Dreck

Alles Fleisch ist Gras, und alle seine Güte ist wie eine Blume auf dem Felde. Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, aber das Wort unseres Gottes bleibt ewiglich.
Jesaja 40,6.8
Alles Fleisch ist Gras.
Und wenn das Gras verdorrt,
wird es wieder zur Erde –
Erde zu Erde –
Erde, aus der wir gemacht sind.
Bevor wir es geschafft haben,
zu dem wieder zu gelangen,
aus dem wir geschaffen sind,
liegen wir, wenn wir verdorrt sind,
erst einmal im Dreck,
schutzlos dem Regen ausgesetzt.
Vielleicht ist es der Dreck,
aus dem wir gemacht sind, der uns prägt.
Deswegen produzieren wir vielleicht so viel Dreck,
sind wir so viel Dreck.
Im Dreck sind wir sozusagen in unserem Element.
Nein?
Regt sich Widerstand?
Entrüstung?
Wir sehen durch unsere Brille gerne nur das grüne Gras.
Den Rest der Natur – unserer Natur –
passt nicht ins grün gefärbte Bild.
Das Wort allein ist es,
der Rest ist verzichtbar und schon im Entstehen dem Untergang geweiht.
Sogar Gottes Güte.
Sie kann blühen, aber auch welken.
Das ist unserer Verderblichkeit geschuldet.
Die Wahrheit ist manchmal hart.
Veröffentlicht in Allgemein

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