Ein und Alles

Ein Vater der Waisen und ein Helfer der Witwen ist Gott in seiner heiligen Wohnung, ein Gott, der die Einsamen nach Hause bringt, der die Gefangenen herausführt, dass es ihnen wohlgehe.
Psalm 68,6-7

Vater,
Helfer,
Wegbegleiter,
Befreier,
Retter,
Quelle
des Lebens,
mein Ein und Alles,
in jeder Situation der,
den man gerade braucht.

Wundertaten

Tut kund seine Herrlichkeit unter den Nationen, unter allen Völkern seine Wunder.
Psalm 96,3

Macht die Augen auf!
Gottes Wundertaten
finden sich im Alltag.

Gottsucher

Der HERR, der gütig ist, wolle gnädig sein allen, die ihr Herz darauf richten, Gott zu suchen.
2.Chronik 30,18.19

In aller Demut bitten wir Gott,
uns Suchenden den Weg zu zeigen,
den wir gehen sollen.

Suchende sind wir alle,
dass wir Findende werden,
ist die Hoffnung.

Bund fürs Leben

Ich will mit euch einen ewigen Bund schließen.
Jesaja 55,3

Kommt her zu mir.
Hört mir zu.
Öffnet eure Seele.
Ich will einen Bund fürs Leben
mit euch schließen.

Märchenstunde

Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das Böse nicht auch annehmen?
Hiob 2,10

Wir sind wählerisch und
haben unsere eigenen Vorstellungen,
was gottgemäß sei und
was er uns tun soll
und was nicht.

Das, was uns nicht gefällt,
solle er doch bitteschön von uns fernhalten.

Gott ist kein Wünschebaum.
Und kein Sesam – öffne – dich
für unsere Begehren,
kein Aladin mit der Wunderlampe.

Solche Vorstellungen sind schöne Märchen,
die wir gerne glauben wollen,
aber sie sind nichts
als fromme Mären,
die uns auf die falsche Spur setzen,
und Hochmut vor Demut stellt.

Gericht und Unschuld

Recht muss doch Recht bleiben, und ihm werden alle frommen Herzen zufallen.
Psalm 94,15

Eine völlig andere Übersetzung in der Elberfelder:

Denn Jahwe wird sein Volk nicht verstoßen, und nicht verlassen sein Erbteil; denn zur Gerechtigkeit wird zurückkehren das Gericht, und alle von Herzen Aufrichtigen werden ihm folgen.

„Gericht“ ist etwas Undankbares,
der Mensch mag sich ihm nicht gern stellen,
deshalb übersetzt man nicht,
was da steht, sondern das, was man gerne hätte.

„Gericht“ wird missverstanden,
ist Angst behaftet,
wobei die Angst menschliche negative Projektion auf Gott ist,
menschliche fehlbare Gerechtigkeit vor Augen,
ohne Vertrauen, ohne Zuversicht, ohne Hoffnung.

Gericht heißt,
Gott führt uns alle zu seinem Recht,
zu seiner Gerechtigkeit zurück.

Ob das im Jetzt oder in der Zukunft ist,
wissen wir nicht,
wie es geschieht,
wissen wir nicht.
Ob es ein automatisches zufallen oder
eine bewusste Entscheidung, zu folgen, ist,
wissen wir nicht.

Dass es geschieht,
ist Glaube,
Hoffnung,
Zuversicht,
Freude,
Sehnsucht,
Streben
nach Unschuld.

Turnover

Anstatt dass man zu ihnen sagt: »Ihr seid nicht mein Volk«, wird man sagen: »O ihr Kinder des lebendigen Gottes!«
Hosea 2,1

Irgendwann wird Umkehr sein
und diejenigen,
die nicht gesehen haben,
die abtrünnig waren,
falschen Göttern nachgejagt haben,
werden sagen:
Ja, ich bin ein Kind des lebendigen Gottes!

Zuwendung

Psalmen und Psalter

HERR, frühe wollest du meine Stimme hören, frühe will ich mich zu dir wenden und aufmerken.
Psalm 5,4

Jeder hat die Chance,
sich an Gott zu wenden,
je früher, desto besser.

Raubtierfütterung

Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit. Du tust deine Hand auf und sättigst alles, was lebt, nach deinem Wohlgefallen.
Psalm 145,15-16

In der Elberfelder heißt es mit kleinen, aber entscheidenden Unterschieden:

Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit. Du tust deine Hand auf und sättigst alles Lebendige nach Begehr.

Der Mensch,
seine Seele,
verhungert,
ohne Gott.
Gott füttert uns
jeden Augenblick
mit dem,
was wir brauchen
und verdauen können.

Tägliches Gut

Sie gingen heim fröhlich und guten Mutes über all das Gute, das der HERR an David, seinem Knecht, und an seinem Volk Israel getan hatte.
1.Könige 8,66

Achtsamkeit ist notwendig,
um jeden Tag das Gute,
das einem widerfahren ist,
im Gewühl zu erkennen
und den zu preisen,
dem es zu verdanken ist.

Vertrauen

Verlass dich auf den HERRN von ganzem Herzen, und verlass dich nicht auf deinen Verstand, sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen.
Sprüche 3,5-6

In der Elberfelder heißt es:

Vertraue auf Jahwe mit deinem ganzen Herzen, und stütze dich nicht auf deinen Verstand. Erkenne ihn auf allen deinen Wegen, und er wird gerade machen deine Pfade.

Vertrauen auf Gott und
mich verlassen auf
Erkenntnis,
Einsicht und
Weisheit,
die er mir ins Herz gibt,
damit ich auf
geradem Wege zu ihm gehe.

Hausbau

David sprach zu Salomo: Gott der HERR wird die Hand nicht abziehen und dich nicht verlassen, bis du jedes Werk für den Dienst im Hause des HERRN vollendet hast.
1.Chronik 28,20

Mein Kind,
ich bin mit dir,
solange du
an meinem Haus
baust.

Hochmut

Der HERR Zebaoth hat’s beschlossen – wer will’s wehren? Und seine Hand ist ausgereckt – wer will sie wenden?
Jesaja 14,27

Aller Hochmut wird einmal ein Ende haben.
Wer wagt, gegen Gott anzutreten?

Rucksack

Das Erdreich erschrickt und wird still, wenn Gott sich aufmacht zu richten, dass er helfe allen Elenden auf Erden.
Psalm 76,9-10

Jeder einzelne wird vor Gott stehen,
im Rucksack, sein Leben.
Wohl dem,
der gut gepackt hat.

Himmelsmacht

HERR, verdirb dein Volk und dein Erbe nicht, das du durch deine große Kraft erlöst hast!
5.Mose 9,26

Gottes Kraft
ist eine Himmelsmacht,
die wir höchstens erahnen können.

Unheilige Einigkeit

Sie gieren alle, Klein und Groß, nach unrechtem Gewinn, und Propheten und Priester gehen alle mit Lüge um und heilen den Schaden meines Volks nur obenhin, indem sie sagen: »Friede! Friede!«, und ist doch nicht Friede.
Jeremia 6,13-14

Friede, Friede und
Liebe, Liebe,
Phrasen dreschende
unheilige Einigkeit,
fernab jeglicher Realität.

An euren Worten werdet ihr gemessen!

Ausgänge

Du machst fröhlich, was da lebet im Osten wie im Westen.
Psalm 65,9

So ganz steht das nicht in der Elberfelder Übersetzung:

Und es fürchten sich die Bewohner der Enden der Erde, vor deinen Zeichen; du machst jauchzen die Ausgänge des Morgens und des Abends.

Gott bewirkt den Aufgang des Morgenglanzes
und den Ausgang der Abendröte.
Alle Auf- und Ausgänge führen zu ihm.

Dienen wollen

Auch wir wollen dem HERRN dienen; denn er ist unser Gott.
Josua 24,18

Gott dienen wollen, heißt,
den Dienst an seinem Wort
in seinen Mittelpunkt stellen wollen,
Jesus nachfolgen wollen.

Bereitschaft

Der HERR sprach zu Mose: Wer hat dem Menschen den Mund geschaffen? Habe ich’s nicht getan, der HERR?
2.Mose 4,11

Das ist nur der halbe Vers. Nach Elberfelder heißt er:

Da sprach Jahwe zu ihm: Wer hat dem Menschen den Mund gemacht? Oder wer macht stumm oder taub oder sehend oder blind? Nicht ich, Jahwe?

Unsere Stummheit,
unser Nichtstun,
entschuldigen wir gern
mit unseren fehlenden Talenten.

Jedoch:

Wer macht stumm oder redend?
Wer macht taub oder hörend?
Wer macht bereit für Gottes Wort?