Doppelte Falschheit

Denn vom Kleinsten bis zum Größten machen sie alle unrechten Gewinn, vom Propheten bis zum Priester üben sie alle Falschheit.
Jeremia 8,10

Das ganz und gar Wahre
übersteigt das Menschsein.
Irgendwie wirtschaftet jeder in die eigene Tasche,
das ist schon dem Überlebenstrieb geschuldet.
Doppelte Falschheit ist sich selbst zu erhöhen.

Widerhall

Mit dem Allmächtigen will der Tadler rechten? Der da Gott zurechtweist, er antworte darauf!
Hiob 40,2

Jedes Wort hat einen Widerhall.
Nicht nur bei Mensch und Tier,
auch bei Gott.

Schwerkraft

Das Murren der Söhne Israel, womit sie gegen mich murren, habe ich gehört. Sage zu ihnen: So wahr ich lebe, spricht der HERR, wenn ich es nicht so mit euch machen werde, wie ihr vor meinen Ohren geredet habt!
4.Mose 14,27

Gott hört alles, das äußere und innere Murren.
Murren heißt, dass die Realität
von dem individuellen Bild abweicht,
wie sie auszusehen hat.

Der Mensch, der sich im Lauf der Evolution
durchgesetzt hat und durchsetzt, ist derjenige,
der ein starkes Meinungsbild hat
und die Fähigkeit, dieses auch durchzusetzen.

Das hat nicht dazu geführt,
dass sich der Mensch durchsetzt,
der näher bei Gott ist, sondern das Gegenteil,
derjenige, der Gott ferner ist.

Gemurrt hat der Mensch von Anbeginn.
Deshalb ist er aus den Paradies vertrieben.
Was heißt das in der Folge für die Schöpfung
und was Gott in sie gesetzt hat?

Die wahre Stärke ist die Kraft zur Heimkehr,
entgegen der menschlichen Schwerkraft.

Verbrechen

Und David sagte weiter: So wahr der HERR lebt, sicher wird ihn der HERR schlagen, wenn seine Zeit kommt, dass er sterbe, oder er wird in den Krieg ziehen und umkommen.
1.Samuel 26,10

Es gibt Menschen,
die haben (viele) Menschen auf dem Gewissen.
Wie wird es ihnen ergehen,
wenn sie vor Gott stehen werden?
Fantasien gibt es darüber viele.
Es braucht uns nicht zu interessieren.
Es ist deren und Gottes Angelegenheit,
und sein Geheimnis.

Schnittmengen

Ja, Israel ist widerspenstig geworden wie eine widerspenstige Kuh. Wird da der HERR sie weiden wie ein Lamm auf weitem Raum?
Hosea 4,16

Gott ist Teil von uns und wir von ihm.
Es bleibt aber, solange wir Mensch sind,
nur eine Schnittmenge.
Beim einen ist sie größer, beim anderen kleiner.
Wie Gott damit umgeht, welche Schnittmenge
jeder von uns ihm zubilligt,
bleibt sein Geheimnis bis zu dem Tag,
an dem es keine Schnittmenge mehr gibt,
nur noch Einheit.

Ewigkeit

Der HERR wird deinen Ausgang und deinen Eingang behüten von nun an bis in Ewigkeit.
Psalm 121,8

Der Mensch ist sterblich.
Das Leben aber ist ewig.
Wohl dem,
der dies vor Augen hat und
sich unter den Segen dessen stellt,
der Ewigkeit ist.

Lehrformel

Denn nicht ein leeres Wort ist es für euch, sondern es ist euer Leben. Und durch dieses Wort werdet ihr eure Tage verlängern in dem Land, in das ihr über den Jordan zieht, um es in Besitz zu nehmen.
5.Mose 32,47

Wer nicht über seinen Horizont hinausblickt,
verpasst das Leben.
Keine Leerformel,
sondern Lehrformel.

Entfesselung

Denn sie üben Betrug, der Dieb dringt ein, die Räuberbande plündert draußen. Aber sie bedenken nicht in ihrem Herzen, dass ich mich an all ihre Bosheit erinnere.
Hosea 7, 1-2

Menschen, die keine inneren Schranken mehr haben,
sind entfesselt und hemmungslos.
Wenn nicht jetzt,
irgendwann werden sie sich
in ihre eigenen Taten gefesselt sehen.
Es wird dabei absolut ungeschönt zugehen.

Ausbeutung

Und das Wort des HERRN geschah zu mir so: Menschensohn, sprich zu ihm: Du bist ein Land, das nicht benetzt, nicht beregnet ist am Tag des Zorns, dessen Obere in seiner Mitte sind wie ein brüllender Löwe, der Beute reißt. Seelen fressen sie, Reichtum und Kostbarkeiten nehmen sie, seine Witwen lassen sie zahlreich werden in seiner Mitte.
Hesekiel 22,23-25

Es gibt mehr brüllende Löwen,
als unsere Welt verkraften kann,
die Leben und Seelen fressen,
sich skrupellos bereichern und
ihre Schatz- und Machttruhen auf den Gräbern
der Ausbeutung von Mensch und Natur füllen.

Am Ende haben auch sie ausgebrüllt
und stehen als armselige Gestalt vor Gott.

Lebensknechtschaft

Unser Gott hat unsere Augen hell gemacht und uns ein wenig Belebung geschenkt in unserer Knechtschaft. Denn Knechte sind wir.
Esra 9,8-9

Solange man Mensch ist,
kann man reduzieren,
sich auf das Wesentliche zurückziehen,
aber man kann nicht alles lassen.
Menschsein heißt essen, trinken, wohnen,
am Leben teilnehmen,
Kohle verdienen.
Lebensknechtschaft.

Warum

Warum, HERR, lässt du uns von deinen Wegen abirren, verhärtest unser Herz, dass wir dich nicht fürchten?
Jesaja 63,17

Warum, ja warum, o Gott,
lässt du dies und das zu?

Die Verantwortung für das,
was der Mensch tut und nicht tut,
liegt bei uns selbst,
nicht bei Gott.

Gott entscheidet nicht für uns.
Er überlässt uns selbst die Entscheidung,
ob wir seinen Weg gehen wollen oder nicht.

Warum, ja warum, o Mensch,
sieht die Welt aus, wie sie aussieht,
im Großen wie im Kleinen?

Gotteshaus

Da erschien der HERR dem Salomo in der Nacht und sprach zu ihm: Ich habe dein Gebet gehört und mir diese Stätte zum Opferhaus erwählt.
2.Chronik 7,12

Gott hat den Menschen als seine Wohnstätte erwählt.
Er wartet auf unsere Einladung,
uns zum Gotteshaus zu machen.

Begrenzungen

HERR, Gott Israels, du bist gerecht! Denn wir sind als Gerettete übrig geblieben, wie es heute ist. Siehe, hier sind wir vor dir mit unserer Schuld. Denn bei einem solchen Verhalten ist es unmöglich, vor dir zu bestehen.
Esra 9, 15

Demut kleidet besser als Übermut.
Dazu gehört auch,
unsere Begrenzungen einzugestehen.

Lebensbuch

Getan hat der HERR, was er sich vorgenommen hatte, er hat sein Wort zur Vollendung gebracht, das er von den Tagen der Vorzeit her entboten hatte.
Klagelieder 2,17

Jeder Moment ist im nächsten schon vergangen.
Jeden Tag wird eine neue Zeile in unser Lebensbuch geschrieben,
so wie von Gott für uns entworfen.
Am Ende werden wir den Inhalt mit unserer Interpretation abgleichen.

Fassen lassen

Da sagte Manoach zum Engel des HERRN: Wie ist dein Name? Wenn dein Wort eintrifft, möchten wir dich ehren. Doch der Engel des HERRN sprach zu ihm: Warum fragst du denn nach meinem Namen? Er ist zu wunderbar!
Richter 13, 17-18

Gott kann man weder sehen,
nicht einmal mit einem Namen benennen,
der ihn angemessen fassen könnte.
Die Bilder, die wir in unseren Köpfen kreieren,
sind Projektionen.
Je mehr wir ihn fassen wollen,
desto mehr verlieren wir ihn.
Auch hier gilt:
Fassen lassen

Brot

Es steht geschrieben: „Nicht vom Brot allein soll der Mensch leben“.
Lukas 4,4

Nahrung ist mehr als Essen.
Überleben hängt davon ab,
welches Brot wir essen.

Wohlsein

Der HERR erlöst die Seele seiner Knechte; und alle, die sich bei ihm bergen, müssen nicht büßen.
Psalm 34,23

Bei Gott ist Wohlsein.

Loben

Loben sollen sie den Namen der HERRN!
Psalm 148,5

Gott zu loben, ist nichts,
was unbedingt selbstverständlich ist.
Ein guter Tag, damit anzufangen.

Faule Ausreden

Und Gott, der HERR, rief den Menschen und sprach zu ihm: Wo bist du?
1.Mose 3,9

Der Mensch sieht auf sich mit seinem eigenen Blick,
legt sich die Ausreden zurecht,
wieso er von Gottes Weg abgewichen ist.
Gott sieht, was wir glauben gut versteckt zu haben.
Faule Ausreden lässt er nicht gelten.

Selbstbeherrschung

Der HERR wird dich und deinen König, den du über dich setzen wirst, zu einer Nation wegführen, die du nicht gekannt hast, du und deine Väter. Und du wirst dort anderen Göttern, Göttern aus Holz und Stein, dienen.
5.Mose 28,36

Solange wir uns nicht allein von Gott beherrschen lassen,
wiederholt sich die alte Geschichte in immer wieder neuem Gewand.
Der Mensch im Königreich seiner Selbstbeherrschung.