Dankbarkeit

Gedenke, HERR, an deine Barmherzigkeit und an deine Güte, die von Ewigkeit her gewesen sind.
Psalm 25,6

Jeder Tag ist ein Tag,
an dem es Zeit ist,
dankbar zu sein,

dankbar sich zu erinnern,
das die beste Lebensstrategie ist,
auf Gott zu vertrauen,

dankbar zu sein,
mit Blick auf unsere Kinder,
dass er auch mit ihnen ist,
auch wenn sie ihn nicht im Blick haben.

Heute ist ein Tag,
an dem ich voller Dankbarkeit bin.

Unbeirrt

Ich will den HERRN laut preisen mit meinem Mund und inmitten vieler ihn loben.
Psalm 109,30

Gott?
Jesus?
Glauben?

Handeln aus dem Glauben heraus,
gegründet im inneren Verstehen,
geleitet vom Wort.

Der Gegenüber ist irritiert,
man selbst der Gefahr ausgesetzt,
nicht für voll genommen zu werden.

Sich nicht irritieren lassen,
trotzdem den Mund aufmachen;

bereit sein, sich zum Glauben zu bekennen,
bereit sein, einzustehen,
bereit sein, zu erzählen.

Unbeirrt.
Wer irrt, wird sich zeigen.
Vor einem, der garantiert nicht irrt.

Der Herr ist mein Hirte, oder: Sesselpupser

Seit Jahren habe ich keinen Roman gelesen,
nur Sachliteratur.
Nun ist mir ein Buch in die Hände gefallen,
ein Roman:
„Das Lied des Hirten“.

So richtig weiß ich nicht,
was ich davon halten soll,
amerikanischer Kitsch
und doch…

… doch weiß ich,
dass die Wege des Hirten so sind,
dass wir dazu neigen,
„Zufall“ zu nennen,
was kein Zufall ist.

Szenenwechsel:
Das (Arbeits-)Leben fordert seinen Tribut.
1 Toter,
1 Schlaganfall
einer im Krankenhaus, Weiterlesen „Der Herr ist mein Hirte, oder: Sesselpupser“

Gedeckter Tisch

Der HERR sprach zu seinem Volk: Siehe, ich will euch Getreide, Wein und Öl die Fülle schicken, dass ihr genug daran haben sollt.
Joel 2,19

Macht Reichtum satt?
Stillt das Immer-Mehr
den Durst unserer Seele?
Vermögen unsere Scheinwelten,
unsere Armut zu überstrahlen?

Wann ist genug?

Psalm 23:
Du bereitest mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde,
du salbst mein Haupt mit Öl
und schenkst mir voll ein.

Das ist die Speise, die satt macht.
Erst wenn wir an diesem Tisch sitzen,
erleben wir Fülle.

Im Herbst

Wenn er im Herbst über das Stoppelfeld geht,
sich schwer auf seinen Stab stützt,
mit liebevollem Blick auf seine Schafe sieht,
freut er sich auf den Winter.

Die Schafe sind im Stall,
er in der warmen Stube und
über diesem Gedanken vergisst er
seine im Stoppelfeld blutig gestochenen Füße.

Und das neue Leben keimt schon…

Psalm 23

Stoppelfeld

Übersetzungshilfe

Beweise deine wunderbare Güte, du Heiland derer, die dir vertrauen.
Psalm 17,7

Beweise oder erweise deine wunderbare Güte?
Ein fundamentaler Unterschied in der Geisteshaltung.
Übersetzungshilfe, die in uns selbst liegt.

Kraft

Der HERR wird sein Volk segnen mit Frieden.
Psalm 29,11

Gott gibt Kraft,
Gott gibt Frieden,
aber erst,
wenn wir bereit sind,
von unseren irdischen Besitztümern
zu lassen

Larifari

Deine Augen sahen mich, als ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten.
Psalm 139,16

Für Manche eine Bedrohung,
für mich ein Glück:
Deine Augen sahen mich,
bevor ich bereitet wurde.
Anfang und Ende
sind nur bei dem EINEN.
Das Zwischendrin ist Larifari.

Selektive Wahrnehmung

Verlasset euch nicht auf Fürsten; sie sind Menschen, die können ja nicht helfen.
Psalm 146,3

Mensch kann nicht aus seiner Haut,
wie gern er es auch möchte
und so tut, als ob.

Jeder sieht in seiner eigenen Realität,
interpretiert, filtert, grenzt ab und aus,
bis er es für sich passend hat,
aber auch nur für sich selbst.

Beim Nächsten sieht das Bild
schon ganz anders aus.

Ein Mensch kann aus
seiner selektiven Wahrnehmung heraus
nicht erretten, nicht erlösen.

Auf Gott allein ist Verlass,
bei Gott allein ist Wahrheit.
bei Gott allein ist Rettung.

Verlasst euch nicht
auf die Fürsten dieser Welt,
sie können ja nicht helfen.

Irgendwie fallen mir da
die Griechen ein,
die Flüchtlinge,
die Vertriebenen,
die Hungernden,
die Vergewaltigten,
die Gefangenen,
die Geschundenen,
die Vergessenen,
die …
dieser Welt.

Vaterunser (9) – Erste Liebe

Lieber Luther,

niemals kann ein Mensch seinen Bruder von seinen Sünden, seiner Bösartig- und Schlechtigkeit lösen, denn zu kostbar ist seine Seele. Es bedarf des Atemhauches Gottes. So viel kann ein Mensch nicht in die Waagschale werfen, damit es den Atemhauch Gottes aufwiegen würde. Gott allein ist es, der den Menschen von der Gewalt des Scheols, von der menschlichen Hand in ihrer Abgründigkeit, vom Menschen, der ohne Atemhauch Gottes handelt, entreißen kann. Gott allein kann lösen, kann erlösen (Ps. 49, 9-16). In Psalm 49 steht, um was es geht, wenn wir im Vaterunser beten: Weiterlesen „Vaterunser (9) – Erste Liebe“

Morgen- und Abendgebet

HERR, ich danke dir, dass du mich erhört hast und hast mir geholfen.
Psalm 118,21

Danke, mein Gott,
dass du jeden Morgen in mich einfließt,
meinen Tag gut werden lässt,
auch wenn ich keine Zeit finde,
dich zur Kenntnis zu nehmen,
ich jeden Abend sagen kann:
Danke, mein Gott,
dass du immer bei mir bist!

Wortreich

Lieber Luther,

was hat Jesus gedacht? Wofür stand er? Was waren seine Grundüberzeugungen? Wie sieht er sich selbst? Hat er seine Person so in Vordergrund gestellt, wie wir das tun? Ist das nicht ein großes Missverständnis? Die Antwort lässt sich erschließen.

Die Bergpredigt ist immer eine gute Quelle der Erkenntnis. Gleich der erste Satz der Bergpredigt ist eine Grundsatzerklärung Jesu. Sein Manifest des Glaubens. Von Königsherrschaft und vom Reich Gottes ist die Rede. Schon sein erstes Statement enthält alle Zutaten, aus denen ihm später ein Kreuz gezimmert wird. Er sagt:

Von Gott gesegnet und endgültig in die Gemeinschaft mit ihm aufgenommen werden diejenigen, die sich beugen vor Gottes Wind, das heißt diejenigen, die vor Gott demütig sind. Sie werden Anteil haben an der Königsherrschaft des jenseits aller Materie Allumfassenden, an dem, was Matthäus bildlich das „Himmelreich“ nennt. Wie ist das anzustellen? Wie kann man dieses Himmelreich gewinnen? Weiterlesen „Wortreich“

Hosanna – Herr hilf!

Lieber Luther,

mit dem heutigen Predigttext habe ich mich schon vor einem Jahr beschäftigt, in der Version des Matthäusevangeliums (Mt 21, 1-10), hauptsächlich unter Sicht des Volkes. Wenn man den heutigen Predigttext liest, in der Version des Johannesevangeliums (Joh 12, 12-19), hat man den Eindruck, der Schreiber des Johannesevangeliums ist etwas verwundert, angesichts dessen, was da berichtet wird. So hat er die Geschichte mit Kommentaren versehen, damit man es denn besser verstehen solle. Ob sie hilfreich sind, sei dahingestellt.

Lässt man die Kommentare weg, ist folgendes beschrieben: Weiterlesen „Hosanna – Herr hilf!“

Herberge

In der Angst rief ich den HERRN an; und der HERR erhörte mich und tröstete mich.
Psalm 118,5

In meiner Angst rief ich den HERRN an.
Er setzte mich in einen weiten Raum.
in dem kein Platz für meine Bedrängnis war.
HERR, lass mich in dieser Herberge bleiben.

Gott im Alltag

Der HERR züchtigt mich schwer; aber er gibt mich dem Tode nicht preis.
Psalm 118,18

Mensch ist ein harter Brocken, auch für Gott.
Die Liste unserer Verfehlungen ist jeden Tag lang.
Belehren lassen wir uns nicht gerne.
Die Bibel lesen nur wenige.

Was gibt Zeugnis von ihm?
Wie soll sich Gott bezeugen?
Wer ist sein Zeuge?

Wer in den Tag hineinhört,
sich wundert über die alltäglichen Wunder,
in der Not Gottes ausgestreckte Hand ergreift,
mit ihm im Alltag lebt,
erkennt die roten Ampeln, die man überfährt.
Unzufriedenheit mit der eigenen Unzulänglichkeit,
Leiden an uns selbst.
Trost vom Tröster,
der uns nicht verzagen lässt.
Gott im Alltag.