Enten Tsunami

Wir sehen in einen Spiegel und
wir sehen ein Abbild,
ein sich immer während sich veränderndes Abbild.
Kein Augenblick ist Stillstand.
Millionen von Augenblicken gehen vorbei,
Millionen von Wassertropfen fließen den Bach hinunter,
unzählbare Augenblicke,
jeder in der Fülle seiner Besonderheit nicht wahrzunehmen.
In die Bewegung kommt Bewegung von außen.
Das friedliche Bild wird gestört durch Störenfriede.
Wie unschuldige Enten kommen sie uns in die Quere,
lassen das Bild verschwimmen,
wühlen es auf.
Geduld ist gefragt,
bis sie durchs Bild geschwommen sind,
bis der Tsunami, den sie aufgewühlt,
sich wieder beruhigt.
Gerade denkst du,
nun kehrt wieder Ruhe ein,
da kommt eine neue Bugwelle,
und wühlt das Wasser wieder auf.
Selbst wenn keine Enten mehr stören,
bleibt die Lage aufgewühlt,
Seitenwinde peitschen das Wasser auf,
unterbrochen von unerwarteten Strudeln,
die abwärts ziehen.
Alles Warten hilft nichts,
Millionen von Wassertropfen sind inzwischen durchgezogen,
der Augenblick von vorher ist nicht wiederzubringen.
Langsam, stückchenweise beginnt sich das Bild wieder aufzubauen,
aber, es braucht Zeit und die richtige Witterung,
bis sich das Wasser wieder geglättet hat und
das Spiegelbild wieder klar ist.
Spiegelbild des Lebens.

Veröffentlicht von

Deborrah

Spirituelle Pilgerreise zu mir selbst; Auseinandersetzung mit Kirche, Religion, Glaube, Gott, Bibel; Meditatives; Impulse zu den Herrnhuter Losungen / Tageslosungen; Lieber Luther Predigten

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