Unkrautjäten

HERR, neige mein Herz nicht zum Bösen.
Psalm 141,4

Der ganze Vers in der Elberfelder Übersetzung heißt:

Neige nicht mein Herz zu einer bösen Sache, um in Gesetzlosigkeit Handlungen zu verüben mit Männern, die Frevel tun; und möge ich nicht essen von ihren Leckerbissen!

Das Sich-Hin-Reißen-Lassen oder
Das Sich-Gehen-Lassen
Ist die Wurzel aller Verführung zum Unrecht,
eine Unkraut, das man in sich keimen lässt und
versäumt es rechtzeitig mit Stumpf und Stiel auszureißen.
Nur reichzeitiges Unkrautjäten
lässt die gute Saat aufkommen.
Wenn sie erstickt ist,
ist es zu spät.

Fremde Leckerbissen bleiben einem im Hals stecken.

Schamlosigkeit

Du, Herr, bist gerecht, wir aber müssen uns alle heute schämen.
Daniel 9,7

Wir müssen uns schämen vor dir, o Gott,
angesichts unserer Treulosigkeit.
Erachte es als Krankheit,
dass sich der Mensch
nicht einmal über
seine Untreue schämt
und keine Schranke achtet.
Amen.

Entlastung

Unter dem Schatten deiner Flügel habe ich Zuflucht, bis das Unglück vorübergehe.
Psalm 57,2

Unter Gottes Flügeln ist Entlastung,
er pflegt uns gesund,
bis wir selbst wieder fliegen können.

Wiederbelebung

Lass uns leben, so wollen wir deinen Namen anrufen.
Psalm 80,19

Dagegen heißt es in der Elberfelder Übersetzung (Ps 80:18-19:

Deine Hand sei auf dem Manne deiner Rechten, auf dem Menschensohne, den du dir gestärkt hast! So werden wir nicht von dir abweichen; belebe uns, und wir werden deinen Namen anrufen.

Gott belebt uns,
wenn wir innerlich wie tot sind,
weckt uns auf,
rüttelt uns wach,
haucht uns seinen Geist ein.

Er lässt uns immer wieder aus Sack und Asche auferstehen.

Osterlicht

Sende dein Licht und deine Wahrheit, dass sie mich leiten zu deiner Wohnung.
Psalm 43,3

Wir brauchen nicht viel,
nur ein Licht,
das uns leitet.

Jeder kann es an Bord haben,
er muss nur die offene Tür zuschlagen,
durch die der Sturm in uns es auspustet.

Das einzige Osterlicht,
das anzuzünden ist.

Beten ohne Fassade

Ach, HERR, lass doch deine Ohren aufmerken, dass du das Gebet hörst, das ich jetzt vor dir bete Tag und Nacht für deine Knechte.
Nehemia 1,6

Es lohnt sich, den ganzen Vers zu lesen, nach Elberfelder Übersetzung:

Ach, Jahwe, Gott des Himmels, du, der große und furchtbare Gott, der den Bund und die Güte denen bewahrt, die ihn lieben und seine Gebote halten: lass doch dein Ohr aufmerksam und deine Augen offen sein, dass du hörest auf das Gebet deines Knechtes, welches ich heute, Tag und Nacht, für die Kinder Israel, deine Knechte, vor dir bete, und wie ich die Sünden der Kinder Israel bekenne, die wir gegen dich begangen haben! Auch wir, ich und meines Vaters Haus, haben gesündigt.

Vor Gott hilft keine Fassade,
nur reine Wahrheit.
Was uns selbst anbelangt und
das, was wir verantworten.
Beten ohne Fassade
lässt keinen Putz vor Gott blättern,
sondern offenbart unser reines Mauerwerk.

Gottes Treue

Ich will singen von der Gnade des HERRN ewiglich und seine Treue verkünden mit meinem Munde für und für.
Psalm 89,2

Gottes Treue ist unverbrüchlich.
Wer sie erfährt,
kann nicht aufhören,
davon zu erzählen.

Fruchtloses Elend

Gott hat mich wachsen lassen in dem Lande meines Elends.
1.Mose 41,52

Und in der Elberfelder ist übersetzt:

Und dem Zweiten gab er den Namen Ephraim: denn Gott hat mich fruchtbar gemacht im Lande meines Elends.

Wir alle heißen Ephraim.
Gott hat uns fruchtbar gemacht
Im Lande unseres Elends.

Manch einer stellt das Wachstum ein
und wird nie fruchtbar,
verbleibt im fruchtlosen Elend.

Zufall(en)

Wenn ihr doch heute auf seine Stimme hören wolltet: »Verstocket euer Herz nicht.«
Psalm 95,7-8

Und in der Elberfelder heißen die 2 Verse:

Denn er ist unser Gott, und wir sind das Volk seiner Weide und die Herde seiner Hand. Heute, wenn ihr seine Stimme höret, verhärtet euer Herz nicht, wie zu Meriba, wie am Tage von Massa in der Wüste; als eure Väter mich versuchten, mich prüften, und sie sahen doch mein Werk!

Wenn der Mensch etwas Gutes schafft, lobt man die Tat.
Wenn Gott etwas Gutes tut, nennt man es Zufall.
Dem Menschen wird alles zugetraut, Gott nichts,
am wenigsten, dass er es ist, der einem etwas zufallen lässt.

Gott als Person

Dein, HERR, ist das Reich, und du bist erhöht zum Haupt über alles.
1.Chronik 29,11

In der Elberfelder heißt es:

Dein, Jahwe, ist die Größe und die Stärke und der Ruhm und der Glanz und die Pracht; denn alles im Himmel und auf Erden ist dein. Dein, Jahwe, ist das Königreich, und du bist über alles erhaben als Haupt;

Es ist die Natur Gottes,
dass er über allem steht.

Wir denken König,
wir denken Haupt,
weil wir denken,
dies seien die Insignien
der Macht.

Gott ist etwas,
das die Person übersteigt,
das Königreiche übersteigt,
das menschliche Vorstellungskraft übersteigt.

Alle Attribute,
die wir Gott zuschreiben,
sind menschlichen Ursprungs.

Wenn wir Gott als Person denken,
reduzieren wir ihn auf unsere Maße.

Welch ein Arroganz,
welche Anmaßung.
Wie viele Äonen entfernt von Demut?

Das ist Gott

Wahrlich, das ist Gott, unser Gott für immer und ewig. Er ist’s, der uns führet.
Psalm 48,15

Das größte Geschenk,
das Gott uns machen kann, ist,
aus vollem Herzen sagen zu können:
Wahrlich, das ist Gott,
mein Gott für immer und ewig.

Untreue

Unsre Abtrünnigkeit steht uns vor Augen, und wir kennen unsre Sünden: abtrünnig sein und den HERRN verleugnen.
Jesaja 59,12-13

In der Elberfelder steht:

Denn viele sind unserer Übertretungen vor dir, und unsere Sünden zeugen wider uns; denn unserer Übertretungen sind wir uns bewußt, und unsere Missetaten, die kennen wir: Abfallen von Jahwe und ihn verleugnen und zurückweichen von unserem Gott, reden von Bedrückung und Abfall, Lügenworte in sich aufnehmen und sie aus dem Herzen sprechen.

Vor Gott ist allein wichtig,
ob wir in Wort und Tat treu zu ihm stehen.

Sozialer Druck

Schäme dich nicht, denn du sollst nicht zum Spott werden.
Jesaja 54,4

Und in der Elberfelder heißt der gleiche Vers:

Fürchte dich nicht, denn du wirst nicht beschämt werden, und schäme dich nicht, denn du wirst nicht zu Schanden werden; sondern du wirst der Schmach deiner Jugend vergessen und der Schande deiner Witwenschaft nicht mehr gedenken.

Die Angst,
blamiert vor den anderen dazustehen,
vor und von ihnen entblößt zu werden,
lässt einen mit dem Rudel heulen,
wo man gegen es anschreien sollte.

Man gibt sozialem Druck nach,
und verrät sich selbst.

Fürchte dich nicht, denn du wirst nicht beschämt werden!

Wortsäer

Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar und lässt wachsen, dass sie gibt Samen zu säen und Brot zu essen, so soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein.
Jesaja 55,10-11

Und ein ganz anderer Sinn in der Elberfelder Übersetzung:

Denn gleichwie der Regen und der Schnee vom Himmel herabfällt und nicht dahin zurückkehrt, er habe denn die Erde getränkt und befruchtet und sie sprossen gemacht, und dem Säemann Samen gegeben und Brot dem Essenden:
also wird mein Wort sein, das aus meinem Munde hervorgeht; es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird ausrichten, was mir gefällt, und durchführen, wozu ich es gesandt habe.

Gottes Wort,
das er seinen Wortsäern in den Mund legt,
wird nicht leer zurückkehren,
es wird die Frucht bringen,
für die es bestimmt ist.

Bei Gott gibt es kein Vertun.
Das Wort soll nicht,
es wird.

Bedrängung

Sei nicht ferne von mir, denn Angst ist nahe; denn es ist hier kein Helfer.
Psalm 22,12

Was oder wer immer uns bedrängt,
beten und auf Gott vertrauen,
er führt uns aus der Bedrängung,
unmittelbar,
verlässlich,
wirksam.

Toll! Jeden Tag denke ich das.

Messer im Rücken

Trachte nicht nach Bösem gegen deinen Nächsten, der arglos bei dir wohnt.
Sprüche 3,29

Wir spüren die Messer,
die hinter unserem Rücken gewetzt werden,
und können doch nicht verhindern,
dass sie uns ins Mark treffen.

Vatersorge

Wie ein Adler ausführt seine Jungen und über ihnen schwebt, breitete der HERR seine Fittiche aus und nahm sein Volk und trug es auf seinen Flügeln.
5.Mose 32,11

Gott wacht über uns,
wie ein Vater über seine Kinder wacht.
Und wenn wir fallen,
breitet er seine Flügel aus
und fängt uns auf.

Unzuverlässigkeit

Besser ist es, beim HERRN Zuflucht zu suchen, als Menschen zu vertrauen.
Psalm 118,8

Mensch ist fehlbar,
Mensch ist nicht verlässlich.
Mensch ist Vertrauensmissbrauch.

Gott allein ist sicherer Zufluchtsort.
Wohl dem, der dies beherzigt.

Rechtssache

HERR, ich habe dir meine Sache befohlen.
Jeremia 11,20

Nach Elberfelder Übersetzung:

Denn dir, Jahwe der Heerscharen, habe ich meine Rechtssache anvertraut.

Manchmal verrennen wir uns,
manchmal sind wir zu intensiv,
manchmal zu zaghaft.

Gott, auf dich vertraue ich,
dass du mich dorthin leitest,
wo es recht vor dir ist,
weil ich weiß,
dass es dort auch recht für mich ist.

Tödliches Leben

Gott, du holst mich wieder herauf aus den Tiefen der Erde. Du machst mich sehr groß und tröstest mich wieder.
Psalm 71,20-21

Und in der Elberfelder ist übersetzt (ganzer Vers):

Du, der du uns viele Bedrängnisse und Übel hast sehen lassen, du wirst uns wieder beleben, und uns wieder heraufführen aus den Tiefen der Erde. Du wirst meine Größe mehren, und du wirst dich wenden und mich trösten.

Wenn unser Leben uns tötet,
hauchst du, Gott,
uns wieder Atem ein
und führst uns zu deinem Leben
und zu deiner Größe.