Kindisch

Und ihr wisst mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele, dass auch nicht ein Wort hingefallen ist von all den guten Worten, die der HERR, euer Gott, über euch geredet hat: Alle sind sie eingetroffen für euch; kein einziges Wort davon ist hingefallen.
Josua 21,14

Menschen sind Kinder
und bleiben Kinder.
Egal wie alt sie sind,
sie bleiben schwer belehrbar:

Trotzig wie ein Vierjähriger,
aufsässig wie ein Pubertärer,
unbelehrbar wie ein 20jähriger,
ehrgeizig wie ein 30jähriger,
verbissen wie ein 40jähriger,
selbstgerecht wie ein 50jähriger,
müde wie ein 60jähiger,
süffisant wie ein 70jähriger,
milde wie ein 80jähriger
sturköpfig wie ein 90jähriger.

Gott ist da, kennt das Kind,
schenkt ihm Gehör,
nimmt es in Arm,
egal wie kindisch es sich benimmt.

Unterwegs

Und der Mann zog aus der Stadt, aus Bethlehem-Juda, um sich aufzuhalten, wo er es treffen würde.
Richter 17,8

Gott verharrt nicht irgendwo,
er ist unterwegs zu uns,
klopft bei uns an und
wo er offene Türen findet,
kehrt er ein.

Nebelschwaden

Wird doch Abraham gewisslich zu einer großen und mächtigen Nation werden, und sollen doch in ihm gesegnet werden alle Nationen der Erde.
1.Mose 18,18

Abraham ist das Sinnbild des Vaters aller Väter,
steht für die Wechselfälle des Lebens,
seine Versuchungen und Herausforderungen,
für Glück und Unglück,
für Erfolg und Scheitern,
für das Leben als Wanderschaft,
immer am Abgrund entlang,
zwischen Zweifel und Gottvertrauen.
Und in allen Nebelschwaden
klärt Gott am Ende den Weg.

Abzweigungen

Der Aufrichtigen Straße ist: vom Bösen weichen; wer seinen Weg bewahrt, behütet seine Seele.
Sprüche 16,17

Es gibt nichts Wichtigeres, als seine Seele vor dem Bösen zu bewahren,
d.h. auf dem Weg zu bleiben, den Gott einen führt und
die Abzweigungen rechts und links liegen zu lassen,
wie immer die Verlockungen sind.

Überwintern

Und so wollen wir das Haus unseres Gottes nicht verlassen.
Nehemia 10,39

Ein guter Vorsatz,
sich bei Gott einzuquartieren.
Dort lässt es sich gut überwintern.

Statussymbole

Jehova, um zu helfen, ist bei dir kein Unterschied zwischen dem Mächtigen und dem Kraftlosen. Hilf uns, Jehova, unser Gott!
2.Chronik 14,11

Wenn wir uns auf menschliche Hilfe verlassen,
sind wir oft verlassen.
Gott hilft ohne Unterschied.
Statussymbole beeindrucken ihn nicht.

Schaumschlägerei

Und der Dornstrauch sprach zu den Bäumen: Wenn ihr mich in Wahrheit zum König über euch salben wollt, so kommet, vertrauet euch meinem Schatten an; wenn aber nicht, so soll Feuer von dem Dornstrauch ausgehen und die Zedern des Libanon verzehren.
Richter 9,15

In Wahrheit muss man Gott erwählen,
Vertrauen in ihn setzen,
Schaumschlägerei entlarvt sich von selbst.

Eitelkeiten

Und entferne den Unmut aus deinem Herzen und tue das Übel von deinem Leibe weg; denn die Jugend und das Mannesalter sind Eitelkeit.
Prediger 11,10

Die eigene Eitelkeit ist eine Grube,
die wir selbst graben und
trotzdem (oder gerade deshalb) in sie fallen.

Jedes Alter hat seine eigene Eitelkeiten,
die uns für Nichtigkeiten
unsere Kraft und Zeit vergeuden lassen.

 

Gewinn

Ihr sagt: Nichts bringt es, Gott zu dienen. Und was ist der Gewinn, dass wir für seinen Dienst sorgen und dass wir in Trauer einhergehen vor dem HERRN der Heerscharen?
Maleachi 3,14

Weihnachten ist die Zeit der Gewinne.
Menschen maximieren den Konsum,
der Handel den Gewinn.
Zahlt sich aus Gott zu dienen?
Hat man etwas Konkretes in der Hand?
Wo ist der Gewinn?
Mit Gott kann man nicht schachern!

Jerusalem

Und er rief dem mit Leinen bekleideten Mann zu, der das Schreibzeug eines Schreibers an seiner Hüfte hatte, und Jehova sprach zu ihm: Geh mitten durch die Stadt, mitten durch Jerusalem, und zeichne ein Kennzeichen an die Stirnen der Männer, die seufzen und stöhnen über all die Gräuel, die in ihrer Mitte geschehen!
Hesekiel 9,4

Tausende von Jahren sind vergangen und
Mensch hat sich nicht geändert.
Die Gräuel flammen neu auf,
zu wenige, die nichts als Frieden wollen.

Wehklagen

Über die Berge will ich ein Weinen und eine Wehklage erheben, und über die Auen der Steppe ein Klagelied.
Jeremia 9,10

Sie zündeln und zündeln, ohne Not,
entfachen Flächenbrände,
die nicht mehr unter Kontrolle zu bringen sind,

sie erschaffen künstliche Intelligenz,
die den Menschen entmündigt,

sie bringen das Gleichgewicht der Natur
in eine Unausgeglichenheit,
die uns alle die Balance verlieren lässt.

Nur der Eitelkeit Mächtiger geschuldet,
ohne Skrupel, ohne Ethik,
ohne Verantwortungsbewusstsein.

Über die Berge wird sich ein Weinen und Wehklagen erheben.

Wirklich?

Was ist der Mensch, dass du ihn groß achtest und dass du dein Herz auf ihn richtest und ihn alle Morgen heimsuchst, ihn alle Augenblicke prüfst?
Hiob 7,17

Gott liebt mich?
Mir geht es schlecht.
Warum, Gott, geht es mir schlecht?
Du bist schuld, nicht ich.
Wieso bestrafst du mich?
Wirklich?

 

Wirken lassen

Lasst die Arbeit geschehen an diesem Hause Gottes.
Esra 6,7

Große Anstrengungen,
den eigenen Plan umzusetzen,
sich Gott zu nähern,
führen ins Nichts.

Einfach sich öffnen:
Gott in sich geschehen lassen.
Gott wirken lassen.

Sturm der Zeit

Fürchte dich nicht, du Wurm Jakob, du Häuflein Israel! Ich, ich helfe dir, spricht der HERR, und dein Erlöser ist der Heilige Israels.
Jesaja 41,14

Wir sind ein Hauch im Sturm der Zeit,
immer in Gefahr verweht zu werden.
Gott hilft, dass wir am
Baum des Lebens haften bleiben.

Adventus

Und plötzlich wird zu seinem Tempel kommen der Herr, den ihr suchet; und der Engel des Bundes, den ihr begehret: siehe er kommt, spricht Jehova der Heerscharen.
Maleachi 3,1

Schaut man in unsere Welt,
auf die Dummheit, die regiert,
den skrupellosen Umgang mit Gottes Natur,
die Falschheit und Verlogenheit,
sehnt man sich nach Gottes Frieden und Gerechtigkeit.

Adventus.
Ich harre Deiner, o Gott.

 

Treiben

Und es geschah, als sie einzog, da trieb sie ihn an, ein Feld von ihrem Vater zu fordern.
Richter 1,14

Oft lassen wir uns treiben,
um des lieben Friedens willen,
aber gegen unsere Überzeugung.
Am Ende ist der Friede trotzdem dahin,
der innere und der äußere.

Geschrei

Und Jehova sprach zu Mose: Was schreist du zu mir?
2.Mose 14,14

Zu Gott schreien heißt,
gegen die eigene Angst anschreien,
gegen die eigene Verzweiflung,
gegen das mangelnde Vertrauen.

Und Gott spricht:
Was schreist du zu mir?

Anteile

Denn wie der Anteil dessen, der in den Kampf hinabzieht, so soll auch der Anteil dessen sein, der bei dem Tross bleibt. Miteinander sollen sie teilen.
1.Samuel 30,24

„Mitgehangen, mitgefangen.“
Oder:
„Im Guten wie im Schlechten.“

Am Ende kann sich keiner herausreden,
weil er sich auf den vermeintlich
unschuldigen Teil zurückgezogen hat und
Unrecht unwidersprochen geschehen lässt.
Auch dies ist ein Anteil.