Bund fürs Leben

Du sollst nicht ehebrechen.
2.Mose 20,14

Gott versucht uns begreiflich zu machen:
Mensch, breche den Bund fürs Leben nicht.
Ich stehe treu zu dir,
doch wie stehst du zu mir?

(Dachte ich, die Losung kennst du, war doch erst kürzlich dran. Musste aber feststellen, dass das „kürzlich“ schon ein Weilchen her ist, wenn es sich auch wie gestern anfühlt:
https://deborrahs.com/2013/11/22/treue-3/ )

Vier Diebe Essig

Eine Perle, gefunden auf Touri-Tour, zum Ausprobieren: Vier-Diebe-Essig: Rezept für Schurken, Räuber, Halunken und Durchhaltewillige aus dem Hamburger Gewürzmuseum. Könnte auch heute noch nützlich sein.

Zutaten: Knoblauch, Rosmarin, Salbei, Minze, Odermennig, Ringelblume.

Klingt vielversprechend. Und den Feuerlöscher gleich parat.Rezept gegen Diebe

Unverstand

Die ihr den HERRN liebet, hasset das Arge!
Psalm 97,10

Das böse Tun und
andererseits sagen,
man liebe Gott,
zeugt von Unverstand
und Janusköpfigkeit.

Schweigen

Ich habe mir vorgenommen: Ich will mich hüten, dass ich nicht sündige mit meiner Zunge.
Psalm 39,2

In der Elberfelder Übersetzung heißt dieser Psalmvers:

Ich sprach: Ich will meine Wege bewahren, daß ich nicht sündige mit meiner Zunge; ich will meinen Mund mit einem Maulkorbe verwahren, solange der Gesetzlose vor mir ist.

Schweigen oder den Mund aufmachen?
Schlucken und sich dabei verschlucken?

Es gibt keinen Königsweg,
allein das Vertrauen auf Gott,
dass er einem im rechten Moment
den Mund öffnet und verschließt.

Selbstverantwortung

Suchet das Gute und nicht das Böse, auf dass ihr leben könnt.
Amos 5,14

Komplett heißt der Vers nach Elberfelder Übersetzung:

Trachtet nach dem Guten und nicht nach dem Bösen, auf dass ihr lebet; und Jahwe, der Gott der Heerscharen, wird also mit euch sein, wie ihr saget.

Gott lässt zu,
dass wir sind,
wie wir sind.
So liegt es an uns,
ob wir ihn zulassen.
Unser Leben
in unsere eigene Hand gegeben.

Größe

Amos sprach: Ach HERR, sei gnädig! Wer soll Jakob wieder aufhelfen? Er ist ja so schwach. Da reute es den HERRN und er sprach: Wohlan, es soll nicht geschehen.
Amos 7,2-3

In der Elberfelder heißen die 2 Verse:

Und es geschah, als sie das Kraut der Erde ganz abgefressen hatten, da sprach ich: Herr, Jahwe, vergib doch! Wie sollte Jakob bestehen? Denn es ist klein. Jahwe ließ sich dieses gereuen: es soll nicht geschehen, sprach Jahwe.

Gott sieht unsere Kleinheit
und zeugt an uns
von seiner Größe.

Schmuckstück

Du wirst sein eine schöne Krone in der Hand des HERRN und ein königlicher Reif in der Hand deines Gottes.
Jesaja 62,3

In der Elberfelder ist übersetzt:

Und du wirst eine prachtvolle Krone sein in der Hand Jahwes und ein königliches Diadem in der Hand deines Gottes.

Aus wem Gott scheint,
ist ein Schmuckstück Gottes
in seinem Glanz.

Klarheit

Ach HERR, siehe, du hast Himmel und Erde gemacht durch deine große Kraft und durch deinen ausgereckten Arm, und es ist kein Ding vor dir unmöglich.
Jeremia 32,17

Nicht alles ist immer für uns erreichbar.
Manchmal müssen wir uns gedulden
und auf Gott alle Hoffnung setzen.
Er richtet die Dinge.
Solange das für uns klar ist,
bleiben wir klar.

Sonnenaufgang und Sonnenuntergang

Gott, der HERR, der Mächtige, redet und ruft der Welt zu vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang.
Psalm 50,1

Gott ruft.
Wenige hören.
Vom Aufgang der Sonne,
bis zu ihrem Niedergang.
Wenn im Westen die Sonne untergeht,
wird sich zeigen,
ob ein neuer Tag anbricht.
Es ist ein Unterschied,
ob Gott mit einem ist oder
ob Mensch nur auf Mensch vertraut.

Einsicht

Deine Hand hat mich gemacht und bereitet; unterweise mich, dass ich deine Gebote lerne.
Psalm 119,73

Gib mir Einsicht, o Gott,
du hast mich gemacht,
du hast alles in mir so angelegt,
dass der Raum in mir
für dich bereitet ist.
Gib mir Einsicht, o Gott,
und ich will lernen.

Partyfieber

Die letzte große Party, die ich ausgerichtet habe, ist 12 Jahre her, abgesehen von den Konfirmationen meiner Kinder. Lang ist es her. Die Feten neuerer Zeit in unserem Haus wurden von meinen Kindern organisiert. Jetzt ist es wieder einmal soweit. Zuerst unfreiwillig. Mein Mann hatte einfach anlässlich seines runden Geburtstages eingeladen. Er hat nicht einmal vorher gefragt. Sein Geburtstag, dachte ich aufsässig. Soll er sich kümmern. 4 Wochen vorher hatten wir noch keinen Caterer, obwohl ich ihm schon 8 Wochen vorher eine Adresse gegeben hatte. Dass dieser dann ausgebucht war, als er endlich in die Pötte kam, war keine große Überraschung mehr. Ich befürchte, was er dann bestellt hat, entspricht nicht so ganz meinen Vorstellungen. Aber ich wollte mich ja raushalten. Je näher das Ereignis jedoch kam, desto nervöser wurde ich. Kurz entschlossen habe ich jetzt 2 Wochen Urlaub genommen, um einem Nervenzusammenbruch und dem Vollchaos zu entgehen.

Die Verwandtschaft und Bekanntschaft reist von weither an. Damit es sich auch lohnt, kommen sie eher und bleiben länger. Ein Teil will im Garten zelten. Es sind allerdings angesichts des Dauerregens inzwischen weniger geworden. Der ein oder andere hat sich doch noch entschlossen, unserem Rat zu folgen, und sich fürs Hotel um die Ecke umentschieden.

Damit ich auch in Partylaune komme, dröhne ich mich schon die ganze Woche mit Partyhits von den 50igern bis heute zu. Spotify sei Dank. Musiktechnisch war das vor 12 Jahren definitiv noch schwieriger. Deko bestellen, weil so spät, alles über Express. Kommt (hoffentlich) in den nächsten Tagen noch im letzten Moment. 30 Meter Organza und 30 Meter Tischdeckenstoff warten darauf, verarbeitet zu werden. Über 100 Gläser gespült, die man sonst nicht braucht, außerdem das Geschirr, das sonst nur im Schrank steht.

Dann einkaufen. Aber dazu ist es nicht gekommen. Statt einzukaufen, habe ich mich ausgeschlossen. Falscher Autoschlüssel, ohne Hausschlüssel. Ersatzschlüssel hatten meine Männer inzwischen anscheinend woanders deponiert, ohne mich zu informieren. War aber keiner da, der mich wieder ins Haus lassen konnte. Handy und Handtasche im Haus. Kann also nicht einkaufen. Aufsteigenden Zorn bekämpfen. Was tun? Ich kann doch jetzt nicht 3 Stunden ins Auto sitzen und warten, bis einer kommt. Also Außenarbeiten: Spinnweben entfernen, Gehwege von Unkraut befreien. Der Rücken schmerzt. Endlich kommt mein Mann. Irgendwie hatte das Unkrautjäten anscheinend beruhigende Wirkung. Er kommt gnädig davon.

Wenn ich es recht sehe, habe ich am Freitag 14 Menschen zu verköstigen, am Samstag 32, am Sonntag 15, und dann die Folgewoche Montag bis Donnerstag nochmals jeweils 6. Bin in die Essensplanung eingestiegen. Es ist ja nicht so, dass sie nur zu einer Mahlzeit da sind, nein, es gibt jeweils Frühstück, Mittagessen, Kaffee und Abendessen. Und am Sonntag ist EM – Endspiel. Das wird sich wahrscheinlich zum privaten Public Viewing auswachsen. Bis jetzt bin ich noch guter Dinge. Liege gut im Zeitplan. Aus den Lautsprechern tönt gerade „Verdam lang her“ von BAP. Ja, verdammt lang her, das letzte Partyfieber…

Let’s dance!Party – Let’s dance

Außer Atem

Ich will dem HERRN singen mein Leben lang und meinen Gott loben, solange ich bin.
Psalm 104,33

In der Elberfelder heißt der Vers:

Singen will ich Jahwe mein Leben lang, will meinem Gott Psalmen singen, solange ich bin.

Manchmal kommen wir
außer Puste,
verlieren den Schwung,
den Vorwärtsdrang.

Und wenn wir aus dem letzten Loch pfeifen:
Gott soll unser letzter Atemzug gehören,
dann werden wir unser Leben nicht aushauchen.

Gott sei mit mir,
damit es so geschehe.

Blindflug

Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir und will dich segnen.
1.Mose 26,24

Die schlechten Gefühle,
die uns beschleichen,
das Sehen des Abgrunds,
auf den wir zusteuern:

Fürchte dich nicht,
ich bin mit dir und
will dich segnen.

Jakobs Haus hat Gott in der Fremde behütet,
Moses Volk auf seinen Irrwegen,
mich und meine Familie
auf unserem Blindflug.

Wohin seine Wege uns führen?
Wir werden es sehen,
so wie Jakob und Mose
es gesehen haben.

Gottes Gnade

Die Gnade des HERRN währt von Ewigkeit zu Ewigkeit über denen, die ihn fürchten, und seine Gerechtigkeit auf Kindeskind bei denen, die seinen Bund halten.
Psalm 103,17-18

Oft wollte ich nicht folgen,
hartnäckig habe ich mich
in manchen Fällen gewehrt,
lange nachgetrauert,
wenn sich Gottes Wille
am Ende durchgesetzt hat.

Immer,
wenn alles durchlitten,
erkennend:

Die Gnade des HERRN währt von Ewigkeit zu Ewigkeit
über denen, die sein Wort achten.

Einladung

Preiset mit mir den HERRN und lasst uns miteinander seinen Namen erhöhen!
Psalm 34,4

Gott lädt uns zu sich ein.
Geben wir ihm die Ehre!

Heil und Unheil

Du gibst mir den Schild deines Heils, und deine Rechte stärkt mich.
Psalm 18,36

Manch einer sucht sein Heil
in der vermeintlich heilen Familie,
ein anderer in Alkohol und Drogen,
es gibt auch Workaholics
oder Sport- und Freizeitsüchtige.

Jedes vermeintliches Heil,
das nicht in Gott gründet,
führt ins Unheil.

Von ganzem Herzen

Nun, Israel, was fordert der HERR, dein Gott, noch von dir, als dass du den HERRN, deinen Gott, fürchtest, dass du in allen seinen Wegen wandelst und ihn liebst und dem HERRN, deinem Gott, dienst von ganzem Herzen und von ganzer Seele?
5.Mose 10,12

Wer das Leben liebt,
liebt Gott
von ganzem Herzen und
von ganzer Seele.

Undenkbar

Du sollst heute wissen und zu Herzen nehmen, dass der HERR Gott ist oben im Himmel und unten auf Erden und sonst keiner.
5.Mose 4,39

Gott ist überall,
auch in den Räumen,
die wir nicht mehr denken können.

Hochmut

Der HERR ist hoch und sieht auf den Niedrigen und kennt den Stolzen von ferne.
Psalm 138,6

In der Elberfelder ist wie folgt übersetzt:

Denn Jahwe ist hoch, und er sieht den Niedrigen, und den Hochmütigen erkennt er von ferne.

Das Sehen und Herabsehen
markiert die Scheidelinie
zwischen Hochmut und Demut.

Gott ist nicht hochmütig.
Hochmütig ist der Mensch,
der Gott Hochmut unterstellt.

Gott sieht den Hochmütigen und den Demütigen.
Alles Weitere ist vorgezeichnet,
ohne dass der Mensch erkennt,
was es ist.

Türsteher

So spricht der HERR: Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel meiner Füße! Was ist denn das für ein Haus, das ihr mir bauen könntet?
Jesaja 66,1

Unser Leben,
wie erscheint es wichtig in unseren Augen.
Was ist es für ein Haus,
das ihr mir bauen könntet?

Wir sind nicht die Baumeister.
Wir sind diejenigen,
die in das Haus einziehen wollen.

Gott, nimm mich,
nicht nur als Mieter auf Zeit,
lass mich passieren,
Türsteher meines Lebens!