoll bezahlt werden muss.
Von allen.

Wer hätte vor einem Jahr gedacht,
dass die reißenden Wölfe so schnell
über uns herfallen?

Hütet euch vor falschen Propheten!
Es geht immer noch schlimmer.
Es ist der Mensch selbst,
der sich leichtfertig unglücklich macht.

Verstehen

Und er seufzte auf in seinem Geist und spricht: Was begehrt dieses Geschlecht ein Zeichen? Wahrlich, ich sage euch: Nimmermehr wird diesem Geschlecht ein Zeichen gegeben werden!
Markus 8,12

Ist Gott existent?
Beweise?
Wo ist Gott?
Wieso ist euer Gott so ungerecht?
Schau auf all das menschliche Elend.
Wieso greift er nicht ein?

Nimmermehr wird diesem Geschlecht ein Zeichen gegeben!

Gott produziert sich nicht vor dem Menschen,
er biedert sich nicht an,
er verkauft sich nicht an die Menschen.

Und Jesus sprach zu ihnen: Versteht ihr (immer) noch nicht?

Wahlfreiheit

Gideon aber sagte zu ihnen: Nicht ich will über euch herrschen, auch mein Sohn soll nicht über euch herrschen. Der HERR soll über euch herrschen.
Richter 8,23

Wir haben die Wahl,
von wem oder was
wir uns beherrschen lassen wollen.
Diese Freiheit sollten wir uns nehmen
und dazu stehen.

Falsche Investitionen

Darum siehe, ich will sie locken und will sie in die Wüste führen und ihr zu Herzen reden. Dann gebe ich ihr von dort aus ihre Weinberge und das Tal Achor als Tor der Hoffnung.
Hosea 2,16-17

Im Überfluss wird gern falsch investiert,
fehlt die Erkenntnis des wahren Ursprungs allen Reichtums.

Wenn das Leben schwierig wird,
wir durch tiefe Täler gehen,
wächst die Bereitschaft,
den Blick und das innere Auge für den zu öffnen,
der uns Hoffnung gibt und unser Überleben sichert.

Gottes Gut

Und Elia sagte: Ich habe dich gefunden, weil du dich verkauft hast, um zu tun, was böse ist in den Augen des HERRN. Siehe, ich bringe Unheil über dich und fege aus hinter dir her.
1.Könige 21,20-21

Anstatt sich treu zu bleiben,
verkauft sich der Mensch,
um eigene Interessen und
Interessen anderer zu bedienen
und verliert dabei völlig
den Maßstab aus den Augen,
den Gott in uns angelegt hat.
Aus Gottes Gut wird menschliches Ungut.
Gott sieht es und fegt es irgendwann hinweg.
Mensch kann nur böse sein, solange er lebt.
Gottes Gut überdauert ihn.

Auferstehung

Du aber geh hin auf das Ende zu! Und du wirst ruhen und wirst auferstehen zu deinem Anteil am Ende der Tage.
Daniel 12, 13

Die Verständigen und Einsichtigen
werden geprüft, gereinigt und geläutert werden,
die Unverbesserlichen werden unverständig bleiben.
Am Ende der Tage werden alle ihren Anteil bekommen,
so wie sie ihn sich erlebt haben.

Ach Marta

Auf dem Heimflug hatten wir heute Rückenwind, in rekordverdächtiger Zeit in den Feierabend gekommen. Wie freue ich mich, die Beine bald hochlegen zu können.

Aber dann: PC gestartet und das Elend beginnt. Dass es ein Elend ist, habe ich erst gar nicht realisiert, da ich ja meinen PC funktionstüchtig hinterlassen habe. War völlig ahnungslos. Und nun: Ntmarta.dll funkt SOS. System quasi manövrierunfähig, Tastatur funktioniert nicht, Browser funktioniert nicht, gar nichts funktioniert. Ca. 20 mal den PC neu gestartet, Marta lässt sich nicht kleinkriegen. Sohnemann zu Rate gezogen, auch keinen Rat, noch nie gesehen …Und bei der Problemlösung kein Durchhaltevermögen. Aber Aufgeben ist meine Sache nicht. Hat mir großzügig seinen Laptop zur Verfügung gestellt, auf dem ich nun schreibe. Aber, bis es soweit war…..

Ich habe zwar meine Dateien alle in der Cloud, meiner Reisetätigkeit geschuldet, aber wie sind die Passwörter? Bei den Passwörtern bin ich pingelig, die lassen sich nicht merken, die sind zufällig generiert. Ohne Passwort Tool kein Passwort. Da hilft aller Laptop nicht. Aber da ich ja nie aufgebe… Nach Stunden habe ich eine Lösung …. Und so bin ich jetzt auf dem Laptop meines Sohnes blogmäßig einsatzfähig.

Und morgen? Morgen, befürchte ich, muss ich mein kostbares Wochenende dafür einsetzen, meinen PC erst einmal zum PC-Doktor zu bringen. Ich befürchte, Marta komme ich mit Bordmitteln nicht bei …

Das Wochenende habe ich mir etwas anders vorgestellt. Das Leben ist eben kein Wunschkonzert. Ach Marta…

Verdeckte Sicht!

 Verdeckte Sicht Marta

Ich schäme mich

Mein Gott, ich schäme mich und scheue mich, meine Augen aufzuheben zu dir, mein Gott; denn unsere Missetat ist über unser Haupt gewachsen, und unsere Schuld ist groß bis an den Himmel.
Esra 9,6

Lügen sind präsidial geworden,
die Menschen laufen Unterdrückern nach,
Hassparolen und gegenseitige Missachtung in den sozialen Medien
und offiziell auf Pressekonferenzen.
Alle Schranken des Anstandes sind gefallen,
hemmungslos die Menschheit.

Mein Gott,
ich schäme mich,
dass die Menschen so abgefallen sind von dir
und dabei auf die Bibel schwören,
deinen Namen in den Mund nehmen und
rücksichtslos alle aus dem Weg räumen,
die ihren Interessen im Weg sind.
Ja, ich schäme mich, o Gott, zu dieser Spezies zu gehören.

Gräben

Und ihr werdet erkennen, dass ich der HERR bin, wenn ich eure Gräber öffne und euch aus euren Gräbern heraufkommen lasse als mein Volk. Und ich gebe meinen Geist in euch, dass ihr lebt, und werde euch in euer Land setzen. Und ihr werdet erkennen, dass ich, der HERR, geredet und es getan habe, spricht der HERR.
Hesekiel 37,13-14

Der Mensch zweifelt, hadert, bis ins Grab.
Mit Gott leben wir, auch nach dem Sterben,
sein Geist belebt unseren Geist.

Auch die Unverständigen werden das erkennen,
an dem Tag,
der nicht mehr in Menschenhand liegt.

Gott führt uns selbst aus dem Grab –
und unseren Gräben – heraus,
Jede Dunkelheit überwinden wir mit ihm.

 

 

Fehlende Einsicht

Die Weisheit nun, woher kommt sie, und wo denn ist die Fundstätte der Einsicht? Verhüllt ist sie vor den Augen alles Lebendigen, und vor den Vögeln des Himmels ist sie verborgen.
Hiob 28,20-21

Wo ist die Fundstätte der Einsicht?

Nicht bei den Menschen,
sie reißen,
was sie gebaut haben,
immer wieder ein,
weil die Einsicht fehlt,
dass sie sich selbst schaden.

Das Wehklagen wird in den Ohren gellen,
wenn sie anfangen zu spüren,
was sie getan haben.

Es

So spricht der HERR, der es tut, der HERR, der es bildet, um es festzusetzen, Jahwe ist sein Name: Rufe mich an, dann will ich dir antworten und will dir Großes und Unfassbares mitteilen, das du nicht kennst.
Jeremia 33,2-3

Gott tut „es“.
Gott bildet „es“
Gott setzt „es“ fest.

„Es“ ist das Sein allen Seins,
so, wie „es“ ist.

Wie bitte?
Rufe Gott an,
wenn er antwortet
weißt du,
was „es“ ist.

Gestaltungsspielraum

Wenn du Gott suchst, wird er sich von dir finden lassen; wenn du ihn aber verlässt, wird er dich verwerfen für ewig.
1.Chronik 28,9 (Satz 3)

Es liegt bei jedem einzelnen,
sein Verhältnis zu Gott zu gestalten.
Zum Guten wie zum Schlechten.

Verräterische Gedanken

Denn der HERR erforscht alle Herzen, und alles Streben der Gedanken kennt er!
1.Chronik 28,9 (Satz 2)

Die Gedanken sind frei,
aber auch verräterisch.
Gott nimmt zur Kenntnis.

Vergesslichkeit

Sie vergaßen seine Taten und Wunder, die er sie hat schauen lassen.
Psalm 78,11

Wenn es dem Menschen schlecht geht,
fleht er zu Gott um Hilfe.
Sobald es ihm besser geht,
neigt er dazu, zu vergessen,
woher die Besserung kommt.

Schuld

Auch wenn du dich mit Natron wüschest und viel Laugensalz nähmst; schmutzig bleibt deine Schuld vor mir, spricht der Herr, HERR
Jeremia 2,22

Gott sieht alles,
Gott hört alles,
man kann ihn nicht belügen,
man kann ihn nicht betrügen.
Man kann Schuld einsehen.
Man kann Schuld bekennen.
Man kann bereuen.
Der Ausgang, liegt allein in Gottes Hand.

Hirngespinste

So spricht der Herr, Herr: Wehe den törichten Propheten, die ihrem Geist nachgehen und dem, was sie nicht gesehen haben.
Hesekiel 13,3

Hirngespinste,
was Gott ist,
gibt es viele.
Geistreich sind sie nicht.

Misserfolge

Siehe, glücklich ist der Mensch, den Gott zurechtweist! So verwirf (denn) nicht die Züchtigung des Allmächtigen!
Hiob 5, 17

Mehr als mit den Erfolgen,
wächst man mit den Misserfolgen,
am meisten wächst man,
wenn Gott unseren Weg korrigiert.

Beziehungen

Der HERR sprach: Und es soll geschehen, von wem ich dir sagen werde: Dieser soll mit dir gehen! – der soll mit dir gehen. Und jeder, von dem ich dir sagen werde: Dieser soll nicht mit dir gehen! – der soll nicht gehen.
Richter 7,4

Richtige Entscheidung oder Fehlentscheidung?
Guter Arbeitgeber oder menschenverachtende Organisation?
Echte Freunde oder falsche Freunde?
Richtiger Partner oder Illusion?
Verlässlich oder untreu?
Ewig oder Zwischenspiel?

Wir begegnen vielen Menschen,
gehen jeden Tag neue Beziehungen zu ihnen ein.
Auf was setzen wir?
Auf was basiert unsere Entscheidung
für oder gegen etwas oder jemanden?

Unter allen Beziehungen sind nur wenige,
eigentlich gar keine, die ewig hält,
außer der Beziehung mit Gott,
sofern sie uns wichtig und heilig ist.

Die Menschen, meine Alltagsbeziehungen,
sind ein Widerhall des Einklangs mit Gott.
Solange ich rebelliere, innerlich oder äußerlich,
bin ich nicht im Einklang mit ihm.

Lebensholperstrecken

Alle meine Berge will ich zum Weg machen, und meine Straßen werden hoch dahinführen.
Jesaja 49,11

Das Leben führt über
hohe Berge, die einen nach Luft japsen lassen,
enge Pässe, die einen in Gefahr bringen abzustürzen,
tiefe Täler, aus denen man nur langsam herausfindet,
Wüsten, in denen man schier verdurstet,
Tränenmeere, in denen man beinahe versinkt.

Jeder Lebensweg führt am Ende auf Gottes Straße.
In sie münden alle menschlichen Lebensholperstrecken.

With love from Palestine

„Insel ohne Wasser, Vogel ohne Flügel“ heißt das Buch von Agnes Fazekas, das ihre Begegnungen mit Menschen aus dem Westjordanland beschreibt. Von MENSCH zu MENSCH.

Was ich gelesen habe, hat mich aufgewühlt, betroffen gemacht. Es eröffnet sich der triste und beklemmende Blick in eine vergessene menschengemachte Hölle, in der die Menschen trotz alledem versuchen auszuharren und das Beste daraus zu machen.

Agnes Fazekas beschreibt den schweren Lebensalltag von Palästinensern, klagt an, ohne anzuklagen, selbst zerrissen zwischen ihrem israelischen Freund und Freunden und ihrer Empathie für die geschundenen palästinensischen Menschen, denen sie von MENSCH zu MENSCH begegnet. Mit ihrem Buch will sie aufrütteln, Bewusstsein schaffen und sie rüttelt ganz gewaltig auf. Sie zeigt das Unrecht und die Unmenschlichkeiten auf. Sie wertet nicht, sie berichtet. Das Bewerten dieses Glaubenskrieges, der Vertreibung der Palästinenser von ihrem Land mit der Begründung, von Gott sei das so legitimiert, überlässt sie dem Leser.

Was zu lesen ist, lässt einen zutiefst erschrecken: Da wird schikaniert, die Menschen vom Wasser abgeschnitten, von der Elektrizität, es wird ihnen die Bewegungsfreiheit genommen, sie werden hinter Mauern und Stacheldrahtzäune gezwungen, durch Schleusen mitten im Land. Wiederaufbauversuche werden mit Bulldozern niedergerissen. Großfamilien leben in Höhlen, in Containern, in Zelten, auch im bitterkalten Winter, ohne fließend Wasser, ohne Elektrizität. Es gibt auch vereinzelt reiche Palästinenser, aber die Mehrheit ist arm, versucht zu überleben, obwohl in ihrem Land fast kein Leben mehr ist.

Agnes Fazekas besucht und sucht die MENSCHEN, unabhängig von der Politik, erzählt Einzelschicksale. Aber auch sie kann sich dem Terror der Besatzungsmacht, der damit verbundenen Angst nicht entziehen. Die schrittweise und schleichende Okkupation auch des international den Palästinensern zugesprochenen Restfleckens ihres Landes ist eine auf jeder Seite spürbare Bedrohung des engen verbliebenen palästinensischen Lebensraumes. Man spürt förmlich, wie ihnen der Lebensatem abgeschnürt wird und man fragt sich unwillkürlich: Kann das auf Dauer gut gehen? Lässt sich jemand ohne Gegenwehr strangulieren?

Agnes Fazekas selbst ist Deutsche und lebt mit ihrem israelischen Freund in Tel Aviv. Sie versteht auch die israelischen Ängste und bringt das zum Ausdruck. Aber das ist nicht ihr Thema in diesem Buch. Sie will auf die Nöte der palästinensischen MENSCHEN aufmerksam machen, die in ihrem Land ausharren, sich trotz der Widrigkeiten nicht auch noch auf den Weg machen, um in Europa oder sonst wo auf der Erde sich einen neuen Platz zu erkämpfen. Sie wollen bleiben, aber können sie dort, wo sie sind, auf Dauer überleben, unter diesen Lebensumständen? Die Frage ist offen.

Und wir, die sogenannte Weltgemeinschaft? Wir schauen wie üblich zu, solange wir nicht direkt betroffen sind. Unserer Aufmerksamkeit wendet sich nur kurzzeitig dorthin, wenn irgendwo gebombt wird oder eine 3.Intifada ausbricht. So lange noch Zeit ist, das Schlimmste zu verhindern, hat das für unsere Regierungen keine Priorität. Sie treten erst in Aktion, wenn alles kurz und klein geschlagen ist und leisten dann „humanitäre Hilfe“ mit großem Einsatz. Wieso nicht, solange noch Zeit ist? Es wird den Menschen nicht ermöglicht, sich in ihrer Heimat eine Existenz aufzubauen oder bestehende Existenzen auf Dauer zu erhalten. Wenn sich die Massen dann schlussendlich doch in Bewegung setzen, um sich einen Flecken Erde zu suchen, auf dem es sich leben lässt, tun unsere Politiker dann ganz überrascht, erblindet und abgestumpft vom jahrzehntelangen Wegsehen und Nichtstun. An einem Brandherd kann man sich verbrennen, er kann sich aber auch zu einem Flächenbrand ausweiten. Die allerjüngste Geschichte hat das gezeigt.

Am vergangenen Mittwoch ging durch die Presse, dass ein junger israelischer Soldat, der einen wehrlos am Boden liegenden Palästinenser erschossen hat, durch ein Gericht verurteilt wurde. Selbst der Ministerpräsident Israels fordert nun seine Begnadigung, genauso wie 60% der israelischen Bevölkerung. Terroristen darf man erschießen, wobei ich nicht sicher bin, ob nicht alle Palästinenser als Terroristen betrachtet werden, die eine Bedrohung für Israel darstellen. Ein Rechtsanwalt hat es auf den Punkt gebracht: Es ist unerheblich, ob der Soldat die Regeln gebrochen hat oder nicht, erheblich ist, was in dieser Gesellschaft als moralisch gilt.
Recht wird durch rechte Gesinnung ersetzt, als „Moral“ verkauft, was an sich höchst unmoralisch ist. Palästinenser leben gefährlich, sie verlieren leicht ihr Recht auf Leben und Unversehrtheit aus israelischer Sicht. Alles mit der Tora in der Hand, mit dem Unaussprechbaren in der Standarte.

Unwillkürlich denke ich an die martialischen Texte im Alten Testament, die anscheinend wörtlich genommen werden, Recht hin und Recht her. Man blickt auf seine Bibel und fragt: Gott, hast du das so gewollt? Hast du die Ermächtigung erteilt, das palästinensische Volk von ihrem angestammten Land zu vertreiben, von ihren Lebensadern abzuschneiden, einzumauern, zu erniedrigen, langsam auszudürsten und auszuhungern?

Gott schweigt und auch nicht. Ich muss an meine Jahreslosung denken: „Gott in der Höhe ist gewaltiger als die Stimmen großer Wasser, als die gewaltigen Wogen des Meeres“. Ich befürchte, ich muss noch oft in diesem Jahr auf sie zurückgreifen, um mich an ihr festzuhalten.

Was kann ich als machtlose Einzelperson tun? Nicht viel, ich sehe schon die Schulterzucker. Agnes Fazekas hat in ihrem Buch um jeden MENSCHEN, der etwas für MENSCHEN tun will, geworben. Sie hat von der Möglichkeit des „Couch-Surfens“, eine billige aber gängige Übernachtungsmethode, erzählt, vom Palästinamarathon, von den Kletterparks, die entstehen, von den Wanderwegen, die im Aufbau sind, von der großen Freundlichkeit und Gastfreundschaft der Menschen, die auf uns, auf das Geld, das wir ins Land bringen, angewiesen sind, wollen sie dort überleben. Sie sind darauf angewiesen, dass wir sie nicht vergessen. Man glaubt es kaum, man kann Urlaub machen in diesem Land, anstatt das Geld nach Malle zu tragen. Und sie hat von der einzigen Weberei erzählt, die noch Kufiyas, die traditionellen Kopftücher, herstellt. Alle anderen mussten aufgeben, waren den Billigimporten nicht mehr gewachsen. Die Weberei produziert am Rande des Existenzminimums mit nur noch 4 Maschinen, 2 Stunden am Tag. Man kann den Menschen dort am besten helfen, indem man ihnen hilft sich selbst zu helfen, ihre Wirtschaftskraft stärkt.

Ich kam auf die Idee, nach dieser Weberei, von der Agnes Fazekas erzählt hat, im Internet zu suchen und fand sie ( MADEinPALESTINE.de und Kufiya.org ). Ich habe 2 Tücher bestellt, obwohl ich genug Tücher habe. Es gibt sie mittlerweile in verschiedenen unverdächtigen Touristenversionen, die helfen, die Absatzzahlen etwas anzukurbeln. Die Bestellung wurde prompt bearbeitet und verschickt. Statt eines bestellten schwarz-weißen Tuches kam ein grün-weißes, die Olivenbäume von Kaubar symbolisierend. Ein schöner Gedanke, ein Gedanke der Hoffnung. Die flexible Tüte war mit einem Aufkleber verschlossen“ With love from Palestine“ und es lag ein Beipackzettel bei:

„Thank you for choosing Hirbawi, the original kufiya made in Palestine. With your purchase, you are contributing to keep the last kufiya factory in Palestine running its production and preserving a Palestinian tradition and symbol.
We kindly ask you to further recommend the original and traditional kufiya by purchasing your Hirbawi from our official partner online shops.”

Was ich hiermit tue. Und es ist hinzugesetzt:

“You are most welcome to visit us at our factory in Hebron”.

Agnes Fazekas: Insel ohne Wasser, Vogel ohne Flügel. Im Zickzack durch das Westjordanland. Dumont, 2015.

 Palestine Agnes Fazekas