Erhalte mich durch dein Wort, dass ich lebe, und lass mich nicht zuschanden werden in meiner Hoffnung.
Psalm 119,116
Nach Elberfelder Übersetzung:
Unterstütze mich nach deiner Zusage, so werde ich leben; und laß mich nicht beschämt werden in meiner Hoffnung!
Gottes Stimme hört man nicht akustisch,
man hört sie im Innern,
immer der menschlichen Anfechtung ausgesetzt,
aber von Gott geschützt und gestützt,
damit sie nicht verloren geht,
damit ich nicht verloren gehe.
Wenn sie aber zu euch sagen: Ihr müsst die Totengeister und Beschwörer befragen, so sprecht: Soll nicht ein Volk seinen Gott befragen?
Jesaja 8,19
Der ganze Vers heißt nach Elberfelder Übersetzung:
Und wenn sie zu euch sprechen werden: Befraget die Totenbeschwörer und die Wahrsager, die da flüstern und murmeln, so sprechet: Soll nicht ein Volk seinen Gott befragen? Soll es für die Lebenden die Toten befragen?
Menschen,
die lebendig tot sind,
taugen nicht als Ratgeber.
Deshalb prüfe jeder,
nach wessen Pfeife er tanzt,
ob er sich nicht als Tanzbär
am Nasenring
durch fremde Leben
führen lässt.
Herr, ich leide Not, tritt für mich ein!
Jesaja 38,14
In der Elberfelder Übersetzung heißt der gesamte Vers:
Wie eine Schwalbe, wie ein Kranich, so klagte ich; ich girrte wie die Taube. Schmachtend blickten meine Augen zur Höhe: O Herr, mir ist bange! Tritt als Bürge für mich ein!
Wir fliegen wie eine Schwalbe, wie ein Kranich,
wir stürzen ab wie ein schräger Vogel,
dessen Flügel gebrochen sind,
fühlen unsere Verletzlichkeit und
wenn wir unsere Augen verzweifelt gen Himmel heben,
fliegt unsere Seele Gott entgegen.
Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel und die Erde und alles, was darinnen ist, das ist des HERRN, deines Gottes.
5.Mose 10,14
Wenn wir wieder einmal granteln,
unzufrieden sind mit uns und unserer Welt,
weil die Dinge nicht so laufen,
wie wir es gerne hätten,
sollten wir uns des Himmels
und seiner Weite erinnern und
dass uns darin ein Platz reserviert ist,
dem es sich einzig lohnt zuzustreben.
Erhebende Aussicht!
Lass sich freuen alle, die auf dich trauen.
Psalm 5,12
In der Elberfelder Übersetzung heißt der Psalmvers:
So werden sich freuen alle, die auf dich trauen: ewig werden sie jubeln, und du wirst sie beschirmen; und in dir werden frohlocken, die deinen Namen lieben.
Wenn man auf Gott hört,
sein Vertrauen darauf setzt,
dass er einen verstehen lässt,
was wir zu verstehen haben,
stellen sich die Erfolgserlebnisse
von selbst ein,
und seien sie vor den Augen
der anderen auch noch so klein,
ist es Großes, was Gott uns darin tut,
um uns zur inneren Größe zu führen.
Das ist’s, was der HERR gesagt hat: Ich erzeige mich heilig an denen, die mir nahe sind, und vor allem Volk erweise ich mich herrlich.
3.Mose 10,3
Genau umgekehrt ist es nach der Elberfelder Übersetzung:
Und Mose sprach zu Aaron: Dies ist es, was Jahwe geredet hat, indem er sprach: In denen, die mir nahen, will ich geheiligt, und vor dem ganzen Volke will ich verherrlicht werden. Und Aaron schwieg.
Gott spiegelt sich in denen,
die er zu sich zieht,
sie geben ihm ein Gesicht
und einen Mund.
Ich will dich in der Gemeinde rühmen, HERR.
Psalm 22,23
In der Elberfelder Übersetzung heißt der Vers:
Verkündigen will ich deinen Namen meinen Brüdern; inmitten der Versammlung will ich dich loben.
Wertesysteme?
Der neue US-Präsident und seine Anhänger haben eins,
einschließlich des Ku-Klux-Klans,
die AFD hat eines.
CDU, SPD, CSU…
Putin, Erdogan und Konsorten,
abendländisches,
westliches,
christliches,
jüdisches,
muslimisches
Wertesystem,
alle stehen für nichts und vieles;
Du hast eines,
ich habe eines,
wo ist der gemeinsame Nenner?
Wer ist im Recht?
Es gibt Überschneidungen
oder auch nicht.
Was ist das Wahre, Gute, Richtige, Gerechte?
Wer weiß, was es ist?
Was aus meiner Sicht Unrecht ist,
ist für andere Recht,
bin ich die Verirrte.
Wahrheit, Gerechtigkeit, Recht,
DAS Wertesystem,
ist allein bei Gott.
So will ich nur ihm folgen
und darauf vertrauen,
dass er mich nach seinem Willen leitet,
ungeachtet aller menschlichen Irrungen und Wirrungen.
Herr, lass mich nicht müde werden,
lass die Zuversicht in mir nicht sterben,
dass dein Wort in meinem Wort Frucht trägt,
dass du aus mir sprichst!
PS: Ausnahmsweise und passend, ein Song gegen die Bequemlichkeit, 30 Jahre alt:
Wenn deine Gerichte über die Erde gehen, so lernen die Bewohner des Erdkreises Gerechtigkeit.
Jesaja 26,9
In der Elberfelder Übersetzung heißt der Vers:
Mit meiner Seele verlangte ich nach dir in der Nacht; ja, mit meinem Geiste in meinem Innern suchte ich dich früh; denn wenn deine Gerichte die Erde treffen, so lernen Gerechtigkeit die Bewohner des Erdkreises.
Ich hörte die Stimme des Herrn, wie er sprach: Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein? Ich aber sprach: Hier bin ich, sende mich!
Jesaja 6,8
Die Elberfelder Übersetzung heißt:
Und ich hörte die Stimme des Herrn, welcher sprach: Wen soll ich senden, und wer wird für uns gehen? Da sprach ich: Hier bin ich, sende mich.
Gottes Dienst
ist kein Ruhestand,
kein sich einen bequemen Lenz machen,
kein sich nur noch um seinen Kram kümmern,
kein Retreat.
Gott stellt an uns eine Anfrage:
Kann ich dich senden?
Gehst du für mich?
Stehst du für mich ein?
Auch wenn es unbequem wird?
Auch wenn du auf taube Ohren triffst?
Auch wenn der Weg lang ist?
Da sprach ich:
Hier bin ich, sende mich!
Ich nehme deinen Sendungsauftrag an!
Gott wird alle Werke vor Gericht bringen, alles, was verborgen ist, es sei gut oder böse.
Prediger 12,14
In der Elberfelder Übersetzung heißt der Vers:
Denn Gott wird jedes Werk, es sei gut oder böse, in das Gericht über alles Verborgene bringen.
Das Verborgene,
das im Dunkeln ist,
von dem man denkt,
keiner wird es je entdecken:
Gott holt am Ende alles ans Licht
und macht es offenbar.
Der Moment der Befreiung.
Der HERR sprach zu mir: Du bist mein Knecht, Israel, durch den ich mich verherrlichen will.
Jesaja 49,3
Leicht, aber entscheidend anders in der Elberfelder Übersetzung:
Und er sprach zu mir: Du bist mein Knecht, bist Israel, an dem ich mich verherrlichen werde. –
Gott hat mich von Mutterleib an zu seinem Knecht gebildet,
um Jakob zurückzubringen,
um Israel zu sammeln.
Ich sage:
Umsonst habe ich mich abgemüht,
vergeblich meine Kraft aufgebraucht.
Er spricht:
Du bist mein Knecht,
bist Israel,
an dem ich mich verherrlichen werde.
Mein Anspruch wäre zu gering,
wenn ich dich nur daran messen würde,
inwieweit du die Stämme Jakobs aufzurichten vermagst oder
inwieweit es dir gelingt, Israel zurückzubringen.
Ich habe dich gesetzt,
um mein Heil zu sein,
bis an das Ende der Erde!
Ich habe dich gesetzt,
um mein Heil zu sein,
bis an das Ende der Erde!
Kaum fassbar,
so groß ist diese Gabe
für ein kleines unbedeutendes Menschlein wie mich.
Welch größere Ehre gibt es?
Welch größere Verpflichtung meinerseits?
Wie arm wäre ich ohne dieses:
Ich habe dich gesetzt,
um mein Heil zu sein,
bis an das Ende der Erde!
Mein Knecht, der Gerechte, wird den Vielen Gerechtigkeit schaffen; denn er trägt ihre Sünden.
Jesaja 53,11
Ich ziehe die Elberfelder Übersetzung vor:
Von der Mühsal seiner Seele wird er Frucht sehen und sich sättigen. Durch seine Erkenntnis wird mein gerechter Knecht die Vielen zur Gerechtigkeit weisen, und ihre Missetaten wird er auf sich laden.
Dulden erfordert Großzügigkeit,
erdulden Demut,
sich gedulden Ausdauer.
Der HERR steht dem Armen zur Rechten, dass er ihm helfe von denen, die ihn verurteilen.
Psalm 109,31
Oder nach Elberfelder Übersetzung:
Denn er stand zur Rechten des Armen, um ihn zu retten von denen, die seine Seele richteten.
Woher wissen wir von Gott,
von seinem Schutz und Schirm,
den er gewährt?
Seit Jahrtausenden berichten Menschen davon,
überliefertes Wissen,
gemeinsames Erfahren,
gemeinsamer Glaube,
gemeinsame Hoffnung,
bis in die Gegenwart.
Gott rettet vor denen,
die einen dafür verurteilen.
Gott rettet seine Seele im Menschen,
das Gottes Gut,
das jeder hat.
Seelen-Gut.