Wortsäer

Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar und lässt wachsen, dass sie gibt Samen zu säen und Brot zu essen, so soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein.
Jesaja 55,10-11

Und ein ganz anderer Sinn in der Elberfelder Übersetzung:

Denn gleichwie der Regen und der Schnee vom Himmel herabfällt und nicht dahin zurückkehrt, er habe denn die Erde getränkt und befruchtet und sie sprossen gemacht, und dem Säemann Samen gegeben und Brot dem Essenden:
also wird mein Wort sein, das aus meinem Munde hervorgeht; es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird ausrichten, was mir gefällt, und durchführen, wozu ich es gesandt habe.

Gottes Wort,
das er seinen Wortsäern in den Mund legt,
wird nicht leer zurückkehren,
es wird die Frucht bringen,
für die es bestimmt ist.

Bei Gott gibt es kein Vertun.
Das Wort soll nicht,
es wird.

Bedrängung

Sei nicht ferne von mir, denn Angst ist nahe; denn es ist hier kein Helfer.
Psalm 22,12

Was oder wer immer uns bedrängt,
beten und auf Gott vertrauen,
er führt uns aus der Bedrängung,
unmittelbar,
verlässlich,
wirksam.

Toll! Jeden Tag denke ich das.

Messer im Rücken

Trachte nicht nach Bösem gegen deinen Nächsten, der arglos bei dir wohnt.
Sprüche 3,29

Wir spüren die Messer,
die hinter unserem Rücken gewetzt werden,
und können doch nicht verhindern,
dass sie uns ins Mark treffen.

Vatersorge

Wie ein Adler ausführt seine Jungen und über ihnen schwebt, breitete der HERR seine Fittiche aus und nahm sein Volk und trug es auf seinen Flügeln.
5.Mose 32,11

Gott wacht über uns,
wie ein Vater über seine Kinder wacht.
Und wenn wir fallen,
breitet er seine Flügel aus
und fängt uns auf.

Unzuverlässigkeit

Besser ist es, beim HERRN Zuflucht zu suchen, als Menschen zu vertrauen.
Psalm 118,8

Mensch ist fehlbar,
Mensch ist nicht verlässlich.
Mensch ist Vertrauensmissbrauch.

Gott allein ist sicherer Zufluchtsort.
Wohl dem, der dies beherzigt.

Rechtssache

HERR, ich habe dir meine Sache befohlen.
Jeremia 11,20

Nach Elberfelder Übersetzung:

Denn dir, Jahwe der Heerscharen, habe ich meine Rechtssache anvertraut.

Manchmal verrennen wir uns,
manchmal sind wir zu intensiv,
manchmal zu zaghaft.

Gott, auf dich vertraue ich,
dass du mich dorthin leitest,
wo es recht vor dir ist,
weil ich weiß,
dass es dort auch recht für mich ist.

Tödliches Leben

Gott, du holst mich wieder herauf aus den Tiefen der Erde. Du machst mich sehr groß und tröstest mich wieder.
Psalm 71,20-21

Und in der Elberfelder ist übersetzt (ganzer Vers):

Du, der du uns viele Bedrängnisse und Übel hast sehen lassen, du wirst uns wieder beleben, und uns wieder heraufführen aus den Tiefen der Erde. Du wirst meine Größe mehren, und du wirst dich wenden und mich trösten.

Wenn unser Leben uns tötet,
hauchst du, Gott,
uns wieder Atem ein
und führst uns zu deinem Leben
und zu deiner Größe.

Einziger Gott

Ich bin der HERR, und sonst keiner mehr, der ich das Licht mache und schaffe die Finsternis, der ich Frieden gebe und schaffe Unheil. Ich bin der HERR, der dies alles tut.
Jesaja 45,6-7

Die Elberfelder Übersetzung mit anderem Sinn:

Ich bin Jahwe, und sonst ist keiner, außer mir ist kein Gott; ich gürtete dich, und du kanntest mich nicht: auf dass man wisse vom Aufgang der Sonne und von ihrem Niedergang her, dass außer mir gar keiner ist. Ich bin Jahwe, und sonst ist keiner! Der ich das Licht bilde und die Finsternis schaffe, den Frieden mache und das Unglück schaffe; ich, Jahwe, bin es, der dieses alles wirkt. (Jes 45,5-7)

Gott ist ein einziger Gott,
einer, von dem die Schöpfung
und in ihr alle Geschöpfe
in ihrer Einzigartigkeit kommen

Gier

Josef sprach zur Frau des Potifar, die ihn verführen wollte: Wie sollte ich ein so großes Unrecht begehen und wider Gott sündigen?
1.Mose 39,9

Der ganze Vers nach Elberfelder Übersetzung:

Niemand ist größer in diesem Hause als ich, und er hat mir gar nichts vorenthalten als nur dich, indem du sein Weib bist; und wie sollte ich dieses große Übel tun und wider Gott sündigen?

Die Gier ist eine Verführerin.
Sie gaukelt einem vor,
man brauche mehr
und am Ende ist es weniger.

Wunderland

Wie der neue Himmel und die neue Erde, die ich mache, vor mir Bestand haben, spricht der HERR, so soll auch euer Geschlecht und Name Bestand haben.
Jesaja 66,22

Der neue Himmel und
die neue Erde
ist das versprochene Wunderland,
in das Gott uns als neuer Mensch führt.

Gottes Herrlichkeit

Der HERR spricht: Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig, und wessen ich mich erbarme, dessen erbarme ich mich.
2.Mose 33,19

Mose wollte Gottes Herrlichkeit sehen. Und Jahwe sprach zu ihm nach Elberfelder Übersetzung:

Ich werde alle meine Güte vor deinem Angesicht vorübergehen lassen und werde den Namen Jahwes vor dir ausrufen; und ich werde begnadigen, wen ich begnadigen werde, und werde mich erbarmen, wessen ich mich erbarmen werde.

Gottes geht vor uns her.
Er zeigt seine Herrlichkeit demjenigen,
dem er gnädig ist und
dessen er sich erbarmt.

Ehre

Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.
2.Mose 20,12

In der Elberfelder Übersetzung heißt es:

Ehre deinen Vater und deine Mutter, auf dass deine Tage verlängert werden in dem Lande, das Jahwe, dein Gott, dir gibt.

Ehre den, dem Ehre gebührt,
unabhängig vom leiblichen Verwandtschaftsverhältnis.

Wo ich stehe

Bei Gott steht die Kraft zu helfen und fallen zu lassen.
2.Chronik 25,8

Wo ich stehe,
wo ich wanke,
wo ich falle,

Ich stehe in meinem A&O
ich wanke in seinem Atemhauch,
ich falle in seine Hand.

Arbeitseinsatz

Ich dachte, ich arbeitete vergeblich und verzehrte meine Kraft umsonst und unnütz, wiewohl mein Recht bei dem HERRN und mein Lohn bei meinem Gott ist.
Jesaja 49,4

In der Elberfelder Übersetzung heißt es:

Ich aber sprach: Umsonst habe ich mich abgemüht, vergeblich und für nichts meine Kraft verzehrt; doch mein Recht ist bei Jahwe und mein Lohn bei meinem Gott

Ganzer Einsatz,
volle Kanne,
doch wofür?

Vergeudete Kraft?
Verschwendetes Leben?

Es wird schon recht sein,
so wie es ist,

Gott leitet,
Gott führt,
Gott wiegt ab.

Es wird schon recht sein,
so wie es ist,
sonst wäre es nicht so,
wie es ist.

Darauf vertraue ich.

Herzensdurchleuchter

Du allein kennst das Herz aller Menschenkinder.
1.Könige 8,39

So höre, Gott,
und vergib und
tue und gib einem jeden
nach all seinen Wegen,
wie du sein Herz kennst,
denn du,
du allein kennst das Herz
aller Menschenkinder

(Nach Elberfelder Übersetzung)

Rettung

Ich bin’s, der in Gerechtigkeit redet, und bin mächtig zu helfen.
Jesaja 63,1

Und wieder ein kleines, aber entscheidendes Teil anders übersetzt in der Elberfelder Übersetzung:

Ich bin’s, der in Gerechtigkeit redet, der mächtig ist zu retten.

Gott hilft,
auch Mensch kann helfen.

Retten vor unserem Untergang
kann uns aber nur Gott.

Verzagtheit

Seid getrost und unverzagt alle, die ihr des HERRN harret!
Psalm 31,25

In der Elberfelder Übersetzung heißt es:

Seid stark, und euer Herz fasse Mut, alle, die ihr auf Jahwe harret!

Wenn du mutlos bist,
verzagt, deprimiert:
Bete.

Gott ist treu,
er wird dich hören.
Vergiss es nicht!

 

Irrwege

Weise mich zurecht, HERR, aber im Gerichtsverfahren, nicht in deinem Zorn, damit du mich nicht auslöschst.
Jeremia 10,24

In der Elberfelder ist der Vers wie folgt übersetzt:

Züchtige mich, Jahwe, doch nach Gebühr; nicht in deinem Zorne, dass du mich nicht aufreibest.

Gottes Wege wollen verstanden sein.
Was wir verstehen,
müssen wir nicht unbedingt wollen.

Gott findet einen Weg,
uns begreiflich zu machen,
dass wir auf einem Irrweg sind.

Fürchte dich nicht

Ich bin der HERR, dein Gott, der deine rechte Hand fasst und zu dir spricht: Fürchte dich nicht, ich helfe dir!
Jesaja 41,13

Fürchte dich nicht,
ich helfe dir!

Und wenn die Furcht
wie eine kalte Hand nach mir fasst,

fasst deine Hand meine Rechte
und ich finde den Weg.

Segen

Was du, HERR, segnest, das ist gesegnet ewiglich.
1.Chronik 17,27

Man muss den ganzen Vers lesen, um die Botschaft zu verstehen. Gottes Segen sind keine Silbertaler, die wie im Märchen auf uns regnen. Der ganze Vers heißt nach Elberfelder Übersetzung:

Und nun, es hat dir gefallen, das Haus deines Knechtes zu segnen, dass es ewiglich vor dir sei; denn du, Jahwe, hast es gesegnet, und es wird gesegnet sein ewiglich.

Gott segnet seinen Knecht und sein Haus,
damit es ewig in seinem Dienst steht.

In Gottes Dienst zu stehen ist hierbei
eine Condicio-sine-qua-non.

In den Gottesdienst zu rennen,
ist nicht hinreichend.

Knechtschaft und Dienst heißt,
den ganzen Menschen Gott zu unterstellen,

sich zu verabschieden von der Sturheit,
vom hedonistischen Menschgetriebensein,

sich nur noch von Gott treiben zu lassen,
Gott zu seiner alleinigen Triebfeder zu machen.

sich von der menschlichen Enge
in Gottes Weite zu begeben.

Dann ist Gottes Segen mit dir
und deinem ganzen Haus.

Dann wird dein Leben
Ein gesegnetes Leben,
jetzt und in Ewigkeit.