Hartnäckigkeit

Aber sie hörten nicht, sondern verhärteten ihren Nacken gleich dem Nacken ihrer Väter, die dem HERRN, ihrem Gott, nicht geglaubt hatten.
2.Könige 17,14

Hartnäckig glaubt und folgt der Mensch jedem,
nur nicht Gott.
Alle Nackenschläge lassen ihn nicht umkehren.

Zwischen Tür und Angel

Denn wer unter euch, der einen Turm bauen will, setzt sich nicht vorher hin und berechnet die Kosten, ob er das Nötige zur Ausführung habe? Damit nicht etwa, wenn er den Grund gelegt hat und nicht vollenden kann, alle, die es sehen, anfangen, ihn zu verspotten, und sagen: Dieser Mensch hat angefangen zu bauen und konnte nicht vollenden.
Lukas 14,28-30

Zwischen Tür und Angel
trifft man Gott nicht.

Immer wieder

Und ich half euch aus ihren Händen, als ihr zu mir schriet. Dennoch habt ihr mich verlassen und andern Göttern gedient. Darum will ich euch nicht mehr erretten.
Richter 10,12-13

Gott hilft immer wieder.
Und wir verlassen ihn immer wieder.

Die Hand reicht er uns trotz alledem immer wieder,
auch wenn er uns zwischendrin im Dunkel gehen lässt,
damit wir uns wieder an ihn erinnern.

Verstehen

Und er seufzte auf in seinem Geist und spricht: Was begehrt dieses Geschlecht ein Zeichen? Wahrlich, ich sage euch: Nimmermehr wird diesem Geschlecht ein Zeichen gegeben werden!
Markus 8,12

Ist Gott existent?
Beweise?
Wo ist Gott?
Wieso ist euer Gott so ungerecht?
Schau auf all das menschliche Elend.
Wieso greift er nicht ein?

Nimmermehr wird diesem Geschlecht ein Zeichen gegeben!

Gott produziert sich nicht vor dem Menschen,
er biedert sich nicht an,
er verkauft sich nicht an die Menschen.

Und Jesus sprach zu ihnen: Versteht ihr (immer) noch nicht?

Gefängnismauern

Der HERR aber war mit Josef und wandte sich ihm in Treue zu und gab ihm Gunst in den Augen des Obersten des Gefängnisses.
1.Mose 39,21

Gott macht vor Gefängnismauern nicht halt!
Weder äußeren, noch inneren.

Gottes Gut

Und Elia sagte: Ich habe dich gefunden, weil du dich verkauft hast, um zu tun, was böse ist in den Augen des HERRN. Siehe, ich bringe Unheil über dich und fege aus hinter dir her.
1.Könige 21,20-21

Anstatt sich treu zu bleiben,
verkauft sich der Mensch,
um eigene Interessen und
Interessen anderer zu bedienen
und verliert dabei völlig
den Maßstab aus den Augen,
den Gott in uns angelegt hat.
Aus Gottes Gut wird menschliches Ungut.
Gott sieht es und fegt es irgendwann hinweg.
Mensch kann nur böse sein, solange er lebt.
Gottes Gut überdauert ihn.

Nacktheit

Bringt nun der Buße würdige Früchte; und beginnt nicht bei euch selbst zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater!
Lukas 3,8

Im Glauben,
in seiner Beziehung zu Gott,
kann man sich auf nichts berufen,
als sich selbst.

Man kann sich hinter
keiner Religion,
keiner Kirche,
keinen Gurus,
keinem Atheismus
verstecken.

Vor Gott steht jeder nackt.

Es

So spricht der HERR, der es tut, der HERR, der es bildet, um es festzusetzen, Jahwe ist sein Name: Rufe mich an, dann will ich dir antworten und will dir Großes und Unfassbares mitteilen, das du nicht kennst.
Jeremia 33,2-3

Gott tut „es“.
Gott bildet „es“
Gott setzt „es“ fest.

„Es“ ist das Sein allen Seins,
so, wie „es“ ist.

Wie bitte?
Rufe Gott an,
wenn er antwortet
weißt du,
was „es“ ist.

Hausbau

So sieh nun zu, denn der HERR hat dich erwählt, dass du ein Haus baust als Heiligtum. Sei getrost und mache es!
1.Chronik 28, 10

Gott erwählt jeden einzeln,
um an seinem Haus zu bauen.
Tun müssen wir es selbst.

Gestaltungsspielraum

Wenn du Gott suchst, wird er sich von dir finden lassen; wenn du ihn aber verlässt, wird er dich verwerfen für ewig.
1.Chronik 28,9 (Satz 3)

Es liegt bei jedem einzelnen,
sein Verhältnis zu Gott zu gestalten.
Zum Guten wie zum Schlechten.

Schuld

Auch wenn du dich mit Natron wüschest und viel Laugensalz nähmst; schmutzig bleibt deine Schuld vor mir, spricht der Herr, HERR
Jeremia 2,22

Gott sieht alles,
Gott hört alles,
man kann ihn nicht belügen,
man kann ihn nicht betrügen.
Man kann Schuld einsehen.
Man kann Schuld bekennen.
Man kann bereuen.
Der Ausgang, liegt allein in Gottes Hand.

Hirngespinste

So spricht der Herr, Herr: Wehe den törichten Propheten, die ihrem Geist nachgehen und dem, was sie nicht gesehen haben.
Hesekiel 13,3

Hirngespinste,
was Gott ist,
gibt es viele.
Geistreich sind sie nicht.

Ich bin Gott

Und ihr seid meine Zeugen, spricht der HERR; ich bin Gott.
Jesaja 46, 12

An jedem von uns zeigt Gott,
dass er Gott ist,
wir müssen das Göttliche in uns
nur zum Wirken kommen lassen.

Dreikönigstreffen

Übrigens, unsere Drei Könige haben den Zieleinlauf inzwischen auch termingerecht geschafft, um ihr jährliches Dreikönigstreffen abzuhalten.

Weihnachtsendspurt!

Die Karavane zieht weiter, Weihnachten ist schon wieder graue Geschichte, abgehakt, bis nächstes Jahr der ganze Zauber wieder anfängt …

 Heilige Drei Könige - Dreikönigstreffen

2017er Wellen

Auf sieben fette Jahre folgen sieben magere Jahre. Eigentlich mag ich nicht über 2017 schreiben. Die Zeit der mageren Jahre hat begonnen. Sie bringen nichts Gutes. Gesundschreiben was todkrank ist, hilft nicht. Klüger, sich innerlich vorzubereiten, anstatt wie die Lemminge in den Abgrund zu laufen. Vorbereitet fällt man, tritt der Ernstfall dann ein, nicht aus allen Wolken, sondern landet – hoffentlich – auf beiden Füßen.

Was bringt das neue Jahr im Blog Neues? Ich denke nun seit vier Jahren täglich über die Tageslosung der Herrnhuter Büchergemeine nach. Sie haben ein festes Repertoire von 4000 Losungstexten in ihrer „Lostrommel“, die sich nach 4 Jahren wiederholen können. Die Bibel bietet aber viel mehr. Ich habe mich deshalb entschlossen, mir eigene Tageslosungstexte aus der Bibel herauszusuchen. Und wenn ich es nicht schaffe – der Blick auf letztes Jahr lehrt mich Bescheidenheit – greife ich auf die Herrnhuter Losungen zurück. Ich werde die Gewohnheit, mich täglich wenigstens einmal mit Gott und seinem Wort auseinanderzusetzen, also beibehalten, auch wenn ich erfahrungsgemäß weiß, dass es mich das ein oder andere Mal viel Disziplin kosten wird. Ich werde nur noch die Elberfelder Übersetzung verwenden, sie ist mir näher.

Meine Jahreslosung für 2016 ist 2017 weiterhin gültig: Sagen, was man sieht, auch wenn es unpopulär ist, so, wie die Botschaft, die Samuel seinem Ziehvater Eli überbringen musste:

Da rief ihn Eli und sprach: Samuel, mein Sohn! Er antwortete: Siehe, hier bin ich! Er sprach: Was ist das Wort, das dir gesagt ist? Verschweige mir nichts. Gott tue dir dies und das, wo du mir etwas verschweigst, das dir gesagt ist. Da sagte es Samuel alles an und verschwieg ihm nichts. Er aber sprach: Es ist der HERR; er tue, was ihm wohl gefällt (1. Samuel 3, 16-18).

Gottes Wege sind nicht immer einfach. So setze ich dieses Jahr hinzu, als Trost und um mich immer daran zu erinnern, wenn ich verzagen will:

Gott in der Höhe ist gewaltiger als die Stimmen großer Wasser, als die gewaltigen Wogen des Meeres (Psalm 93,4 )

Gott ist größer als alle menschlichen Wege und Irrwege. Solange ich auf Gott vertraue, kann ich getrost weitergehen, auch wenn wir unsere Welt aus den Angeln heben und sie in Schutt und Asche fällt, auch wenn man schwer ertragen kann, was man sieht und erfährt, auch wenn man erschrickt über die menschlichen Abgründe und Lügengebäude, über kaltes, menschenverachtendes Machtkalkül, wohin man blickt.

Mit Gottes Wort und seinem Segen gut gerüstet und gewappnet mache ich mich also auf den Weg ins neue Jahr. Es wird kein Spaziergang werden, aber: Gott ist gewaltiger als alle Dämme, die Menschen bauen und alle menschengemachte Wellen. Er ist der Mantel, der mich deckt.

Ich wünsche allen, Leser oder Nichtleser, Bekannten wie Unbekannten, mir selbst, dass wir alle trockenen Fußes durch das kommende Jahr gehen und, wenn die ein oder andere Welle über uns hinwegschwappt, wir uns immer an den EINEN Rettungsanker erinnern.

Gottes Segen im neuen Jahr!

 Neujahrs-Wellen 2017

Machthaber

Die Wasserwogen im Meer sind groß und brausen mächtig; der HERR aber ist noch größer in der Höhe.
Psalm 93,4

In der Elberfelder Übersetzung heißt es:

Jahwe in der Höhe ist gewaltiger als die Stimmen großer Wasser, als die gewaltigen Wogen des Meeres.

Menschen mögen Macht haben,
sie können damit viel bewegen
und viel zerstören,
hohe Wellen schlagen.
Menschliche Macht ist endlich,
Gottes Macht unendlich.

Retter

Ich glaube, auch wenn ich sage: Ich werde sehr geplagt.
Psalm 116,10

In der Elberfelder Übersetzung heißt der Vers:

Ich glaubte, darum redete ich. Ich bin sehr gebeugt gewesen.

Ich glaube,
darum rede ich,
vertrete,
was ich glaube,
mache kund,
wer meine Rettung ist,
mir den Becher der Rettungen
reicht,
auch wenn die Lage
mehr als einmal
rettungslos scheint.

Lobet den Retter!

Weihnachtsillusion

Die Illusion,
allen voran die Weihnachtsillusion,
ist eine Hure.

An jeder Straßenecke lauert sie,
mit ihrem Augenaufschlag,
mit ihrem Klimbim.

Wir folgen ihrem Sirenengeschwirr gerne,
werfen den Alltag bereitwillig über Bord,
nur für einen Augenblick Pseudoglück.

Nach dem Erwachen,
erkennt man den nicht mehr,
mit dem man sich gerade noch ins Bett gelegt hat.

Ein fader Nachgeschmack bleibt.
Man geht sich
aus dem Weg.

Bis dann,
bis zum nächsten Jahr,
mein Fest der Liebe!

 Weihnachts Illusionen

Persönlich

Wer ist wie der HERR, unser Gott, im Himmel und auf Erden, der oben thront in der Höhe, der hernieder schaut in die Tiefe, der den Geringen aufrichtet aus dem Staube?
Psalm 113,5-7

Wer ist Gott?
Es gibt keine allgemein gültige Antwort.
Gott ist nicht zu sehen, nicht zu beschreiben.
Die Antwort ist ganz persönlich;
Gotteserfahrung ist ganz persönlich,
Gott ist jedem persönlich nah!

Das Beste? Weinachtsurlaubsüberlegungen

Das Beste:

Ich bin in den Weihnachtsurlaub eingebogen.
Mit allerletztem Atem.
Viel länger hätte das Jahr nicht mehr gehen dürfen
und mir wäre der Atem ausgegangen.
Hatte noch nicht einmal mehr die Kraft,
die obligatorische Jahresendrede
im Teammeeting zu halten,
checken, ob alle Urlauber
nichturlaubende Stellvertreter haben,
so dass wir liefern können,
was erwartet wird,
dass wir liefern.
Alles bestens.
Letzte Infos und Abstimmungen,
die Stimmung ist gelöst.

Das kommende Jahr bringt –
wieder einmal –
eine Umstrukturierung und
wir sind auch betroffen.
Halb fürchte ich es,
halb hoffe ich es.
„Warten wir ab und
tun unseren Job“ sage ich
und alle nicken.
Die meisten sind sturmerprobt,
die Jungen – noch – blauäugig,
haben noch nie die Schmerzen
von Personalabbau erfahren.
Die Weihnachtsfeier hat einen Vorgeschmack geliefert,
wir waren keine Erwähnung wert,
obwohl wir die einzigen sind,
die zuverlässig arbeiten und liefern.
Ich habe es wohl notiert
und die Zeichen gedeutet.
Wir sind Dispositionsmasse.
Der Rest ist Chaostruppe pur.
Deshalb hoffe ich auf die Veränderung,
aber werden wir als Team weiterbestehen?

Wir entscheiden uns für Professionalität,
gute Arbeit, in Mitten von Stümperei.
Die französischen Kollegen und ihre
deutsche Chefin sind zu einer
eingeschworenen Truppe geworden.
Wir halten Linie,
wir halten zusammen.
Das macht uns ganz besonders
in dieser Arbeitsumgebung
sozialer und sachlicher Minuskompetenz.
Der ein oder andere
neidet es.
Ein großer Wert.
Ein großes Geschenk,
eine große Stärke
in Mitten der Angst
vor Sozialplan und Personalabbau,
inmitten der verschiedenen Versuche,
seine Pfründe zu Lasten des anderen zu sichern.
Eine Stärke für jeden Einzelnen von uns.

Ich gebe mein Letztes
für diese Truppe.
Ich habe einen Vorteil,
ich sehe mehr als die anderen,
ich bin immer einen Schritt voraus.
Ich habe das Gefühl,
trotz all der unsicheren
Päckchen unterm Weihnachtsbaum,
dass ich das Richtige für
diese tolle Truppe,
die mich so manches Mal ärgert,
tue.

Ende für dieses Jahr!
Ich sage noch:
Wer was zu sagen hat,
sage es jetzt,
sagt nicht, ich habe dir
eine Email am 16. Dec geschrieben,
geht nicht davon aus,
dass ich sie je lesen werde.
Von meinen 500 ungelesenen Emails nach meinem Urlaub,
werde ich alle Dezember-Email ungelesen archivieren.
Das war‘s,
Merry Christmas!

Am Flughafen,
eine andere Welt.
Es steht dort ein Flügel,
an den sich jeder Berufene
und nicht Berufene setzen kann
und die Wartenden unterhalten.
Ich bin früh dran und
setze mich –
ganz gegen meine Gewohnheit –
in die Wartezone
neben den Flügel.

Mittelprächtige Darbietungen,
ein Kind,
dann schaue ich von meinem Smartphone auf
und lausche:
Ein öffentliches Konzert.
Das Notenheft liegt auf dem Klavier.
Ein grandioser Klavierspieler,
ein Bariton,
der italiensche Lieder singt,
untermalt von einem Männerchor,
der links vor mir steht,
in Mänteln und Handgepäck.
Ich versuche dies aufzunehmen,
die Größe des Augenblicks,
das Geschenk festzuhalten,
finde aber die App nicht,
die ich sonst nie brauche.
Ich spüre etwas Großes,
in diesem Augenblick.
Wie wunderbar, du Wunderbar!
Wie reich beschenkt bin ich doch
in meiner Erschöpfung
an diesem Tag!

Ich danke dir,
vertraue dir!
Du wirst mit uns sein!
Mein Email Postfach werde ich nicht mehr bearbeiten.
Ich habe das Gefühl, es ist den Einsatz nicht wert.
Weihnachtsurlaub!
Cut!

 Weihnachten