Überraschungsgast

Tag für Tag
trägst du deinen Unfrieden vor Gott.
Tag für Tag
bittest du für Ruhe in dir.
Tag für Tag
hoffst du, er möge es gewähren.

Du wartest,
und wartest
und wartest.
Ungeduldig
diskutierst du,
haderst,
deine Seele schreit.

Plötzlich ist er da,
der Überraschungsgast,
der weihnachtliche Friede.
Ganz unvermittelt.
Ganz unerwartet.
Wie aus dem Nichts.
Still,
bescheiden,
unspektakulär.

Gebranntes Kind,
traut dem Frieden nicht.
Selbst wenn ein Nach-Weihnachten kommt,
bleibt die Erinnerung, die dich wärmt,
bleibt die Hoffnung, die dich hält,
bleibt die Wurzel, die
die Rose nährt,
die dein Überraschungsgast
beim nächsten Besuch
dir verehrt.

Duftrose

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