Nebelhorizonte

Es ist ein seltsamer Kontrast.
Nebelige Kälte bei Nullgrad.
Kalter Wind im Gesicht.
Im Nebel ist der Horizont nicht zu erkennen.
Die Osterglocken am Wegesrand quälen sich ans kalte Licht.
Kaum grüne Blätter, es ist zu kalt für grüne Üppigkeit.
Nur das Notwendigste traut sich heraus.
Die Blüten sind noch in dicken Knospenhüllen verhüllt,
damit sie nicht frieren oder gar erfrieren.
Einzig die Vögel lassen sich nicht aufhalten.
Schon früh morgens sind sie wieder zu hören.
Unermüdlich singen sie auch abends noch ihr Lied.
Sie sind schon in Hochzeitsstimmung.
Ich weiß nicht recht,
wem ich trauen soll.
Dem Nebelgrau oder der Vogelminne.
Eigentlich habe ich Sonne erwartet und
Kämpfe mit meiner Enttäuschung.
Sei nun wieder zufrieden, meine Seele,
denn der Herr tut dir Gutes,
heißt es im heutigen Psalm.

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