Konversation unterm Weihnachtsbaum

O du fröhliche…

Wie immer haben wir auch dieses Jahr
unterm Weihnachtsbaum gesungen,
gehört dazu, vielstimmig,
aber wir sind ja unter uns.

Stille Nacht, heilige Nacht…

Ist das hoch,
mitgebrummelt,
wie war doch nochmal
der Text?

Ich steh an deiner Krippen hier…

Mam,
wieso singst du eigentlich Texte,
von denen du sagst,
der Inhalt stimme nicht?

Tochter Zion…

Touché!
Scharfsinnig, mein Sohn,
das ist das Problem.
Erst mal weitersingen.

Kommet ihr Hirten…

Es geht nicht um den Wortsinn,
es geht um die Gedanken,
die Meditation und
die Andacht.

Es ist ein Ros‘ entsprungen…

Weihnachten spürt man im Herzen,
unabhängig vom Text,
den man singt.
Jesus sprach aramäisch.

Verschiebungen

1 Kommentar zu „Konversation unterm Weihnachtsbaum“

  1. Bei uns wird nicht mehr gesungen und auch nicht mehr Gedicht aufgesagt oder musiziert, auch die Weihnachtsgeschichte wird nicht mehr gelesen, aber durch das Jahrzehnte lange Mithören, -mein Vater und dann mein Mann waren die Vorleser- kann ich sie fast auswendig, aber nur fast, und deshalb frischte ich vor Weihnachten das Gedächtnis auf und … las mich fest im Lukas Evangelium. Da kann kein Gabriel García Márquez mithalten, in der Bibel sind die großen Fabulierer am Werk, traumhaft, was die Menschheit sich da so ausgedacht hat.
    Und die Weihnachtslieder, ja, das waren auch unsere Lieder und bei „Stille Nacht, heilige Nacht“ hätte ich dann immer vor Rührung geweint, behaupten jedenfalls heute unsere Kinder.
    Noch einen schönen Festausklang wünsche ich dir.

    Gefällt 1 Person

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