Dürrezeiten

Denn so spricht der HERR, der Gott Israels: Das Mehl im Topf soll nicht verzehrt werden, und dem Ölkrug soll nichts mangeln bis auf den Tag, an dem der HERR regnen lassen wird auf Erden.
1.Könige 17,14

Selbst in Dürrezeiten,
wenn das Wasser knapp wird
und unsere Saat austrocknet:
Gott findet einen Weg,
unsere Energiespeicher aufzufüllen.

Wir werden uns in den kommenden Jahren
immer wieder daran erinnern müssen,
wenn wir am Verzweifeln sind.

Hausbau

So sieh nun zu, denn der HERR hat dich erwählt, dass du ein Haus baust als Heiligtum. Sei getrost und mache es!
1.Chronik 28, 10

Gott erwählt jeden einzeln,
um an seinem Haus zu bauen.
Tun müssen wir es selbst.

Gestaltungsspielraum

Wenn du Gott suchst, wird er sich von dir finden lassen; wenn du ihn aber verlässt, wird er dich verwerfen für ewig.
1.Chronik 28,9 (Satz 3)

Es liegt bei jedem einzelnen,
sein Verhältnis zu Gott zu gestalten.
Zum Guten wie zum Schlechten.

Verräterische Gedanken

Denn der HERR erforscht alle Herzen, und alles Streben der Gedanken kennt er!
1.Chronik 28,9 (Satz 2)

Die Gedanken sind frei,
aber auch verräterisch.
Gott nimmt zur Kenntnis.

Halbstark

Und du, mein Sohn Salomo, erkenne den Gott deines Vaters und diene ihm mit ungeteiltem Herzen und mit williger Seele!
1.Chronik 28,9 (Satz 1)

Wenn man Gott nur halb dient, weil man andere Prioritäten setzt, ihn nur halb liebt, weil man so manches andere auch oder noch mehr liebt, ihm nur halb folgt, weil man seinem eigenen Kopf mehr traut, ihn nur halb akzeptiert, so wie er sich darstellt, ist man wie ein Halbstarker, bei dem der Schein größer ist als das Sein. Die Enttäuschung folgt bei der ersten Bewährungsprobe auf den Fuß.

Vergesslichkeit

Sie vergaßen seine Taten und Wunder, die er sie hat schauen lassen.
Psalm 78,11

Wenn es dem Menschen schlecht geht,
fleht er zu Gott um Hilfe.
Sobald es ihm besser geht,
neigt er dazu, zu vergessen,
woher die Besserung kommt.

Schuld

Auch wenn du dich mit Natron wüschest und viel Laugensalz nähmst; schmutzig bleibt deine Schuld vor mir, spricht der Herr, HERR
Jeremia 2,22

Gott sieht alles,
Gott hört alles,
man kann ihn nicht belügen,
man kann ihn nicht betrügen.
Man kann Schuld einsehen.
Man kann Schuld bekennen.
Man kann bereuen.
Der Ausgang, liegt allein in Gottes Hand.

Hirngespinste

So spricht der Herr, Herr: Wehe den törichten Propheten, die ihrem Geist nachgehen und dem, was sie nicht gesehen haben.
Hesekiel 13,3

Hirngespinste,
was Gott ist,
gibt es viele.
Geistreich sind sie nicht.

Ich bin Gott

Und ihr seid meine Zeugen, spricht der HERR; ich bin Gott.
Jesaja 46, 12

An jedem von uns zeigt Gott,
dass er Gott ist,
wir müssen das Göttliche in uns
nur zum Wirken kommen lassen.

Misserfolge

Siehe, glücklich ist der Mensch, den Gott zurechtweist! So verwirf (denn) nicht die Züchtigung des Allmächtigen!
Hiob 5, 17

Mehr als mit den Erfolgen,
wächst man mit den Misserfolgen,
am meisten wächst man,
wenn Gott unseren Weg korrigiert.

Im Sturm des Lebens

Weil ihr euch von der Nachfolge des HERRN abgewandt habt, wird der HERR nicht mit euch sein.
4.Mose 14, 43

Man kann mit Gott
seiner Wege ziehen
oder ohne.

Ohne Gott steht man
alleine im Sturm des Lebens!

Beziehungen

Der HERR sprach: Und es soll geschehen, von wem ich dir sagen werde: Dieser soll mit dir gehen! – der soll mit dir gehen. Und jeder, von dem ich dir sagen werde: Dieser soll nicht mit dir gehen! – der soll nicht gehen.
Richter 7,4

Richtige Entscheidung oder Fehlentscheidung?
Guter Arbeitgeber oder menschenverachtende Organisation?
Echte Freunde oder falsche Freunde?
Richtiger Partner oder Illusion?
Verlässlich oder untreu?
Ewig oder Zwischenspiel?

Wir begegnen vielen Menschen,
gehen jeden Tag neue Beziehungen zu ihnen ein.
Auf was setzen wir?
Auf was basiert unsere Entscheidung
für oder gegen etwas oder jemanden?

Unter allen Beziehungen sind nur wenige,
eigentlich gar keine, die ewig hält,
außer der Beziehung mit Gott,
sofern sie uns wichtig und heilig ist.

Die Menschen, meine Alltagsbeziehungen,
sind ein Widerhall des Einklangs mit Gott.
Solange ich rebelliere, innerlich oder äußerlich,
bin ich nicht im Einklang mit ihm.

Im Eifer des Gefechts

Und siehe, das Wort des Herrn (geschah) zu ihm, und er sprach zu ihm: Was tust du hier Elia? Und er sagte: Ich habe sehr geeifert für den HERRN, den Gott der Heerscharen.
1.Könige 19,9:10

Im sprichwörtlichen Eifer des Gefechts
verrennen wir uns gern,
sind unüberlegt,
nicht gerecht,
aber was gesagt ist,
ist gesagt,
was getan ist,
ist getan,
was versäumt wurde,
ist versäumt.

Die Zeit lässt sich nicht zurückdrehen.

Gott sagt:
Stelle dich
mit deiner Last vor mich,
lass dich von nichts abhalten,
bekenne dich,
sei geduldig
mit dir und mit mir,
und wenn du das Säuseln meines Windes hörst,
gehe furchtlos weiter den Weg,
den ich vor dir auftue.

(nach 1.Könige 19, 11:15)

Lebensholperstrecken

Alle meine Berge will ich zum Weg machen, und meine Straßen werden hoch dahinführen.
Jesaja 49,11

Das Leben führt über
hohe Berge, die einen nach Luft japsen lassen,
enge Pässe, die einen in Gefahr bringen abzustürzen,
tiefe Täler, aus denen man nur langsam herausfindet,
Wüsten, in denen man schier verdurstet,
Tränenmeere, in denen man beinahe versinkt.

Jeder Lebensweg führt am Ende auf Gottes Straße.
In sie münden alle menschlichen Lebensholperstrecken.

Unverortet

Damals sprach Salomo: Der HERR hat gesagt, dass er im Dunkel wohnen will. Ich aber, ich habe dir ein fürstliches Haus gebaut und eine Stätte, wo du thronen sollst für Ewigkeiten.
2.Chronik 6,1-2

Egal wie klug,
wie weise,
wie stark,
wie machtvoll
ein Mensch ist,
er kann Gott nicht
verorten.

Gott bleibt im Dunkeln,
auch wenn wir ihn ans Licht zerren,
ihn behausen wollen.
Er lässt sich von uns nicht begrenzen.

Der Salomonische Tempel
ist mehr als tausend Jahre vergangen,
obwohl der kluge Salomon dachte,
Gott dort in Ewigkeiten zu verorten.
Menschliche Eitelkeiten.

Gott bleibt in Ewigkeit für uns unverortet.

Ohnmacht

Wie ich mit Mose gewesen bin, werde ich mit dir sein; ich werde dich nicht aufgeben und dich nicht verlassen. Sei stark und mutig!
Josua 1,5-6

Gott gibt uns nicht auf,
geben wir ihn auch nicht auf,
selbst wenn es Stärke Bedarf,
wenn wir in Gefahr sind,
ihm Ohnmacht zuzuschreiben,
wenn wir selbst
menschengemachtem Elend
ohnmächtig gegenüberstehen und
sich ein an- und wehklagendes
„Wieso Gott“
unserem Innern entringt.

Fußtritte

Jeden Ort, auf den eure Fußsohle treten wird – euch habe ich ihn gegeben, wie ich zu Mose geredet habe.
Josua 1,3

Jeden Fußtritt den wir machen,
machen wir auf einem Land,
das uns gegeben ist,
es zu hegen und zu pflegen
und es in Ehren zu halten.

Jeder Frevel gegen die Natur
ist ein Tritt vor das
Schienbein Gottes.

 

Pyrrhussiege

So wurde der Sieg an diesem Tag zur Trauer für das ganze Kriegsvolk, denn das Volk hatte an jenem Tag gehört: Der König grämt sich wegen seines Sohnes.
2.Samuel 19,3

Was auf den ersten Blick wie ein Sieg aussieht,
kann sich auf den zweiten Blick als Niederlage entpuppen.
Solange ein Mensch zu Schaden kommt,
sind alle Siege
Pyrrhussiege.

2017er Wellen

Auf sieben fette Jahre folgen sieben magere Jahre. Eigentlich mag ich nicht über 2017 schreiben. Die Zeit der mageren Jahre hat begonnen. Sie bringen nichts Gutes. Gesundschreiben was todkrank ist, hilft nicht. Klüger, sich innerlich vorzubereiten, anstatt wie die Lemminge in den Abgrund zu laufen. Vorbereitet fällt man, tritt der Ernstfall dann ein, nicht aus allen Wolken, sondern landet – hoffentlich – auf beiden Füßen.

Was bringt das neue Jahr im Blog Neues? Ich denke nun seit vier Jahren täglich über die Tageslosung der Herrnhuter Büchergemeine nach. Sie haben ein festes Repertoire von 4000 Losungstexten in ihrer „Lostrommel“, die sich nach 4 Jahren wiederholen können. Die Bibel bietet aber viel mehr. Ich habe mich deshalb entschlossen, mir eigene Tageslosungstexte aus der Bibel herauszusuchen. Und wenn ich es nicht schaffe – der Blick auf letztes Jahr lehrt mich Bescheidenheit – greife ich auf die Herrnhuter Losungen zurück. Ich werde die Gewohnheit, mich täglich wenigstens einmal mit Gott und seinem Wort auseinanderzusetzen, also beibehalten, auch wenn ich erfahrungsgemäß weiß, dass es mich das ein oder andere Mal viel Disziplin kosten wird. Ich werde nur noch die Elberfelder Übersetzung verwenden, sie ist mir näher.

Meine Jahreslosung für 2016 ist 2017 weiterhin gültig: Sagen, was man sieht, auch wenn es unpopulär ist, so, wie die Botschaft, die Samuel seinem Ziehvater Eli überbringen musste:

Da rief ihn Eli und sprach: Samuel, mein Sohn! Er antwortete: Siehe, hier bin ich! Er sprach: Was ist das Wort, das dir gesagt ist? Verschweige mir nichts. Gott tue dir dies und das, wo du mir etwas verschweigst, das dir gesagt ist. Da sagte es Samuel alles an und verschwieg ihm nichts. Er aber sprach: Es ist der HERR; er tue, was ihm wohl gefällt (1. Samuel 3, 16-18).

Gottes Wege sind nicht immer einfach. So setze ich dieses Jahr hinzu, als Trost und um mich immer daran zu erinnern, wenn ich verzagen will:

Gott in der Höhe ist gewaltiger als die Stimmen großer Wasser, als die gewaltigen Wogen des Meeres (Psalm 93,4 )

Gott ist größer als alle menschlichen Wege und Irrwege. Solange ich auf Gott vertraue, kann ich getrost weitergehen, auch wenn wir unsere Welt aus den Angeln heben und sie in Schutt und Asche fällt, auch wenn man schwer ertragen kann, was man sieht und erfährt, auch wenn man erschrickt über die menschlichen Abgründe und Lügengebäude, über kaltes, menschenverachtendes Machtkalkül, wohin man blickt.

Mit Gottes Wort und seinem Segen gut gerüstet und gewappnet mache ich mich also auf den Weg ins neue Jahr. Es wird kein Spaziergang werden, aber: Gott ist gewaltiger als alle Dämme, die Menschen bauen und alle menschengemachte Wellen. Er ist der Mantel, der mich deckt.

Ich wünsche allen, Leser oder Nichtleser, Bekannten wie Unbekannten, mir selbst, dass wir alle trockenen Fußes durch das kommende Jahr gehen und, wenn die ein oder andere Welle über uns hinwegschwappt, wir uns immer an den EINEN Rettungsanker erinnern.

Gottes Segen im neuen Jahr!

 Neujahrs-Wellen 2017

Gottes schwere Wege

Voll bin ich gegangen, und leer hat mich der HERR zurückkehren lassen.
Ruth 1,21

Gottes Weg
lässt uns Wege gehen,
die wir nicht immer mögen
und trotzdem gehen wir
mit Segen.